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Die Etablierung der Landesausstellungen

In Österreich wurden im 19. Jahrhundert mit Wirtschafts- und Gewerbebezug – erstmals und besonders nach dem Zweiten Weltkrieg mit Kulturbezug – Landesausstellungen in acht der Bundesländern etabliert. Ziel war und ist es, diese Großveranstaltungen mit jeweiligen identitäts- und kulturstiftendem Charakter einerseits in ihren regionalen historischen Kontexten zu untersuchen, hinterfragen, diskutieren und erinnern und andererseits, das in Hinblick auf den gegenwartsbezogenen gesellschaftlichen Ist-Zustand zu reflektieren, sowie um Zukunftsvisionen entwickeln zu können. Das Bundesland Niederösterreich begann 1951 mit der ersten Landesausstellung in modernem Gewand, gefolgt von der Steiermark, Ende der 50er Jahre und weiteren Ländern in den 1960ern.

 

Die oberösterreichischen Landesausstellungen (OÖ. Landesausstellung) haben ebenfalls eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert – genauer, im Jahr 1862 – fand in Linz, neben einem Volksfest die erste Landesausstellung statt. Waren diese zunächst bis 1927 mit einem primär (land-)wirtschaftlich Bezug abgehalten worden, änderte sich das Konzept nach einer jahrzehntelangen Pause 1965 vollständig, denn ab dann waren kultur- und sozialgesellschaftliche Schwerpunkte fokussiert.

 

Träger der Veranstaltungen, die über mehrere Monate festivalartig stattfinden, ist das Bundeslandes Oberösterreich, das Amt der OÖ. Landesregierung, Direktion Kultur und Gesellschaft. Die jeweiligen Austragungsorte sind individuell oder in verschiedenen Orten des Bundeslandes verstreut und erhielten im Laufe der Zeit auch einen kulturtouristischen Charakter.

 

Seit 1974 bis 1990 fanden die Landesausstellungen in jährlichem, danach in zweijährlichem, seit der Neuordnung 2018 finden sie in dreijährigem Rhythmus statt.

Im Jahr 2004 internationalisierte sich die OÖ. Landesausstellung erstmals und dachte über die Landesgrenzen hinaus. Zunächst war es das westlich angrenzende deutsche Nachbar- und Bundesland Bayern mit dem Titel: „Grenzenlos – Geschichte der Menschen am Inn“; im Jahr 2013 das tschechische Nachbarland mit der Region Südböhmen (Jihočeský kraj) und seiner Hauptstadt Budweis (České Budějovice) unter dem Motto: „Alte Spuren, Neue Wege“ im Norden gelegen.[1]

 

OÖ. Landesausstellung in Steyr

Vom 24. April bis 7. November 2021 wird die Landesausstellung in Steyr abgehalten. Die Stadt mit langer Geschichte hat bereits Erfahrung gesammelt, denn 1898, 1980 und 1987 sowie 1998 – mit weiteren Gemeinden gemeinsam – empfing Steyr neben den Bewohnern viele Gäste, Touristen, Kunst- und Kulturinteressierte. Steyr ist prädestiniert, denn in ihr vereinen sich viele kulturelle, historische und wissenschaftliche Aspekte so mancher Landesausstellung in Oberösterreich.

 

Im Jahr 1192 war Steyr, nach heutigem Sprachgebrauch, die Hauptstadt der Steiermark (damals: Herzogtum Steyermark) – daher die Namensähnlichkeit. Und noch heute erinnert das gleiche Wappen des Bundeslandes Steiermark und der Stadt Steyr an die Zeit der gemeinsamen Geschichte: ein weißer Panther.

