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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Der erste Preis, der mit 16.000 € dotiert ist, ging an den spanischen Film ESTA NO ES UNA PERSONA des Regie-Duos Miguel Rodriguez und Pablo Ostarek. Der Film erzählt die Geschichte einer Frau, die an der Glasknochenkrankheit leidet, fokussiert dabei aber auf die innerfamiliäre Dynamik, die entsteht, als sie sich für ein selbstbestimmtes Leben entscheidet.

Jurymitglied Gunter Hanfgarn: Wenn ein Arzt dir sagt, dass dein Kind nicht lang zu leben hat, dann beeinflusst dies dein Familienleben nachhaltig. ESTA NO ES UNA PERSONA erzählt uns von Familiendynamik und den Beziehungen zwischen zwei Schwestern und ihrer Mutter, die nachhaltig von einer seltenen Krankheit beeinflusst sind.

 

Der Zweite Preis, mit 9.000 € dotiert, ging  an den kanadischen Kurzfilm LUMEN von Sarah Seené. Dieser experimentelle Film der jungen Filmemacherin bekundet schon mit dem Titel Lumen die Absicht, sowohl das Schicksal eines blinden Albino-Mädchens künstlerisch adäquat in einem Film darzustellen als auch die Dimension des Lichts für die Gattung selbst zu thematisieren.

Juror Florian Weghorn: LUMEN ist künstlerisch herausragend. Der Film ist viel mehr als eine Kurzfilm-Dokumentation über einen Teenager, der an Albinismus leidet. Er spricht alle unsere Sinne an und zeigt uns dabei eine uns unbekannte Lebenswirklichkeit.

 

Der dritte Preis, mit 3.000 € dotiert, ging an FRASER AND ME von Kyle Ann Grandis, die ihre eigene Geschichte im Film erzählt. Sie wurde als weltweit 75. Patientin mit dem Gendefekt Fraser Syndrome diagnostiziert und begibt sich im Alter von 22 Jahren auf eine weite Reise, um weitere Menschen mit dieser seltenen Krankheit zu finden.

Juror Heino Deckert: FRASER AND ME erzählt von einer jungen Frau, die ein paar der wenigen Menschen trifft, die ihre Krankheit l, das Fraser Syndrome teilen. FRASER AND ME lädt uns zu einer ganz besonderen, liebevollen und freudigen Weltreise ein.

 

In diesem Jahr hat die Jury zwei mit jeweils 1.000 € dotierte Spezial-Preise ausgelobt, die sich mit dem Thema COVID-19 befassen. Diese beiden Preise gingen an Pulkit Tomar für BASTAA, einen Film aus Indien und an den italienischen Beitrag BUONANOTTE/GOODNIGHT von Yohana Ambros.

 

In der digital aufgezeichneten Preisverleihung waren die GewinnerInnen aus Spanien, Kanada, den USA, Indien und Italien zugeschaltet und erfuhren mit großer Freude und Begeisterung von ihren Preisen. Moderator Knut Elstermann gelang es im charmanten Gespräch die räumliche Distanz zu den Gewinnern vergessen zu machen, die Jury konnte mit herzlichen Worten die Preise an die Gewinner übermitteln.

Das RARE DISEASE FILM FESTIVAL fand im Rahmen des internationalen RARE DISESAE DAY statt, der alljährlich am letzten Februartag des Jahres begangen wird. An diesem Tag soll der Fokus auf die Menschen gelegt werden, die an seltenen Krankheiten leiden, weltweit sind es ca. 350 Millionen. Der Umgang mit einer seltenen Erkrankung ist unterschiedlich – je nachdem auf welchem Kontinent die Betroffenen leben, welchen kulturellen Hintergrund sie haben und wie ihre ökonomische Situation ist. Die Krankheit ist immer da, sie beeinflusst den Alltag, das Leben der Angehörigen und die sozialen Beziehungen. Es gibt kein besseres Medium als den Film, um von diesen vielfältigen Geschichten zu erzählen und die Lebenssituationen erfahrbar zu machen. Mit dem RARE DISEASE FILM FESTIVAL ist es gelungen, Menschen mit seltenen Krankheiten eine künstlerische Plattform und eine ganz eigene Stimme zu geben.

Auf der Konferenz des RARE DISEASE DAY trafen sich auch in diesem Jahr Wissenschaftler, Patientenorganisationen, Betroffene und Angehörige der Gesundheitsberufen, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. In diesem Jahr wurden in einer Podiumsdiskussion die Probleme beleuchtet, die für Menschen mit seltenen Krankheiten durch die aktuelle Pandemie entstanden sind und die Vorteile internationaler Diagnostik- und Forschungskooperationen beleuchtet. Die Konferenz war international besetzt, Patientenorganisationen, Ärzte und Wissenschaftler aus Spanien, Italien, Pakistan und Deutschland saßen auf dem Podium.

 

Quelle: Lilie2A PR

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