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Nach den pandemiebedingten Verschiebungen in den letzten beiden Jahren plant das Filmfest Dresden in seiner 34. Ausgabe wieder in den Frühling zurückzukehren. Wenn es das Pandemiegeschehen erlaubt, lädt das Team um die Festivalleiterinnen Sylke Gottlebe und Anne Gaschütz vom 5. bis 10. April 2022 filmbegeisterte Zuschauer:innen und interessiertes Fachpublikum zu einem breitgefächerten Programm der besten Kurzfilme aus aller Welt in die sächsische Landeshauptstadt ein. Aus über 2.700 Einreichungen stellen die Auswahlkommissionen die Programme für den Nationalen, Internationalen sowie Regionalen Wettbewerb zusammen. In diesem Jahr werden Preisgelder im Wert von rund 71.000 Euro vergeben. Das vollständige Programm des 34. Filmfest Dresden wird bei der Pressekonferenz am 15. März 2022 in der Schauburg Dresden bekannt gegeben.

 

Neben den Wettbewerben präsentiert das Filmfest Dresden wie immer ein vielfältiges Angebot an Sonderprogrammen, mit Themen- und Länderschwerpunkten, Retrospektiven, Jugend- und Kinderfilmen. In diesem Jahr befassen sich mehrere Reihen mit dem Schwerpunkt Geschlechtergerechtigkeit:

 

„Das fünfte Jubiläum des LUCA Filmpreises nehmen wir zum Anlass, das Thema Geschlechtergerechtigkeit als inhaltlichen Schwerpunkt ins Zentrum unserer Sonder- und Fachprogramme zu stellen. Dabei gehen wir unter anderem der Frage nach, wie sich Marginalisierung und Unterrepräsentation, die auf Geschlechterrollen oder anderen Identitätskategorien beruhen, inhaltlich und strukturell auf das (Kurz-)Filmschaffen auswirken“, erklärt Festivalleiterin Sylke Gottlebe. „Der Künstlerin Keiko Hoshino, mit der wir schon einige Jahre zusammenarbeiten, ist es erneut gelungen, das Schwerpunktthema im aktuellen Festivalmotiv bildlich aufzugreifen.“

 

Als Kuratorin eines der insgesamt drei Programme zum Thema Geschlechtergerechtigkeit wurde die argentinische Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin Albertina Carri eingeladen, die außerdem als Künstlerische Leiterin von „Asterisco“, einem Filmfestival über sexuelle Vielfalt in Buenos Aires, tätig ist. Die ausgesuchten Beiträge untersuchen, wie Diversität im zeitgenössischen Kurzfilm thematisiert und strukturell umgesetzt und wie Geschlechtergerechtigkeit, Feminismus und das Streben nach Gleichberechtigung länderübergreifend verhandelt werden.

 

Begleitet werden die Filmprogramme zum Schwerpunkthema von zwei Diskussionsveranstaltungen: Die Diskussion „Queer voices“ betrachtet Kurzfilme im Hinblick auf ihre Erzählweisen, Inhalte und künstlerischen Ansätze und befasst sich mit Fragestellungen, was einen queeren Film ausmacht und welche Narrative als queer wahrgenommen werden.

 

Die zweite Veranstaltung „What’s the point of diversity?“ nimmt die Vielfältigkeit in der Festivallandschaft in den Blick und wirft u.a. die Frage auf, wie Filmfestivals ein offener und sicherer Raum für alle Geschlechtsidentitäten werden können.

 

In zwei Programmen, jeweils kuratiert von Mariana Hristova und Hristo Hristozov, beleuchtet die diesjährige Diskursreihe verschiedene Positionen des filmischen Schaffens in Bulgarien. Die bulgarische Filmkritikerin und Programmerin Mariana Hristova unternimmt im Programm „Captions from a Social Metamorphosis“ eine Reise durch die letzten drei Jahrzehnte des politischen und sozialen Übergangs in Bulgarien. So behandelt der Kurzspielfilm TRAINS(2011) von Pavel Vesnakov das Phänomen der „working poor“ als grausame Konsequenz des kapitalistischen Systems.


Das zweite Programm im Rahmen von Diskurs Europa wird von Hristo Hristozov kuratiert, der als Berater unter anderem im Bereich von Kino und Kulturmanagement tätig ist. Außerdem arbeitet er für verschiedene Filmfestivals und Filmkultureinrichtungen. Mit seinem Filmverleih brachte er unter anderem den mit dem Goldenen Bären der Berlinale ausgezeichneten Film TOUCH ME NOT von Adina Pintilie heraus.

 

Die Reihe „Fokus Québec“ wird in diesem Jahr von der franko-kanadischen Regisseurin und Bildhauerin Caroline Monnet kuratiert, die eine Auswahl von Arbeiten von First-Nation-Kanadierinnen zusammengestellt hat.

In Kooperation mit dem Encounters Film Festival in Bristol widmet sich die Reihe „Animated“ in diesem Jahr dem Schwerpunktthema Geschlechtergerechtigkeit.

 

Quelle: Filmfest Dresden

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