Herzog Albrecht I. gewährt der Stadt am Zusammenfluss der Enns und Steyr zahlreiche neue Begünstigungen und Eisenhandelsprivilegien. Gleichzeitig bekommt Steyr mit diesem Schreiben auch das Stadtrecht verliehen. Das in lateinischer Sprache abgefasste sogenannte große „Privilegium“ ist die älteste Urkunde der Stadt.[2]

 

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Durch ihre überragende Stellung im Eisen- und später Stahlhandel und durch das einträgliche eisenverarbeitende Gewerbe war „Steyr neben Wien, Linz und Krems eines der wichtigsten urbanen Zentren im Einzugsbereich des österreichischen Donauabschnitts während des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Im 17. Jahrhundert kamen der Leinwand-, Rupfen und Tabakhandel sowie die Waffen- und Harnischmanufaktur hinzu, im 19. Jahrhundert die „Österreichische Waffenfabriksgesellschaft“[3]. „Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Produktion in der nun Steyr-Werke AG benannten Fabrik auf Automobile umgestellt und, nach einer vorübergehenden Eingliederung in die „Reichswerke Hermann Göring“ während des Zweiten Weltkriegs, diese Produktionsschiene auch nach 1945 mit der Erzeugung von Lastkraftwagen, Motorrädern, Fahrrädern sowie Wälz- und Kugellagern beibehalten. Seit 1950 wurden auch wieder Jagdwaffen und seit 1955 Militärfahrzeuge und Militärhandfeuerwaffen erzeugt. Mit dem Jahr 1987 begann die Zerschlagung des Konzerns in mehrere Teilunternehmen, zu welchen u. a. Steyr-Mannlicher (Jagd-, Sport- und Behördenwaffen), MAN-Steyr (Lastkraftwagen) und Magna-Steyr (Fahrzeugtechnik) gehören. Im Bereich der Automobilindustrie ist heute auch das Werk des deutschen MAN Truck & Bus-Konzerns als wichtiger Wirtschaftsfaktor zu nennen.“[4] Für das Jahr 2023 plant allerdings der Vorstand des Münchner Lastwagenbauers die Komplettschließung des Werks in Steyr, was nicht nur knapp 2.500 Arbeitsplätze im Werk kosten, sondern auch viele Zuliefer- und Dienstleistungsbetriebe betreffen würde und eine eklatante Auswirkung auf Stadt und Region hätte.[5] Auf der Homepage des Produktionsstandorts Steyr von MAN wird noch Ende 2020 „der Launch einer neuen Fahrzeug-Baureihe“ und mit Innovationen und dem Thema Elekromobilität geworben.[6]

 

Steyr versteht sich also traditionsbedingt als Arbeiter- und Handelsstadt und die knapp 40.000 Einwohner leben in und mit diesem Selbstverständnis. Als Industriestandort, Stadt von Manufakturen und des Handels war man hier immer abhängig von Arbeit, Produktion und Dienstleistungen, errang aber auch damit Wohlstand und Einfluss. Ob diese Identifikation allerdings eine Zukunft hat, ist fragwürdig. Steyr könnte und müsste sich – auch durch die Landesausstellung – neu erfinden.

 

So heißt das Landesausstellungsmotto auf der soeben freigeschalteten Website:

„Eine Stadt erzählt die Geschichte unserer Gesellschaft

Aufstieg und Krise, Kampf und Rebellion, großer Luxus und kleine Freuden, Industrialisierung und Innovation, Gegenwart und Zukunft. Die OÖ. Landesausstellung ARBEIT WOHLSTAND MACHT zeigt 2021 die Entwicklung unserer Gesellschaft vom Mittelalter bis in die Gegenwart am Beispiel der Stadt Steyr. An den drei Standorten Museum Arbeitswelt, Innerberger Stadel und Schloss Lamberg erzählt die Ausstellung bewegende Geschichten von Arbeiter*innen, Bürger*innen und Adeligen, die bis heute die Stadt und die Mentalität der Menschen prägen.


Reden wir über ARBEIT, WOHLSTAND und MACHT!

Vor dem Hintergrund der historischen Erzählungen wollen wir uns über die eigenen Erfahrungen und Gewohnheiten austauschen: Wie wollen wir arbeiten? Wie soll Wohlstand verteilt sein? Wer soll über wieviel Macht verfügen? Mit einer Feldforschung zu aktuellen Arbeitsfragen, zugespitzten Wohlstandsformeln und Spielen der Macht“[7] wird das Thema präzisiert.

