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Literatur

Intellektuelle Inkarnation der „Neuen Italienerin“: Igiaba Scego

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Montag, den 29. Juli 2019 um 08:10 Uhr
Intellektuelle Inkarnation der „Neuen Italienerin“: Igiaba Scego 4.6 out of 5 based on 81 votes.
Intellektuelle Inkarnation der Neuen Italienerin Igiaba Scego

Igiaba Scego ist die afro-italienische Antwort auf Joseph Conrad („Heart of Darkness“, 1899), weibliche Variante Italiens eines Uwe Timm („Morenga“, 1978) und Schwester im Geiste der US-Autorin und Nobelpreisträgerin (1993) Toni Morrison mit ihrem Schlüsselroman „Beloved“ (1987), der sich gegen die Sklaverei richtet – nur viel jünger. Geboren wurde die postkoloniale Schriftstellerin 1974 in „Zweiter Generation“ in Rom von Eltern, die aus dem ehemaligen Italienisch-Somaliland – eine der historischen Kernkolonien Italiens (1889-1947) – stammen und nach dem Staatsstreich von Siad Barre 1969 nach Italien fliehen mussten.

Scego FotoNach Scegos literaturwissenschaftlichem Abschluss an der Universität La Sapienza in Rom, wurde die Tochter eines ehemaligen, in Somalia bekannten Politikers – der dort bis zum Putsch als Außenminister und Botschafter in Amt und Würden gewesen ist – in Italiens Hauptstadt, wo sie heute noch lebt, in Erziehungswissenschaften promoviert. Inzwischen ist die engagierte, seit 2006 regelmäßig am Literaturfestival von Mantua proaktiv teilnehmende Verfasserin von Romanen, Kurzgeschichten und Kinderbüchern sowie – mal temperamentvoll und emotional aufrüttelnd, mal kritisch kämpferisch und nüchtern politisch schreibende, immer jedoch aus intellektuell mutiger, konstruktiver und origineller Perspektive sich zu Wort meldende – Journalistin Fellow am Internationalen Zentrum des Fachbereichs Soziologie der Ca’ Foscari Universität in Venedig. Dort beschäftigt sie sich insbesondere mit Kolonialgeschichte, modernen Migrationsaspekten und der Frauenfrage sowohl in Bezug auf ihr Geburtsland Italien als auch auf ihr Herkunftsland Somalia – ein Land, das, wie Scego erst kürzlich im schottischen Edinburgh wieder öffentlich bekräftigte, ein „geschundenes Land“ sei, das sehr viel gelitten habe und bis heute erleiden müsse.

Adua COVERIn einem von Scegos letzten, oft autobiographisch gefärbten Romanen mit dem Titel „Adua“ (2015) erzählt etwa eine Frau dieses Namens von ihrer langen Reise von Somalia nach Rom. Gleichzeitig verbirgt sich in dem titelgebenden Wortlaut die historische Schlacht von Adua (1896), in der sich das äthiopische Kaiserreich unter Menelik II. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgreich gegen den Kolonialismus des Königreichs Italien behaupten konnte. Das historische Ereignis symbolisiert in Scegos Geschichte „den entscheidenden Sieg der Afrikaner über den Imperialismus“, den die Autorin durch den doppeldeutigen Namen der Titelheldin zudem frauenfreundlich umdeutet. Ein Jahr vor „Adua“ hatte Scego gemeinsam mit dem Fotografen Rino Bianchi bereits in einem fotografisch schwarz-weiß teilillustrierten Buch über das „negierte“ bzw. „verleugnete“ Rom („Roma negata“, 2014) postkoloniale Wege durch die Stadt Rom unternommen und dabei unter anderem auf die symptomatische Geschichte des Obelisken von Axum aufmerksam gemacht: Die antike Granitstele wurde zwischen ca. 100 und 300 n. Chr. in der heiligen Stadt Axum in Nordäthiopien errichtet und 1937 von den italienischen Faschisten im Auftrag Benito Mussolinis (1883-1945) als Kriegsbeute nach Rom – auch bekannt als „Stadt der Obelisken“ – gebracht. Dort prägte der Obelisk vor dem heutigen Sitz der Welternährungsorganisation F.A.O. 1937 bis 2005 das Stadtbild. Erst 2008 wurde die 24 Meter hohe Stele – nach einem aufwändigen Frachtflugzeugtransport und der Restaurierung des Denkmals – restituiert und am äthiopischen Originalstandort in Axum wieder aufgestellt.

