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Hamburger Architektur Sommer 2019

Fotografie
Einfühlsame Portraits. Andreas Oetker-Kasts „music“, ELBJAZZ

An einem Ort, der einmal Hafen war und nun HafenCity ist, findet eine Fotografie-Ausstellung von Andreas Oetker-Kast statt, die sich dem Thema Musik widmet.
Das ELBJAZZ Festival in Hamburg findet in der kommenden Woche zum zweiten Mal auf beiden Seiten der Elbe, im Hafen und in der HafenCity statt und diese Schau ist Teil des Festivals. Rein geographisch gesehen, bildet die Galerie DOCK 56 neben der Elbphilharmonie dessen Zentrum.
Die Ausstellung "music" erzählt von der Faszination von Live-Musik.

Seit 2004 arbeitet der freie Fotograf Andreas Oetker-Kast mit Musikern, Musikagenten, mit Fachmagazinen und Plattenfirmen aus den Bereichen Jazz, Soul und Pop. Zu Beginn seiner Arbeit stand und steht ein kaum zu überbietender Antrieb: Gewachsen aus der eigenen Begeisterung für die besondere Atmosphäre und Magie, die nur bei Live-Konzerten entstehen kann, hat sich diese Leidenschaft zu einem umfassenden Ausstellungsprojekt entwickelt. Die Fotoarbeiten sind digitale Drucke auf Leinwand. Die kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen erhalten eine hautnahe Präsenz. Schon beim ersten Betrachten der Fotografien springt die Intensität der festgehaltenen Augenblicke über. In den Gesichtern und den Ausdrücken der Musikerinnen und Musikern ist etwas von deren Leidenschaft zu spüren. Sie sind tief eingetaucht in ihr Tun und werden selbst zu Musik und Klang. Und, was nicht minder wichtig ist, Andreas Oetker-Kast zeigt seine Einfühlsamkeit. Es sind viel weniger Portraits von Musikern als Portraits davon, was Musik mit den Musikern und uns Publikum macht. Portraits von Stimmungen. Visualisierungen der Musik.
„In einem guten Konzert“, sagt Andreas Oetker-Kast, „kann man Momente erleben, die über das reine Hören hinausgehen. Es entsteht etwas zwischen den Musikern und ihrer Kunst, in der Interaktion auf der Bühne, aber auch zwischen den Künstlern und uns, ihrem Publikum. Wir Zuhörer werden von den Musikern in ihrer Sprache angesprochen und sie nehmen uns mit auf eine Reise, die uns so schnell nicht mehr los lässt.“
Dreißig Werke zeigen internationale Stars wie B.B. King und Lizz Wright, Pat Metheny, Omar Sosa und deutsche Jazz-Musiker, Till Brönner oder Joo Kraus.


Andreas Oetker-Kast, 1964 in Baden-Baden geboren ist freiberuflicher Fotograf, lebt und arbeitet in Kiel. Nach dem Studium der Soziologie entschied er sich für eine Karriere in einer internationalen Public Relations-Agentur, zunächst sechs Jahre in Deutschland, anschließend zweieinhalb Jahre in den USA. Seit 2003 lebt er wieder in Deutschland und ein Jahr später folgte dann der Einstieg in die professionelle Fotografie mit Spezialisierung auf dokumentarische Fotografie in Bereich der Musik. Von 2006-2009 war er an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin, zuerst unter der Leitung des Fotoreporters Michael Trippel dann beim Gründer der Ostkreuzschule dem legendären Werner Mahler - mit Arno Fischer und Sybille Bergemann gehört er zu den namhaften ehemaligen DDR-Fotografen. Nationale und internationale Ausstellungen sowie Buchpublikationen machten seine Werke einem breiten Publikum bekannt. Die Ausstellung „music“ wurde bereits im 2010 zu den Jazztagen in Leipzig gezeigt, davor bei der Biennale in Florenz und bei „Sounds of Art“ in Kopenhagen.


Die Ausstellung ist vom 19. bis 31. Mai in der Galerie Dock 56 zu sehen.
Am Kaiserkai 56 in 20457 Hamburg
Öffnungszeiten: Mi.-Sa. 11-19 Uhr
Zur Ausstellung gibt es ein gleichnamiges Begleitbuch. Eine Ausstellung im Rahmenprogramm des ELBJAZZ Festivals 2011.
Kuratiert von Claus Friede.

Fotonachweis:
Alle Fotos © Andreas Oetker-Kast
Header: Lizz Wright
Galerie:
1. Marcus Strickland
2. Omar Sosa
3. Nils Landgren
4. Till Brönner
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