Noch bis ins Jahr 2019 hieß der Arbeitstitel der OÖ. Landesausstellung in Steyr: „Adel – Bürger – Arbeiter. Der Weg zum modernen Oberösterreich“[8] und war auf gesellschaftliche Stände in ihrer monolithischen Setzung bedacht. Der neue Dreiklang „Arbeit, Wohlstand, Macht!“ löste die eher statuarisch und historisch zu empfindende konfliktreiche Kategorisierung auf und lässt sie sowohl ins Aktive wie ins Passive frei. Denn nicht nur die Frage einer Dynamik innerhalb einer Gesellschaft, bestimmte Stände aus eigener Kraft zu verlassen und sich nicht auf ewig dort definieren zu müssen – wohin Tradition und Konvention die Menschen steckten, wurde aufgelöst, vielmehr wurde dem Willen des Menschen, Ziele zu erreichen, zu streben, etwas mit seiner Leistung zu verändern, produzieren, verbessern und regeln zu wollen, Rechnung getragen – und deren Geschichten sollen erzählt werden. Das „von Gott gegeben“ ist längst gewichen und es werden nunmehr andere Geschichten erzählt. Geschehen diese Prozesse der Überwindung und Veränderung im demokratischen Gemeinsinn, dass alle an etwas arbeiten, was alle angeht, dann gibt es auch Raum für eine gemeinsame Zukunft.

Die im aktuellen Dreiklang außerdem innewohnenden Fragen und Wortspiele: „Macht Arbeit Wohlstand?“ / „Arbeit macht Wohlstand“ / „Wohlstand macht Arbeit“ etc. agieren ebenfalls mit den vorher genannten Auflösungsprozessen und ändern die jeweiligen Blickwinkel auf das Leben.

 

Daniela Limberger, Leiterin des Stadtmarketing Steyr, erhofft sich von der Landesausstellung viele neue Impulse. Sie sei nicht nur wertvoll für die Stadt, sondern für die gesamte Region, weil sie die Bevölkerung motiviere sich zu engagieren, sich einzubringen und einen Ausdruck des Selbstverständnisses darstelle. „Wir haben ein Begleitprogramm parallel zu den großen Ausstellungen geplant und einen Aufruf gestartet, Projekte und Aktionen für 2021 vorzuschlagen. Rund 60 Einreichungen und Eigeninitiativen sind bis Ende Oktober eingegangen, nun kommt das Sichten und Sortieren und die Auswahl.

Wir hoffen für die Menschen auf eine unbelastete Zeit ohne Pandemie- und Lockdown-Bestimmungen, damit sich das Lebensgefühl als kultureller Ausdruck auch entfalten kann. Die Menschen merken, wie es sich anfühlt, analog ‚offline‘ zu sein, sie benötigen den atmosphärischen, realen und sozialen Erlebnischarakter!“

 

Die OÖ. Landesausstellung soll nach 2021 letztmalig in dieser Art und Weise durchgeführt werden. Was das konkret heißt, bleibt zunächst noch offen.[9] Zumindest ist vorgesehen, für die Landesausstellungen nach 2027 einen neuen Ausschreibungsprozess zu starten. Dabei werden jeweils nur noch zwei Landesausstellungsprojekte im Voraus geplant und die Landesförderung für die OÖ. Landesausstellungen bzw. Landesgartenschauen wird gedeckelt.[10]

 

Die Dynamiken in der Stadt sind spürbar. Zum Exempel stehen drei aktuelle Architekturprojekte und stadtplanerische Überlegungen: Der Bau des Stegs über die Enns des Architekturbüros „Marte.Marte“ aus Vorarlberg ist eines dieser dynamikschaffenden Beispiele. Es ist nicht nur eine Fußgängerbrücke im Jahr 2017 entstanden, sondern ein ästhetischer, fast schon künstlerischer Brückenschlag aus Cortenstahl ins historische Zentrum der Stadt. Dazu kommt eine 260 Meter lange Fassade einer zweigeschossigen Parkgarage auf der östlichen Uferseite, die gemeinsam mit dem Ennssteg als zusammenhängende Landschaft interpretiert wurden.[11] Die metallene Patina begleitet die Fußgänger durch eine Hausöffnung direkt auf den gegenüberliegenden Stadtplatz und zum Rathaus.