Rome SteleWährend in Deutschland die Auseinandersetzung mit der eigenen kolonialen Vergangenheit nur sehr zögerlich Einzug in den wissenschaftlichen Diskurs hält und eine gesellschaftlich breitenwirksame Beschäftigung mit dem Thema der „deutschen Schwarzen“ noch gar nicht begonnen hat, sind viele von Igiaba Scegos Bemerkungen über den geschichtlichen Vorsprung, den Italien uns gegenüber diesbezüglich hat, auf Deutschland übertragbar. Nach ihrer an der Universität Edinburgh im Rahmen der „Biennial Conference of the Society for Italian Studies“ im Juni gehaltenen programmatischen Rede zum Thema, was es bedeutet, heutzutage eine schwarze Schriftstellerin in Italien zu sein, zollte ihr ein internationales Fachpublikum mit anhaltendem Applaus und Standing Ovations seinen Respekt. Im Nachklang dieses Auftritts sprach Dagmar Reichardt, Autorin von KulturPort.De, mit der Italo-Somalierin über ihr Verhältnis zu Italien und Europa sowie über ihre afrikanischen Wurzeln, literarischen Vorbilder und Lieblingsbücher – mit zum Teil überraschenden Entdeckungen.

Dagmar Reichardt (DR): Igiaba, was sagst du denen, die dich für eine “Ikone der Transkulturalität” halten? Findest du dich in dieser Umschreibung wieder, und wie fühlt sich das für dich an?

Igiaba Scego (IS): Im Laufe der Jahre bin ich auf die verschiedensten Arten und Weisen tituliert worden: als Migrationsautorin, postkoloniale Autorin, als transnationale Schriftstellerin… Da dachte ich schon, ich sei eine politische Partei geworden! – Kleiner Scherz am Rande...!

Nun ja, manchmal bringen mich die Labels, mit denen man mich versieht, selbst zum Lachen. Irgendwann einmal habe ich begriffen, dass die Etiketten, die man mir aufklebt, eher denjenigen nützen, die den Inhalt oder die Sprache meines Schreibens einordnen möchten, als mir selbst. Ich brauche keine Schublade, um mich auszuweisen. Ich weiß, dass meine Werke kreolisch sind, weil ich es schlichtweg faktisch bin. Und wenn ich mich für eine Schublade entscheiden müsste, dann wäre es die einer italienischen Schriftstellerin. Denn das bin ich in der Tat: Ich schreibe in der Sprache eines Dante, Boccaccio, Svevo, einer Morante, Ginzburg usw. Ich schreibe auf Italienisch, in der Sprache meiner Bildung – ein Italienisch freilich, in das sich auch das Somalische meiner Eltern mischt, aber grundsätzlich bleibt es die Sprache eines Landes, zu dem ich mich trotz allem immer noch bekennen kann.

Gruppenbild mit Dame Boell COVEREs ist vielmehr die Formung der Sprache, die ich beim Schreiben realisiere, als solche, die mich ausmacht. Das ist eine Sprache, die ich in meinem Herzen eifersüchtig hüte. Oft höre ich von anderen, ich solle doch in einer anderen Sprache schreiben, um mich besser zu vermarkten. Ich kenne so viele Autoren minoritärer Sprachen, die sich auf das Standard-Englisch einlassen, nur um ihre Absatzchancen zu erhöhen... Also für mich macht so eine Entscheidung keinen Sinn: nur für den Absatzmarkt zu schreiben. Vor allem, weil ich an die Bedeutung von Übersetzungen glaube. Ich glaube, dass die Sprache der Welt die der Übersetzungen ist (Scego bezieht sich hier auf ein gleichlautendes Bonmot des Bestsellerautors Umberto Eco; A.d.R.). Gäbe es keine Übersetzungen, so hätte ich niemals Anna Achmatova oder Heinrich Böll gelesen. Kurzum: Hoch lebe die Übersetzung! Außerdem gefällt mir der Gedanke, ein Misch-Italienisch in die Welt zu tragen. Ein Italienisch, das über die Landesgrenzen der italienischen Halbinsel und deren Geschichte hinausweist.

DR: Wer sind die sogenannten “Neuen Italiener”? Welche soziale Gruppe bilden sie innerhalb der italienischen Gesellschaft, und wie werden sie in Italien wahrgenommen? Kennst du einige von ihnen?

