Neue Kommentare

Ada Rompf zu „The Rider”. Die zärtlich-raue Poesie der Chloé Zhao : Besser kann man meinen Lieblingsfilm dieses Früh...
yolo 456 zu Die Juden vom Altrhein: man sollte einen artikel erst einmal lesen bevor ...
yolo123 zu Die Juden vom Altrhein: Das jüdische Leben in Deutschland ist vorbei und...
Achenar Myst zu Nils Landgren with Janis Siegel: some other time: Die CD ist ein absoluter Genuss, tolle Auswahl de...
Achim zu Golnar & Mahan – Derakht: Musik, die glücklich macht - Danke !!!...

Events

Hundemusik im Chilehaus

Drucken
Dienstag, den 01. November 2016 um 10:24 Uhr
Wer sehnt sich im kalten, grauen November nicht nach ein wenig Sonne aus dem Süden? Beim nächsten MusikImPuls-Konzert der Symphoniker Hamburg wird diese immerhin hörbar sein. Ein Wandelkonzert mit szenischer Lesung durch das Chilehaus, das bis in die Bibliothek des Instituto Cervantes führt, nimmt die Besucher mit auf eine Reise nach Spanien. Gespielt werden Werke von Joaquín Turina, Enrique Granados, Jacques Ibert und Marin Marais. Die Schauspieler Pedro Casablanc und Markus Scheumann lesen und spielen dazu Ausschnitte aus der Novelle „Gespräch zwischen Cipión und Berganza, Hunden des Auferstehungshospitals“ von Miguel de Cervantes. Doch keine Angst, sprechende Hunde beißen nicht.

Was würden Hunde sagen, wenn sie sprechen könnten? Miguel de Cervantes hat eines der humorvollsten, bissigsten Gespräche zwischen den befreundeten Hunden Berganza und Cipión geschrieben. In bunten Szenenwechseln erzählt der oft misshandelte, redselige Berganza von seinem Leben. Sein Freund Cipión liefert dazu den klugen, ironischen Widerpart. Pedro Casablanc wird die Rolle des Berganza übernehmen. Der spanische Schauspieler ist aus zahlreichen spanischen Fernsehserien bekannt und hat mit Filmregisseuren wie Alberto Rodríguez, Cesc Gay, Steven Soderbergh und Jean-Jacques Annaud gearbeitet. An diesem Abend tritt er in einen unterhaltsamen Dialog mit Cipión, gespielt von Markus Scheumann, der festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich ist. 

Während Cervantes' literarischer Stern die Jahrhunderte überstrahlte, hatte es die spanische Musik schwerer. Regional blühte die Folklore, doch es brauchte der Hilfe von Außen, um die einzigartigen Klänge und Rhythmen in die europäische Hochkultur zu überführen: Der französische Barock-Komponist Marin Marais schlug sich vor allem mit französisch-italienischen Formstreitigkeiten herum – und fand musikalische Freiheit in iberischen Experimenten. Doch erst um 1900 brach sich die Begeisterung für den Reichtum der spanischen Musik dann endlich weiträumig Bahn. Initialzündung war die  „Carmen“ des Franzosen Bizet. Und auch Jacques Ibert nahm wie viele Impressionisten und Spanienfreunde den Süden des Nachbarlandes in seine Werke auf. In Spanien selbst waren es Enrique Granados, dessen Werke man vor allem von Gitarristen interpretiert kennt, und Joaquín Turina, der ausgerechnet in Paris die Musik Spaniens für sich entdeckte, die den nationalen Aufruf zur Wiederentdeckung und Erneuerung ihrer Heimatland-Musik ernst nahmen und für einen Aufschwung sorgten. 
 
Termin:
MusikImPuls-Konzert im Instituto Cervantes
Chilehaus, Eingang B
Fischertwiete 1
Dienstag, 8. November 2016, 19:00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Bitte pünktlich erscheinen, da die Bibliothek des Instituto Cervantes nur ca. 150 Personen fasst.  

Programm:
Marin Marais (1656-1728): „Les Folies d'Espagne”
Enrique Granados (1867-1916): “Playera”
Joaquín Turina (1882-1949): „Miniatures“
Jacques Ibert (1890-1962): „Trois piece breve“
 
Mitwirkende:
Susanne Barner, Flöte
Marc Renner, Oboe
Elmar Hönig, Klarinette
Christian Ganzhorn, Fagott
Peter Gulyka, Horn
 
Pedro Casablanc und Markus Scheumann lesen und spielen aus Miguel de Cervantes „Gespräch zwischen Cipion und Berganza, den Hunden des Auferstehungshospitals“.

Quelle: Symphoniker Hamburg
 
Home > Live > Kulturtipps > Hundemusik im Chilehaus

Mehr auf KulturPort.De

„Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte“ – Eine Zeitreise in das Mittelalter
 „Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte“ – Eine Zeitreise in das Mittelalter



Einer der berühmtesten Chronisten des Mittelalters war Thietmar von Merseburg (975-1018). Unter den römisch-deutschen Kaisern Otto III. bis zu Heinrich II. war [ ... ]



Elisabeth Weinek: „Was Sie sah“ – Andalusien, Marokko, Iran
 Elisabeth Weinek: „Was Sie sah“ – Andalusien, Marokko, Iran



Passend zur Festspielzeit werden in der Margarethenkapelle von St. Peter, eine der ältesten Kirchen Salzburgs, Fotografien gezeigt, die sich als „interkulture [ ... ]



Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte
 Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte



Auch heute noch geschehen beglückende Wunder: Mit 80 Jahren veröffentlichte die 1923 in Wien geborene Ilse Helbich ihren ersten Roman unter dem Titel „Schwal [ ... ]



Thierry van Werveke: Schauspieler, Rockstar, Troublemaker, Thierry National
 Thierry van Werveke: Schauspieler, Rockstar, Troublemaker, Thierry National



Thierry! – allein sein Vorname löst in Luxemburg schon entzücken aus und wird mit der Addition von „National“ zum Kult. In Deutschland und Österreich fr [ ... ]



„Foxtrot”. Samuel Moaz und das Konzept des Zufalls
 „Foxtrot”. Samuel Moaz und das Konzept des Zufalls



Samuel Moaz kreiert mit dem Antikriegsdrama „Foxtrot” einen atemberaubenden ästhetischen Kosmos: zornig, visuell kühn, emotional hochexplosiv, oft grausam, [ ... ]



Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte: „Der Vorname“
 Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte: „Der Vorname“



Das Stück brillant, die Schauspieler große Klasse, die Inszenierung rundum gelungen und der kleine Saal der Komödie Winterhuder Fährhaus restlos ausverkauft. [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.