Dieser Brückenschlag ist ein Ausdruck von Willkommenskultur, denn er sieht den Fluss nicht als Hindernis oder wirtschaftliche Energiequelle, sondern als erzählerischen Bestandteil einer Stadt. Steyr kann nach wie vor unerwartet neu und ungewohnt gesehen werden.

 

Gleiches gilt auch für ein weiteres Projekt und neues Wahrzeichen von Steyr: der Panoramalift, der vom Michaelerplatz auf den Tabor führt und im August 2020 eröffnet wurde. Dieser Ort ist mit unterschiedlichen Konnotationen und Erinnerungen versehen. Der Eingang zum heutigen Lift führt in den „Taborstollen“. „Ab September 1943 mussten hier Kriegsgefangene aus Italien, Frankreich und der Sowjetunion bei der Errichtung des 800 Meter langen Stollensystems Zwangsarbeit leisten, eine gefährliche Arbeit, geprägt von Angst, Ohnmacht, Leid und Tod.“ Der Stollen diente als Luftschutzkeller, der den Zwangsarbeiter allerdings verwehrt war.[12]

Eine Gedenktafel erinnert vis-a-vis des Aufzugs an das Vergangene.

In der Höhe angekommen, haben die Besucher einen herrlichen Blick gen Süden auf Stadt und Flüsse.

 

Ein Jahr vor Eröffnung des Panoramalifts wurde der Neubau der Fachhochschule Oberösterreich Steyr Campus III fertiggestellt, der u.a. die Bibliothek und Seminarräume beherbergt. Der Baukörper des Linzer Architekturbüros Kneidinger ZT[13] liegt parallel und direkt mit Zugang zur Steyr jenseits des Museums Arbeitswelt im historischen Industrieviertel. Strategisch in die Zukunft gedacht, hat man hier einen Campus erschaffen, der mit seinen Studiengängen die Digitalisierung von Unternehmensprozessen sowie die Interkulturalität in zukünftigen Interaktionsprozessen fokussiert.

Die ineinandergreifenden unterschiedlich erscheinenden Mechanismen von Lehre, Architektur, Kulturtourismus, Regional- und Europapolitik – auch mit einem Blick auf andere Kulturen, zieht junge Studierende an und sorgt auch für einen Wandel regionaler Identitäten. „Gestalt geben, atmosphärischen Raum kreieren und bauen“[14] ist hier gelungen und verwirklicht worden.

 

Obwohl es nach wie vor eine bescheidene Mentalität der Arbeiterschaft in Steyr gibt, ohne allzu große Selbstverliebtheit, ist dennoch das Selbstbewusstsein – auch durch derlei Projekte ­– ausgeprägt.

 

Reden wir über Arbeit

Zurück zum Programm der Landesausstellungen: Das Museum Arbeitswelt, im Komplex der ehemaligen Messer- und Waffenfabrik, das sich im April 2021 nach den Umbauarbeiten im neuen Gewand zeigt und einen Teil der OÖ. Landesausstellung präsentiert, widmet sich bereits seit Gründung der Entwicklung der Arbeits- und Sozialgesellschaft mit all seinen Facetten von Produktion, Migration, Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Gerechtigkeit, Armut, Flucht sowie von Innovation, Industrialisierung und Wirtschaftswachstum. Das Museum entstand aus der OÖ. Landesausstellung 1987 und hat ein sehr eigens, einzigartiges Konzept mit großer Flexibilität und schneller Reaktion auf Veränderungen und das Zeitgeschehen in der Gesellschaft.