IS: Ja, ich kenne einige: Eine davon bin ich! – Bloß finde ich auch da wieder, dass diese Bezeichnung – ob nun „Neue Italiener“ oder „Zweite-Generation“-Italiener –, die man uns auf den Leib geschneidert hat, zu eng zugeschnitten ist. Schließlich haben wir als Kinder von Migranten unsere ganz eigenen Besonderheiten: Da gibt es das Kind von Chinesen, das von Rumänen, das aus einer Mischehe hervorgegangene Kind oder jemanden – wie mich – mit einem afrikanischen Hintergrund. In unserem Inneren sind wir verschieden. Das, was uns nach außen eint, ist leider die fehlende Anerkennung seitens des italienischen Staates. Und insgesamt seitens des italienischen Mainstreams.

Als ob es nur einen – recht stereotypen – Prototypen des „Italieners an sich“ gäbe! Wir mit unserer dunklen Haut und den Mandelaugen gelten immer als die, die aus der Reihe tanzen. Dabei wirft in Wahrheit nicht nur die fehlende Anerkennung seitens der Bevölkerung Probleme auf, sondern auch unsere juristisch-formelle Anerkennung. Wer als Kind ausländischer Eltern in Italien geboren ist oder als solches aufwächst, hat bis heute Schwierigkeiten, die italienische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Was wir bräuchten, ist eine strukturelle Reform. Wir sind schon abertausend Male für unsere Rechte auf die Straße gegangen. Aber sowohl die rechten als auch die linken Politiker haben sich unseren Forderungen widersetzt. Es ist doch vollkommen absurd, gerade jetzt einen Krieg gegen die sogenannte „Zweite Generation“ anzuzetteln, wo sich Italien auf einer irrsinnigen demographischen Talfahrt befindet.

Also ich fühle mich eigentlich weniger als „Neue Italienerin“, sondern (aber diese Idee gilt natürlich nicht für alle) als Afro-Italienerin. Meinem Gefühl nach trage ich sowohl die italienische Halbinsel als auch die Geschichte Afrikas auf meinen Schultern mit all ihren Missbräuchen, deren Auswüchsen ich heute noch ausgesetzt bin, nämlich denen der Sklaverei und des Kolonialismus. Und genau das macht mein Schreiben aus. Ich weiß um die Mission, der ich mich mit der Schriftstellerei verpflichtet habe. Nämlich die, die vielen Geschichten eines „Schwarzen Italiens“ – ich nenne es „Black Italy“ – ans Tageslicht zu bringen. Und ich befinde mich gerade erst auf gut halber Wegstrecke, was diese schwierige Mission betrifft, die ich aber auch als sehr erfüllend und mitreißend wahrnehme.

DR: Gibt es Parallelen zu anderen EU-Ländern? Wie schätzt du die Situation in Europa derzeit ein?

IS: Italien hat das Phänomen der Migration im Vergleich zu Frankreich und Großbritannien erst spät erlebt. Aber ich finde, dass sich einige Dynamiken in ganz Europa tatsächlich ziemlich ähneln. Vor allem in Bezug auf den Umgang mit der kolonialen Vergangenheit eines jeden Staates. Vielleicht ist die Diskussion – aus italienischer Sicht betrachtet – in Großbritannien und Frankreich schon durchaus weiter gediehen. Aber die Gespenster, die herumgeistern, sind überall die gleichen. Wir können den Brexit nicht verstehen, wenn wir ihn nicht mit der imperialistischen Nostalgie gewisser elitärer Kreise des Landes in Verbindung bringen. Diese Sehnsucht paart sich dann seitens Italiens mit einer Obsession (die auf Angst beruht, aber gleichzeitig auch auf Anziehung), mit der Andershäutige dem schwarzen Körper begegnen. Die kolonialen Vergangenheiten sind in keinerlei Weise aufgearbeitet, noch nicht einmal zur Diskussion gestellt worden sind sie... Die Sehnsucht nach einer Zeit, in der noch ausschließlich die Weißen das Sagen hatten, stellt den europäischen Zusammenhalt auf eine harte Probe. Meiner Meinung nach erleben die europäischen Länder gerade eine doppelte Bewegung: Einerseits sind da jene Nostalgiker, die zu einem forcierten Eurozentrismus zurückkehren möchten – zur weißen Einheitsfarbe, die den Westen und die Welt beherrscht. Andererseits gibt es einen Bevölkerungsanteil, der begriffen hat, dass wir nur dann überleben können, wenn wir uns zusammentun und miteinander vermischen. Genau das ist übrigens auch der Grund, warum die herkömmliche Geschichtsauffassung immer mehr zum Minenfeld wird!

