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Still in the Woods: Flying Waves

Schon in einer vorangegangenen KulturPort.De-Besprechung zum ersten Album (Rootless Tree) von „Still in the Woods“ kam das bemerkenswerte Potential der Band zum Ausdruck. Nun, zum Erscheinen der zweiten Platte „Flying Waves“, verstärkt sich dieser Eindruck und zeugt von der inneren und äußeren Überzeugungshaltung der vier Musiker*innen.

Fliegende Wellen scheint es verstärkt in Skandinavien zu geben, denn die meisten Aufnahmen wurden in Finnland und Dänemark erarbeitet und schließlich in Leipzig beendet. Sphärisch, poppig, jazzig, emotional – die unsichtbaren Wellen scheinen keine Grenzen zu kennen, um diese Band zu beflügeln. Ein rundherum stimmiges, differenziertes und beneidenswert gutes Album mit lyrischen Eigenkompositionen.

Still in the Woods: Flying Waves COVERWie leicht doch die in englischer Sprache erzählten Geschichten daherkommen, die von externen und internen Gefühlswelten künden. Einige Texte sind fragmentarisch, andere mit konkret narrativem Strang. Auch musikalisch sind die zwölf Titel fein ausgearbeitet: satter Sound – mal metallisch – mal kernig – mal elektronisch – mal dramatisch – mal hallverstärkt, atmosphärisch dicht, mit synkopischer Finesse, nach tänzelnden und sich wiederholenden Tonfolgen, eine einzige melodische und rhythmische Intensität. Mitreißend die Kontinuität einzelner, aber auch aller Stücke als Reihung, kein qualitativer Abbruch, und doch mit der Möglichkeit, Lieblingstitel zu finden. Mit der Stimme von Anna Hauss, die sich nunmehr weiterentwickelt hat und auch im Pop, Soft-Rock und sprechgesanglichen Hip-Hop beheimatet sein könnte, ist die erwähnte standhafte Kontinuität verstärkt.

Es ist gar nicht so einfach, vom Album Rückschlüsse auf einen Live-Auftritt von „Still in the Woods“ zu ziehen. Jedoch bestätigt die Band gern live aufzutreten und, dass es eine Record Release-Tour zum neuen Album geben wird (Daten siehe unten). „Die Interaktion mit dem Publikum und auch untereinander auf der Bühne ist für uns jedes Mal aufs Neue etwas ganz Besonderes und bedeutet uns deshalb sehr viel“, heißt es in einem Statement, das auf einer Crowdfunding-Homepage zu finden ist. Mit den Fördergeldern konnte die Albumproduktion dann auch mitfinanziert werden.

„Flying Waves“ ist neben den kommunikativen Aspekten von Wellen durchaus auch musikalisch zu verstehen, denn Wellen, wenn sie Materie sind – und aus Wasser bestehen – können bekanntlich bildhaft tragen und mitreißen und an den Strand spülen. Das passiert akustisch in gleicher Weise. Am Ende sind wir Hörer mitgetragen und an einen Strand des Wohlfühlens und Aufgefüllt-Seins gespült.

Still in the Woods: Flying Waves
Anna Hauss: vocals | Robert Wienröder: piano, keys | Raphael Seidel: bass | Hermann Spannenberger: drums | Jakob Hegner: drums (Track 2,3,10)
Label: Neuklang/In-Akustik
NCD4224
EAN: 4012116422436
Weitere Informationen
Hörprobe

YouTube-Video:
STILL IN THE WOODS Crowdfunding: Albumproduktion “Flying Waves"

Tourdaten
27.11. Weimar - C-Keller
28.11. Erfurt - Träumchen
29.11. Frankfurt/M. - Mampf
30.11. Fulda - Kulturkeller
01.12. Mainz - Wohnzimmerkonzert
02.12. Brüssel - The Owl’s Space
03.12. Düsseldorf - Jazzschmiede
09.12. Hannover - Musikzentrum (feat. Hagelslag)
10.12. Mannheim - Merry Messplatz
11.12. München - Folks Club
12.12. Augsburg - Grandhotel Cosmopolis
13.12. Viechtach - Altes Spital
14.12. Wien - 1019 Jazzclub
11.01. Leipzig - Horns Erben

Lesen Sie bei KulturPort.De auch: Still in the Woods: Rootless Tree


Abbildungsnachweis:
Header: Bandfoto von Alexander Ullmann
CD-Cover

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