 

Mit der in den letzten Jahren laufenden Ausstellung Arbeit ist unsichtbar[15] (2018-20) sind Fragen zur Digitalisierung, Flexibilisierung und Individualisierung gestellt worden. Dieser Dreiklang prägt – weit über Steyr und Oberösterreich hinaus – die Diskussion über die zukünftige Arbeitswelt. Wenn an Arbeit gedacht wird, dann vor allem durch historisch erlerntes: Fabriken, Büros, Maschinen, Werkzeuge, Manager, Computer, Energie, Rohstoffe und an Menschen, die ihre Arbeit tun.

Arbeit hat jedoch viele unsichtbare Aspekte: geistige, soziale, gefühlsbetonte. Die Fragen, die sich in unserer Zeit stellen, haben etwas mit der Ab- und Auflösung von Gelerntem zu tun, mit Ängsten und Herausforderungen durch Veränderung, mit psychischen Prozessen, die die Menschen auch krank machen bei Überforderung, Stress und anderen Zwängen.

Der kritische Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen und die Suche nach Antworten auf die aktuellen Digitalitätswirklichkeiten[16] sind hier fokussiert.

 

Reden wir über Wohlstand

„Der Innerberger Stadel ist Sinnbild für den Reichtum der Stadt durch Eisenhandel und Industrie. Die Ausstellung nimmt die Besucher mit in die Welt der Kaufleute, Industriellen, Intellektuellen und Handwerker*innen von der Zeit der vorindustriellen Eisenwirtschaft bis zu den innovativen und kreativen Unternehmen der Gegenwart“, heißt es erläuternd auf der Homepage der OÖ. Landesausstellung.

Allein das Äußere des am Grünmarkt gelegenen und 2019 renovierten Renaissance-Museumskomplexes, mit modernen Zubauten auf der Rückseite, zeigt direkte Verbindungslinien von Wohlstand und Kultur. In dem neuzugestaltenden stadtgeschichtlichen Museum sollen für die Landesausstellung vollkommen neue Bereiche geschaffen werden, die anschließend nachhaltig genutzt werden können. Visualisierungen zeigen bereits Ideen für eine ansprechende, besucherführende und zeitgemäße Präsentation.

 

Reden wir über Macht

Auf der Suche nach den Geheimnissen, Verführungen und Notwendigkeiten der Macht ist der Ausstellungsteil im Schloss Lamberg. Das im barocken Stil gebaute Schloss, oberhalb der Steyr und dem Zusammenfluss mit der Enns, dient als Symbol für Prunk und Reichtum, für Luxus und Macht. Ob und wie diese Terminologien in kausalen Zusammenhängen stehen? Spiele der Macht müssen beherrscht werden.

Dazu gehört Wissen und taktische Anwendung. „Strategische Hochzeiten, harte Verhandlungen, Krieg und Intrigen bestimmten den Lauf der Geschichte und die Verteilung von Einfluss, Geld und Gold“, heißt es im Werbetext zur Landesausstellung des Schlossmuseums. Ist das nicht bis heute so? So ist auch der Niedergang des Adels und der Macht als Bestandteil der Ausstellung vorgesehen.

Ein virtueller Rundgang durch die Schlossbereiche wird bereits seit einiger Zeit auf der Homepage angeboten.[17]

 

Wer nun allerdings glaubt, die OÖ. Landesausstellung sei hauptsächlich fokussiert auf die drei Ausstellungsstationen, der irrt. Daniela Limberger betont, dass „ganz Steyr Landesausstellung ist, jeder Platz, jeder Gasse, mit kurzen Wegen, fußläufig.“ Außerdem verweist sie auf das Konzept der Nachhaltigkeit und sagt: „Steyr ist immer Landesausstellung!“


Oberösterreichische Landesschau Steyr 2021

Vom 24. April bis 7. November 2021

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu "Arbeit ist unsichtbar": Harald Welzer: Zeitenwende, die Zukunft der Arbeit und das Ende der europäischen Arbeiterbewegung (KulturPort.De) und ein Austellungsportrait auf "Modellfall Steyr: Arbeit ist unsichtbar" auf Stadtmarketing Austria.