DR: Und was sagst du zum Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, wie es offiziell so schön heißt? Ist Großbritannien – etwa angesichts des historischen Erfahrungsvorsprungs durch das Commonwealth – geistig und kulturell toleranter? Oder wie positioniert sich das Brexit-Land derzeit selbst?

IS: Ich kenne Großbritannien gut. Mein Bruder und ein Teil meiner Familie leben dort. Ich bin oft in England und seit meinem sechzehnten Lebensjahr regelmäßig dort zu Besuch. Mein Bruder ist britischer Staatsbürger, und jedes Mal, wenn ich etwas Neues vom Brexit höre, haut es mich regelrecht vom Hocker. Der Brexit kommt mir wie eine Horror-Seifenoper vor. Im Moment weiß niemand, wie die Geschichte ausgeht. Vor allem England (mehr noch als Schottland und Wales) ist von einer Welle des Hasses erfasst, die noch vor zehn Jahren unvorstellbar gewesen wäre. Eigentlich habe ich das Land nie großartig mit Toleranz in Verbindung gebracht – auch weil mir das Wort Toleranz noch nie gefallen hat.

Während meiner langjährigen Erfahrungen mit Großbritannien habe ich darin letztlich ein Land erkannt, das seine Dilemmas in Hinblick auf die Klassenunterschiede nicht gelöst hat. Das englische System ist sehr klassenorientiert. (Ich spreche jetzt nur für England, weil ich Wales, Schottland und Irland nicht so gut kenne. Auch will ich jetzt nicht das gesamte Vereinigte Königreich über einen Kamm scheren, insbesondere weil ich gerade erst auf meiner letzten Schottlandreise wieder gemerkt habe, wie uneins sich dieses Land ist). Innerhalb dieser Machtgefälle spielt jedenfalls die sogenannte Rassenfrage („race“) eine entscheidende Rolle. Ich habe in dem Land eine gettoisierte Gesellschaft kennengelernt, in der man unter seinesgleichen lebt. In der man Gefangener einer Community ist, die sich über Abstammungskriterien definiert. Die Somalier in England haben mich an gewisse Geschichten von Italienern im New Yorker Viertel „Little Italy“ erinnert, die zu Hause eine Büste von Mussolini stehen hatten! Die in England lebenden Somalier sind sehr abgeschottet, treffen sich nur mit anderen Somaliern, und die Mädchen heiraten jung, wobei jeder Widerstand zwecklos ist (etwa keinen Schleier tragen, nicht jung heiraten oder nicht die Werte vertreten zu wollen, die es in Somalia gar nicht gab oder gibt, die aber seitens der Diaspora im Vereinigten Königreich zwingend hochgehalten werden).

Das Leben in dieser Community ist meiner Meinung nach sehr trist – insbesondere was die Frauen betrifft. Sie selber meinen, es laufe gut. Aber sie verfügen über keinerlei Willensfreiheit. Ich habe viel darüber nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass diese Selbstabschottung im Ghetto der einzige Weg ist, um sich nicht vom englischen Klassensystem verschlingen zu lassen, weil es dich sonst zuerst zerkauen und dann ausspucken würde. Es gab gute Gründe, warum sich zu Beginn der somalischen Einwanderung im Dreieck Birmingham – Bristol – Manchester (aber auch in London) die Jüngsten innerhalb dieser Gemeinschaft in Banden organisiert haben. Denn die Schule bot ihnen keine Möglichkeiten, sozial aufzusteigen, sondern schloss sie aus. Wer dann in der Schule versagte, scheiterte auch im Leben. Im Zuge der Jahre habe ich miterlebt, wie sehr mein Bruder deshalb meinen Neffen, seinen Sohn, antreibt: Er motiviert ihn zu lernen, begleitet seine nachmittäglichen Aktivitäten, hat ihn zum Basketball-Kurs angemeldet, und Mohamed ist darin schon wirklich gut geworden. Aber mein Bruder ist eben auch die Ausnahme und nicht die Regel. Die somalische Diaspora besteht aus zerfallenen Familien: aus sitzengelassenen, alleinerziehenden Müttern, die sich selbstverantwortlich um ihre Kinder kümmern müssen und Wohnungen vom Staat zugewiesen bekommen (darin ist das Vereinigte Königreich besser als Italien), aber das Ganze findet nur in separierten Ghettovierteln statt.

