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Im denkmalgeschützten ehemaligen Aubinger Heizkraftwerk haben die Bauarbeiten für das Bergson Kunstkraftwerk begonnen. Das spartenübergreifende Kulturzentrum wird ab Herbst 2023 als neues Highlight das Kulturleben des Münchner Westens bereichern. Mit dem Bergson entsteht ein facettenreicher Kulturort für Jedermann, gepaart mit kulinarischen Angeboten für alle Gelegenheiten.


Initiatoren und Bauherren sind die Brüder Michael und Christian Amberger, Inhaber und Geschäftsführer des Münchner Familienunternehmens Allguth, die ihr Herzensprojekt privat finanzieren. Für das spektakuläre Bauvorhaben konnte das Münchner Architekturbüro Stenger2 gewonnen werden. Künstlerischer Berater ist der international gefeierte Bariton Thomas E. Bauer, der als Intendant des Konzerthaus Blaibach einen reichen und kreativen Erfahrungsschatz mitbringt.


Im Bergson wird Kulturerlebnis neu gedacht. Das ehemalige Heizkraftwerk bietet Raum für Begegnungen zwischen Kultur, Kulinarik und Mensch, die in immer wieder neuen Konstellationen zusammenfinden werden. So beheimatet das Bergson ein imposantes Atrium mit Bar, eine Bel Étage mit schönen Ausblicken und ein Restaurant mit Lounge und Bar. Im Untergeschoss des Gebäudes ist ein Jazzkeller geplant. In den oberen Etagen, oberhalb der stillgelegten Silos wird es eine Kunstgalerie und einen Salon geben. Diese Orte sind flexibel für vielfältige Event-Formate nutzbar. Darüber hinaus haben die Bauherren – der bayerischen Tradition verpflichtet – an einen atmosphärischen Biergarten gedacht. Durch die günstige Lage und gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln bieten sich hier sowohl geplante Besuche zu Veranstaltungen als auch ein spontanes Vorbeischauen zum Verweilen an.


Im zweiten Schritt ist geplant, den bereits genehmigten Neubau zu realisieren, der direkt an das Bergson Kunstkraftwerk anschließt. Es bestehen Überlegungen, in dem Gebäude einen Konzertsaal mit rund 400 Sitzplätzen zu integrieren – eine Saalgröße, die München für große Kammermusikkonzerte noch fehlt. Neben dem eigenen kuratierten Programm könnten die Säle und Räume auch für Fremdveranstaltungen angeboten werden, wobei auf vielfältiges und nahbares Angebot geachtet wird. Rund 300 Konzertveranstaltungen pro Jahr stellen sich die Bauherren vor. Für die Umsetzung dieses visionären Projekts sind die Brüder Amberger offen für Investoren und Mitstreiter, die ebenso wie sie an den Mehrwert des neuen Musik-Hotspots für das kulturelle Leben in München und weit darüber hinaus glauben.


2005 kauften Michael und Christian Amberger das vergessene, imposante Gebäude samt 20.000 Quadratmetern Außengrund. Der riesige kubische Bau lässt Raum für zahllose Ideen, auch deshalb wurde viele Jahre geplant und wieder verworfen, bis 2017 aus der Vision eines Kulturorts Realität wurde. „Ich war dem Charme dieses Gebäudes sofort erlegen. Es ist ein Gefühl wie in einer Kathedrale, man spürt unglaublich viel Kraft und Flair“, schwärmt Michael Amberger, und auch Christian Amberger kann sich dem imposanten Bau nicht entziehen: „Wären wir in London oder Berlin, wäre er vielleicht nichts Besonderes, aber so etwas gibt es in ganz Süddeutschland kein zweites Mal. Das erhabene Innere hat mich sofort gepackt. Heute baut man eng und effektiv, ein solches Raumgefühl ist schon lange nicht mehr alltäglich.“


Thomas E. Bauer freut sich über die offene Herangehensweise: „Hier wird ein Gebäude frei und von den Ereignissen her gedacht und nicht vorrangig durch Zielgruppenanalysen bestimmt. Strauss und Wagner selig freut’s vielleicht.“


Benannt nach dem französischen Philosophen und Literatur-Nobelpreisträger Henri-Louis Bergson (1859–1941) und der nahegelegenen Bergsonstraße entsteht in dem Bauwerk aus den 1920er Jahren ein Kulturort, der für Vielfalt, Stadtgeschichte, Denkmalschutz und Artenreichtum gleichermaßen wertvoll ist – ein einzigartiger Ort, den die Brüder Amberger nun der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Erhaltung der Außenarchitektur, der Graffitikunst im Inneren und auch der Lebensraum der im Münchner Großraum nur noch dort beheimateten, geschützten Mopsfledermaus haben bei dem Vorhaben einen großen Stellenwert. Unbekannt bleibt wohl der Schöpfer des Ursprungsbaus, wie Architekt Markus Stenger verrät: „Die historischen Pläne des Bergson vergilben entweder in unerreichbaren Archivtiefen oder sind in den Kriegswirren verloren gegangen. Wir werden nie erfahren, wer sich diese Schönheit ausgedacht hat.“

 

Quelle: Ophelias Culture PR

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