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Sechs nordrhein-westfälische Schulen werden in das internationale Netzwerk der UNESCO-Projektschulen aufgenommen, die in ihren Leitbildern, im Schulalltag und in ihrer pädagogischen Arbeit die Ziele und Werte der UNESCO verankern. Heute übergeben die Schul- und Bildungsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, und der Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen, Klaus Schilling, die Urkunden der UNESCO an die Vertreterinnen und Vertreter der sechs Schulen in einer Feierstunde im nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule und Bildung.


Yvonne Gebauer erläutert: „Die Schulen in Bergisch Gladbach, Bielefeld, Dortmund, Krefeld, Recklinghausen und Verl eint, dass die UNESCO-Leitthemen die gesamte Schulkultur prägen – vom außerschulischen Lernen über das schulische Leben bis in den Unterricht hinein. Dadurch ermöglichen sie den Schülerinnen und Schülern einen konkreten und handlungsbezogenen Erkenntnisgewinn und eine ganzheitliche Wertebildung.“


Klaus Schilling erklärt: „Wir freuen uns sehr, die neuen UNESCO-Projektschulen in Nordrhein-Westfalen als aktive Mitglieder des weltweiten Schulnetzwerks der UNESCO willkommen zu heißen! Damit werden ihre Anstrengungen und Leistungen für eine hochwertige Bildung im Zeichen der nachhaltigen Entwicklungsziele gewürdigt. Die Schülerinnen und Schüler werden darin gestärkt, ihre Gestaltungs- und Handlungskompetenzen auch außerhalb der Schulen einzusetzen. Zugleich bildet das starke Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Nordrhein-Westfalen einen guten Raum für die Lehrkräfte, um die eigene Praxis zu reflektieren und gemeinsam auszurichten.“


Die sechs ausgezeichneten Schulen setzen sich auf vielfältige Weise für die Ziele und Werte der UNESCO ein. Auch in der Zeit der Covid-19-Pandemie haben sie mit ihren Beiträgen die Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Demokratie- und Menschenrechtsbildung vor Ort gestärkt. So haben die Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Gesamtschule in Bergisch Gladbach ihre Stadt im Projektunterricht eigenständig erkundet und unter dem Titel „Wir retten Bergisch Gladbach“ Verantwortung für die Gestaltung der Stadt übernommen. Hierfür wurden die Schülerinnen und Schüler im November 2020 mit dem Heimatpreis ausgezeichnet. Das Gymnasium Verl hat die Planungen für ein Klimaresilienz-Projekt aufgenommen, bei dem der Grünbestand der Stadt unter die Lupe genommen wird und Vorschläge für eine Verbesserung der klimarelevanten Infrastruktur der Stadt gemacht werden. Die Schülerinnen und Schüler der „Umwelt und Mehr“-AG der Gesamtschule Scharnhorst in Dortmund haben mit ihrem Beitrag zum Thema „Nachhaltiger Konsum“ den Förderpreis des BundesUmweltWettbewerbs gewonnen. Das Ratsgymnasium Bielefeld hat den 10. Dezember 2020 als Tag der Menschenrechte für vielfältige Projekte und Aktivitäten genutzt und damit ein wichtiges Zeichen für Menschenrechte und Demokratie gesetzt. Am Berufskolleg Uerdingen in Krefeld spielen der Einsatz für die nachhaltige Entwicklung und die Stärkung der Schülerinnen und Schüler eine besondere Rolle. In internationalen ebenso wie lokalen Kooperationen werden dabei innovative Bildungsprojekte realisiert, die vom Einsatz gegen Mobbing bis zu zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten reichen. Die Käthe-Kollwitz-Schule in Recklinghausen beteiligte sich mit ihren Partnerschulen in Israel und Namibia an dem Aufruf „We Are All Global Citizens“ und engagierte sich damit für internationale Verbundenheit auch in Pandemiezeiten. Zuletzt haben Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Mai 2021 eine digitale Fotoaktion gegen Homo- und Transfeindlichkeit gestaltet und damit ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Respekt gesetzt.

 

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission

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