Ich habe in England den gleichen Eindruck wie in Italien gewonnen: Tatsächlich ähneln sich beide Länder in ihrer Klassendynamik – besser gesagt in ihrem sozialen Stillstand. Kommst du aus gutem Hause, so wird etwas aus dir. Kommst du aus ärmlichen Verhältnissen, dann bleibst du entweder ewig arm oder du richtest dich irgendwie in dem Milieu ein, das dir zugewiesen wird. Ich sage das meinen italienischen Freunden oft: Als Italiener kommt dir London wie ein Märchen vor, aber als Somalier wie ein Albtraum! Dieser doppelte Blick hat mir sehr geholfen, England zu verstehen. Und der Brexit hatte es schon längst davor begriffen. Ich habe in der italienischen Kulturzeitschrift „Internazionale“ unter anderem einen Artikel mit dem Titel „In der Brexit-Kampagne steckt die Sehnsucht nach dem Königreich“ („Nella campagna della Brexit c’è nostalgia dell’Impero“) veröffentlicht. In dem Artikel war ich gedanklich bereits so weit: Gewundert habe ich mich über rein gar nichts. Aber im Moment mache ich mir natürlich vor allem um meine Lieben sehr viele Sorgen und darüber, was in Großbritannien und mit ganz Europa passieren wird.

DR: Wie schaut es hingegen jenseits des „anderen Ufers“ auf dem afrikanischen Kontinent aus? Was empfindest du für Afrika? Wann warst du das letzte Mal in Mogadischu und welche Veränderungen stellst du fest? Fühlst du dich auf afrikanischem Boden willkommen? Welche Art innerer Arbeit erlegt dir Somalia als Land deiner Ahnen auf – oder, besser, wie stellt sich dessen Kultur für dich dar?

IS: Somalia ist für mich das Land der inneren Imagination und Vorstellungskraft, und auch das Land der Herkunft: Ich war als Kind oft in Mogadischu, als noch eine staatlich-nationale Struktur das Land prägte. Ich habe dort immer meine Sommerferien verbracht bis ich im Alter zwischen zehn und elf Jahren anderthalb Jahre am Stück in der Stadt gelebt und dort die italienische Schule, die ans Konsulat angebunden ist, besucht habe. Seitdem bin ich nicht mehr im Land gewesen. Der Bürgerkrieg ist ausgebrochen als ich fünfzehn war. Und alles, was ich von Mogadischu kannte, ist verlorengegangen. Es war und ist ein kollektives Trauma.

Denn die Stadt, die heute Mogadischu heißt, ist ganz anders: Ich habe mit Hilfe meines Bruders und meines Cousins einmal versucht, dieses Land zu rekonstruieren, indem wir eine Art Landkarte entworfen haben. Diese Landkarte habe ich in meinem Roman „La mia casa è dove sono“ (dt. etwa: „Mein Haus ist wo ich bin“ – 2010 erschienen, wurde das Werk 2011 mit dem Internationalen Literaturpreis Mondello ausgezeichnet; A.d.R.) erzählerisch beschrieben: Nach 27 Jahren Krieg, Terrorismus und körperlicher Gewalt an Frauen muss dort wirklich alles wiederhergestellt werden. Vor kurzem war meine Tante da. Und sie meinte, sie schaffe es einfach nicht, eine Verbindung zwischen ihrer Person und diesem neuen Somalia herzustellen. Ich selbst ziehe es vor, mich von vorneherein nicht mehr damit zu verbinden. Nicht aus Feigheit, sondern weil ich mich diesem materiellen Ort einfach nicht zugehörig fühle.

Ich fühle mich vielmehr der Kultur und der Geschichte verbunden – nicht den Trümmern und schlecht gemachten Neubauten von heute. Mir ist dabei bewusst, dass ich eine konfliktbeladene Beziehung mit einem Land habe, das tatsächlich mehr als einmal gestorben ist. Das ist schwer zu erklären, wenn man es selbst nicht erlebt hat. Schwierig, so einen endgültigen Verlust zu beschreiben. Womit ich mich hingegen immer mehr verbinde – und dies auch als mein „Land“ im übertragenen Sinn erachte – ist die Idee der „Blackness“ oder des Schwarz-Seins. Das heißt, in anderen Worten, mit dem Ideal einer Heimat, in der die Ansprüche der Schwarzen Gehör fänden. Dabei stelle ich fest, dass das, was mich im Leben und beim Schreiben antreibt, die Dimension des Zwischenraums ist, also das „Dazwischen“, „zwischen“ Afrika und Europa. Eigentlich gehöre ich nach „Afro-Europa“ – damit meine ich einen Zustand, von dem viel zu wenig die Rede ist. Der tut mir sehr gut. Ich fühle mich dann nicht zerrissen. Ich habe begriffen, dass meine Identität Europa und Afrika gleichermaßen umfasst: Ich lebe und erfahre das Land, das „dazwischen“ liegt! Natürlich blende ich Somalia nicht völlig aus. Aber es ist ein Land, das ich vor allem aus der Sicht meiner Eltern kenne. Ich weiß, dass ich eher Somalias Vergangenheit als dessen Zukunft in mir trage, denn wenn ich an die Zukunft denke, so geschieht das immer in einer europäischen – oder besser noch: in einer afro-europäischen – Dimension.

