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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Musik

In der Mitte eine Hausbar der Marke „Eiche rustikal“, links und rechts zwei Plüsch-Garderoben. Das verstaubte Bühnenbild erinnert frappierend an die gute alte TV-Zeit, in der Kübelweise Schmalz in die Zuschauer-Wohnzimmer gegossen wurde. Kein frecher Stefan Raab, kein zynischer Harald Schmidt – in den 70er- und 80er-Jahren gab es „Kuli“, Rudi Carel und - natürlich - Peter Alexander, den Schwiegermutter-Traum mit dem Klebe-Charme. In den Fliegenden Bauten lässt Toni Pfister alias Tobias Bonn „Peter, den Großen“ nun wieder auferstehen. Unglaublich, wie gut sich Bonn in den Darling der damaligen Fernsehnation hineinfühlt. Nicht nur die Haartolle sitzt hundertprozentig, auch Attitüden, Dackelblick und der leicht reservierte Tonfall wirken absolut authentisch. Die perfekte Illusion! Wäre da nicht „Gaststar“ Mireille Mathieu (Christoph Marti), würden diejenigen, die bei Liedern wie „Ich zähle täglich meine Sorgen“ und „Die kleine Kneipe in unserer Straße“ am liebsten weglaufen, es wahrscheinlich auch tun. Aber mit Mireille bekommt die Show jenen irrekomischen Travestie-Touch, der sie überhaupt erst als bissige Persiflage entlarvt. Und wenn dann tatsächlich noch Heintje und Roy Black in dieser herrlichen Spießerkulisse erscheinen, ertappen sich selbst eingefleischte Schnulzenhasser beim versonnenen Mitsummen: „Du bist nicht allein, dadadida dadidaahhhh……..“.

Geschwister Pfister (Ursli und Toni): „Servus Peter- Oh là là Mireille“, bis 11.12., Fliegende Bauten, Glacischaussee 4, Karten unter Tel. (040) 8814 1188 0; Infos unter www.fliegende-bauten.de

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