Fußnoten:

[1] Vgl.: STEIN, Regina: Österreichische Landesausstellungen. Entstehung, Funktion & regionale Bedeutung. Peter Lang Verlag Academic Research, Frankfurt am Main 2016

[2] Quelle: Raimund Ločičnik (Stadtarchiv Steyr)

[3] Weitere detaillierte Informationen zum Handel in Oberösterreich: https://www.ooegeschichte.at/themen/wirtschaft-und-industrie/geschichte-des-handels-in-ooe/einleitung-handel-in-ooe/ (08.12.2020)

[4] Vgl.: SERLES, Andrea: Quellen zur Österreichischen Wirtschaftsgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts; Der Donauhandel, Wien

[5] Vgl.: Der Standard (Wirtschaft) vom 16. September 2020: MAN-Werk Steyr schließt in drei Jahren, 2.300 verlieren Arbeitsplatz (https://www.derstandard.at/story/2000120058060/man-werk-steyr-schliesst-in-drei-jahren-2-300-verlieren)

[6] Vgl.: https://www.mantruckandbus.com/de/unternehmen/produktionsstandorte/steyr.html (08.12.2020)

[7] Quelle: https://landesausstellung.at/ (19.12.2020)

[8] Quelle: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/209167.htm Überschrift: Ausblick (04.12.2020)

[9] Vgl.: Oberösterreichische Nachrichten: (hes) „Die Landesausstellung 2021 in Steyr wird wohl die letzte in dieser Form sein.“, 15.07.2020 (https://www.nachrichten.at/kultur/landesausstellung-2021-diese-schau-ist-fuer-uns-der-jackpot;art16,3274621

[10] Vgl.: Homepage von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer (https://www.thomas-stelzer.at/ooe-landesausstellung-und-landesgartenschau-landeshauptmann-mag-thomas-stelzer-und-landesrat-max-hiegelsberger-planen-neuaufstellung-fuer-mehr-qualitaet-und-bessere-planbarkeit/) (18.12.2020)

[11] Vgl.: https://www.marte-marte.com/projekt/ennssteg#slide0 (18.12.2020)

[12] Vgl.: Mauthausen Komitee Österreich: Gedenktafel beim Taborstollen (https://www.mkoe.at/en/node/1215)

[13] Weitere Informationen: https://www.architektenkneidinger.at/projekte/

[14] Vgl. Edgar Eller: Relevanz und Wirksamkeit von Stadtmarketing. (https://www.stadtmarketing.eu/relevanz-und-wirksamkeit/?fbclid=IwAR253XO2Ge856v254XWsIldWSEO9xkmeGoC4kQ9DcJg62Sfw_x9PPKBRV0M)

[15] Siehe Homepage sowie YouTube-Video: Arbeit ist unsichtbar – Imagefilm zur Ausstellung (https://www.youtube.com/watch?v=MMi2TQPrWQE) 1:25 und Publikation MISIK, Robert Misik; SCHÖRKHUBER, Christine; WELZER, Harald: Arbeit ist unsichtbar. Die bisher nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit (https://www.picus.at/produkt/arbeit-ist-unsichtbar/)

[16] Digitalität meint hier vornehmlich die Verschränkung von „digitalen" und „analogen" Wirklichkeiten. Sie ist als Bestandsaufnahme des Ist-Zustands der analogen und digitalen Medien zu verstehen. Die Untersuchung unterschiedlicher Einflüsse dieser Entwicklung auf verschiedene Lebenswelten stehen im primären Fokus. Die Kultivierung sozialer Handlungen im Digitalen nimmt auch Einfluss auf das analoge Zusammenleben.

[17] https://www.schlosslamberg.at/virtuelle-tour-schloss-lamberg.html

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