DR: Spielen deshalb auch Übersetzungen eine so große Rolle für dein literarisches Werk?

IS: Genau: Übersetzungen haben, wie eingangs bemerkt, eine zentrale Tragweite. Die Übersetzung ist die universelle Sprache. Ihr verdanke ich, dass meine Arbeit in den USA, in Schweden oder Brasilien bekannt geworden ist. Und ich liebe Brasilien: Eins meiner Bücher ist dem Sänger Caetano Veloso (einer der einflussreichsten brasilianischen Liedermacher und politischer Aktivist; A.d.R.) gewidmet (Scego meint ihr Buch „Caetano Veloso“ von 2016; A.d.R.), den ich sehr verehre, und dort gelesen zu werden, erfüllt mich mit Freude. (Übrigens lieben mich auch die Brasilianer/inn/en – meine Bücher werden in den Lesezirkeln #leiamulheres und #leiamulheresnegra gelesen, was soviel heißt wie: „Frauen lesen“ und „Schwarze Frauen lesen“). Übersetzungen schenken einfach Freude!

DR: Und wie beurteilst du die akademische Arbeit, die du neben der schriftstellerischen und der journalistischen als drittes Standbein betreibst? Ist Igiaba Scego eher Schriftstellerin oder eher Forscherin beziehungsweise Hochschullehrerin? Wer ist ein „Idol“ für dich? Mit welchen Kolleg/inn/en fühlst du dich verbunden, welche Texte haben dich geprägt, welche – zeitgenössischen oder historischen – Figuren inspirieren dich?

IS: Meine akademische Arbeit in Italien ist mehr als prekär. Ich habe einige Enttäuschungen hinter mir und hatte mich vom Universitätssektor bereits abgewandt, als ich – dank der Universität Ca’ Foscari in Venedig und dem International Center for Humanities and Social Change – meine Forschungstätigkeit wieder aktiv aufnehmen konnte. Ich weiß nicht wirklich, wie ich mich fühle. Ich weiß aber, dass die Forscherin in mir (und ich werde immer eine Forscherin bleiben, ob nun mit oder ohne Lehrstuhl) die Schriftstellerin sehr befruchtet. Ich weiß, dass meine Bücher auf gewissenhaft ausgeführten, historischen Recherchen beruhen, aber ebenso auf Untersuchungen über die Gefühlswelt. Ich glaube, ich bin eine Art Bäuerin der Worte: Ich sammele Geschichten, arbeite sie aus, gebe ihnen eine gleichzeitig essayistische und erzählerische Form, versuche sie zu vermengen und meiner Neugier einen Sinn zu verleihen. Ich bin eine sehr neugierige Frau.
Beeinflusst haben mich insbesondere Fanon, Anzaldúa und mein heißgeliebter Cervantes. Ich interessiere mich sehr für Postkoloniale Studien. Aber ich lese querbeet alles vom akademischen Essay bis hin zu blutrünstigen Krimis. In allem finde ich irgendetwas wieder, das mich zum Nachdenken anregt.

DR: Welches deiner Lieblingsbücher würdest du dem deutschen Leser oder einem deutschen Verlag konkret empfehlen, um es umgehend übersetzen zu lassen?

Borderlnds La Fontera COVERIS: Lieblingsbücher habe ich jede Menge. Darunter ist (außer dem „Don Quijote“ von Cervantes) auch ein deutsches, und zwar Heinrich Bölls „Gruppenbild mit Dame“. Was die italienischen Bücher betrifft, wäre es... – außer den Klassikern, die bestimmt schon alle ins Deutsche übersetzt worden sind – ... sehr schön, die deutsche (aus Polen stammende) Autorin Helena Janeczek (geb. 1964 in München und seit 1983 in Italien lebend; A.d.R.) zu übersetzen, die inzwischen eine italienische Schriftstellerin geworden ist. Sie hat letztes Jahr den Strega-Preis gewonnen. Neben dem Roman „Das Mädchen mit der Leica“ (ital. Originaltitel: „La ragazza con la Leica“) halte ich „Die Schwalben von Montecassino“ („Le rondini di Montecassino“) und „Lektionen des Verborgenen“ („Lezioni di tenebra“) für absolute Meisterwerke.

Außerdem fände ich es interessant zu untersuchen, wie sich in Deutschland das Italienische mit dem Deutschen und vielleicht mit weiteren Sprachen vermischt. Naja, und dann weiß ich nicht, ob es auf Deutsch eines meiner „Totem“-Bücher (im Sinne eines Buchs, das sich Scego als unangreifbaren, natürlichen und zugleich magischen, geistesverwandten Bezugspunkt zu wählen scheint; A.d.R.) gibt: Es ist „Borderlands / La Frontera: The New Mestiza“, ein zweisprachiges Buch der Postkolonialistin (Dichterin, metaphysischen Philosophin, Chicana) Gloria Anzaldúa. Einfach zauberhaft. Von diesem Buch habe ich sehr viel gelernt.

DR: Welche Zukunftsträume hast du?

IS: Ich wünschte, die Menschen aus Afrika kämen mit dem Flugzeug statt mit Kähnen. Die Lebenssituationen der Migranten rauben mir nachts den Schlaf. Seit Jahren schreibe ich darüber, und jedes Mal verschlechtern sich ihre Bedingungen. Niemand möchte sich dem eigentlichen Dilemma stellen, nämlich dass es aus Afrika (aber nicht nur dort) keine legalen Ausreisemöglichkeiten gibt, weder innerkontinental noch von Afrika nach Europa. Wir nötigen diese Personen, Schmuggler zu bezahlen, ihr Leben zu riskieren und zur Zwangsumsiedlung. Denn ihre Körper werden kurzum als den Migrationsrisiken eben ausgesetzte Körper betrachtet. Der Afrikaner an sich ist quasi zur wandelnden Grenze geworden. Nie ist davon die Rede, dass unsere Welt in „starke“ Reisepässe – mit denen man, wohin immer man möchte, reisen kann (etwa der italienische oder der deutsche Pass sind sehr stark) – und in „schwache“ Reisepässe eingeteilt ist, mit denen zu reisen faktisch untersagt ist. Aus Afrika kommen wenige Menschen, aber wir sprechen von einem Ansturm oder einer Invasion. Das halte ich alles für eine Frage der Wahrnehmung und schlecht greifender EU-Gesetze.

Meine Eltern sind damals im Flugzeug nach Italien gekommen. Und ebenso viele andere. Ich erinnere mich an Menschen, die aus Somalia nach Italien emigriert und dann zurückgekehrt sind. Andere haben studiert und sind später in Drittländer weitergezogen. So wie es auch viele Italiener tun: Einige wandern aus, andere reisen. Aber sie können das, ohne von den Schmugglern umgebracht zu werden, tun: dank ihres „starken“ Reisepasses. Das ist der wunde Punkt an der Sache. Ich schreibe ständig darüber, wie es auch viele andere tun: Irgendwann einmal wird Europa uns erhören.

Hiervon einmal abgesehen, habe ich noch viele private Zukunftsträume. Einer davon ist zum Beispiel, einen Lehrstuhl an einer Universität innezuhaben, am liebsten in meinem eigenen Land, aber ich schließe auch eine Auslandskarriere nicht aus. Ich würde so gerne den nachfolgenden Generationen das weitergeben, was ich in mir trage. Mit der Schriftstellerei erfülle ich mir das schon und kann dadurch bereits sehr vieles mit anderen Menschen teilen. Aber ich würde es gern noch verstärken. Ich habe verschiedene Berufe, aber wenn wir von Träumen reden, dann würde ich den der Hochschullehrerin in der nächsten Lebenshälfte gern ausfüllen. Leider berufen die italienischen Universitäten – etwa in der Didaktik des Kreativen Schreibens – keine Schriftsteller, und das ist wirklich schade. Aber den Traum, in den Herzen der Menschen anzukommen, habe ich ja schon umgesetzt: dank meiner Bücher.

DR: Apropos Bücher...: Wovon handelt denn das Buch, an dem du gerade schreibst?

IS: Ich bin Italienerin und will Unglück von mir fernhalten. Das verrate ich noch nicht. Es wird im Februar 2020 erscheinen. Alles, was ich euch sagen kann, ist, dass es ein umfangreicher historischer Roman ist und dass ich hoffe, dass er die Leser/innen träumen lassen wird!

Igiaba Scego

Die Autorin hat 2010 am Internationalen Literaturfestival Berlin teilgenommen.
Weitere Informationen

2015 hat Igiaba Scego im Künstlerhaus Büchsenhausen ihre Neuerscheinung „Roma negata“ (2014) im Rahmen der Veranstaltungsreihe „In the Belly of Fascism and Colonialism“ in Zusammenarbeit mit dem Italien-Zentrum der Universität Innsbruck vorgestellt.

Am 28.6. 2019 trat Igiaba Scego als Festrednerin und Gast der Universität von Edinburgh sowie der britischen Society for Italian Studies im Rahmen eines zweijährig stattfindenden internationalen Kongresses auf mit einem Vortrag zum Thema „Being a Black Women Writer in Italy“ (auf Englisch)

Informationen zu Igiaba Scegos Biographie, zu Werken von und über Igiaba Scego sowie zu verschiedensprachigen Interviews mit der Autorin auf der Webseite vom Institute of Modern Languages (Research School of Advanced Study) der Universität London (auf Englisch).

Igiaba Scegos Autorenseite auf der Webseite der Zeitschrift „Internazionale“, die einige Artikel und Themen auflistet, die Igiaba Scego veröffentlicht hat (auf Italienisch).

Weitere Informationen zur neuen italienischen Migrationsliteratur und zur Aufarbeitung von historischen Gewaltdiskursen in Italien sowie der Kolonialfrage allgemein auf KulturPort.De — Follow Arts:
- Die große „Kleine Mutter“ aus Somalia - ein Interview mit Cristina Ubax Ali Farah
- Wir sind alle anders: Edith Bruck zum Trauma der Shoah im dritten Jahrtausend
- Stuart Hall und das Ringen mit den Engeln


Abbildungsnachweis:
Autoren-Portraits: Fotos Simona Filippini
- In ihrem Buch über das „verleugnete Rom“ (Igiaba Scego und Rino Bianchi: „Roma negata. Percorsi postcoloniali nella città“, Rom, Ediesse, 2014) beschreibt Igiaba Scego u.a. die Geschichte des Obelisken von Axum, den die italienischen Faschisten in Mussolinis Auftrag als Kriegsbeute 1937 nach Rom brachten, wo er bis 2005 das Stadtbild mitprägte. Erst 2008 wurde die historisch wertvolle Stele restituiert und am äthiopischen Originalstandort in Axum – wie auf dem Bild zu sehen ist – wieder aufgestellt. Foto: Ondřej Žváček (Quelle: Wikipedia – Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)
- Im 1971 erschienenen Roman „Gruppenbild mit Dame“ (Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2007) ergreift Heinrich Böll (1917-1985) Partei für die „Abfälligen“ (den „Abfall“) der Gesellschaft, für Außenseiter und Leistungsverweigerer. Der Roman wurde zum Bestseller und trug maßgeblich zur Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Böll im Dezember 1972 bei.
- Cover des teilweise auf Englisch, teilweise auf Spanisch und diversen Slangs verfassten – Teil 1 aus Prosa, Teil 2 aus Gedichten bestehenden – Buchs „Borderlands / La Frontera. The New Mestiza“ von der US-amerikanischen Autorin, Aktivistin und Feminstin Gloria Anzaldúa (1942-2004). Das Werk handelt von unsichtbaren Grenzen zwischen den USA und Mexiko: zwischen US-Bürgern und Mexikanern (sogenannten „Chicanos“) oder zwischen Männern und Frauen. Es entwirft ein neues Bild hybrider Weiblichkeit – der „neuen Mestiza“ (Erstausgabe: San Francisco, Aunt Lute, 1987). Quelle: Wikipedia
- Anmerkung: Helena Janeczek, „Lektionen des Verborgenen“, Übersetzung Moshe Kahn, Köln, Kiepenheuer & Witsch, 1999 (italienisches Original: 1997). – Helena Janeczeks im Interview ebenfalls zitierter, preisgekrönter Roman mit dem Titel „Das Mädchen mit der Leica“ soll im Herbst 2019 auf Deutsch im Berlin Verlag erscheinen.

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