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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Mit einem Festakt und einem vielseitigen digitalen Kulturprogramm feiert die Künstlerresidenz der Villa Aurora am 1. Dezember ihr 25-jähriges Bestehen. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr bildet die Uraufführung von Aurora (aus: Nachtschatten) von Helmut Oehring, der als Sohn gehörloser Eltern und Wehrdienstverweigerer in der DDR zunächst als Autodidakt, später als Meisterschüler von Georg Katzer seinen Weg zur Musik fand und heute international als einer der „einflussreichsten audiovisuellen Komponisten“ (The New Yorker) gilt. Das Anfang des Jahres in Los Angeles für das Adumá Saxophonquartett und Susanne Kohnen am Theremin komponierte Stück ist dem Musikkritiker und Komponisten Walter Arlen gewidmet, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feierte und wie Marta und Lion Feuchtwanger vor den Nationalisten in den 1930er Jahren in die USA floh. Die Villa Aurora war die Heimat der Feuchtwangers während ihres US-amerikanischen Exils. Sie steht im Westen von Los Angeles in Pacific Palisades und dient seit 1995 als Künstlerresidenz.

 

 

„Es sind persönliche Begegnungen und direkte Gespräche, die Ressentiments auflösen und gesellschaftliche und nationale Spannungen aufbrechen können. Umso wichtiger sind gerade jetzt die deutschen Residenzprogramme in den USA.“, sagt Heike Catherina Mertens, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied von VATMH. „Das Thomas Mann House bietet unweit der Villa Aurora seit 2018 eine Plattform für öffentliche Debatten zu zentralen Fragen im transatlantischen Dialog, weshalb wir auch wichtige Stimmen aus diesem Programm in unserer Kulturnacht präsentieren.“ 

 

Die Villa Aurora und Thomas Mann House Nacht – kurz VATMH Nacht – eröffnet von Staatsministerin Michelle Müntefering, lädt die Zuschauer*innen erstmals zu einem Rundgang durch das original erhaltene Wohnhaus der Feuchtwangers ein – auditiv begleitet von Marta Feuchtwanger – und nimmt sie mit auf die Reise zu einem der international inspirierendsten Residenzorte für Künstler*innen in den Sparten Bildende Kunst, Film, Literatur und Musik. Seit Heiner Müller 1995 als erster Stipendiat in die Villa Aurora einzog konnten durch die Förderung des Auswärtigen Amtes und der Beauftragten für Kultur und Medien sowie zahlreicher Partner mehr als 450 Künstler*innen dort arbeiten. An die Anfänge der Künstlerresidenz erinnert Marianne Heuwagen, stellvertretende Vorsitzende des VATMH, im Gespräch mitModeratorin Anne-Dore Krohn (rbb Kultur).

 

Als Pendlerin zwischen Berlin und New York stellt Uljana Wolf, eine der renommiertesten deutschen Lyrikerinnen und Peter-Huchel-Preisträgerin, für die Zuschauer*innen Routen aus transatlantischen Texten her. Sie liest aus ihrem neuen Band „Etymologischer Gossip“ (Kookbooks 2020) und entführt die Zuhörer*innen poetisch in die Villa Aurora.

 

Die Amerikanistin, Leibniz-Preisträgerin und Thomas Mann Fellow Heike Paul reflektiert in ihrer „Rede zur Lage der Nation(en)“ den „Staatsbürgersentimentalismus“ auf beiden Seiten des Atlantiks.

Für Freunde elektronischer Musik gibt der international erfolgreiche Techno-Musiker Hendrik Weber alias Pantha du Prince ein eigens für die VATMH Nacht gefilmtes Konzert aus den nebligen Wiesen Brandenburgs.

 

Neben dem Live-Programm präsentiert die VATMH Nacht bis zum 6. Dezember online alle aktuellen Villa Aurora Stipendiat*innen und Thomas Mann Fellows im Kurzportät, künstlerische Projekte von Christoph Keller und Georg Klein, ein filmisches Porträt der ersten Michael Ballhaus-Stipendiatin Judith Kaufmann, ein Interview, gefilmt von Norbert Kron, mit der ZDF Redakteurin Birte Meier über ihre Recherche, was Deutschland in Sachen „Equal Pay“ von Kalifornien lernen kann sowie Beiträge von Katharina Sykora und vieler anderer.

 

VATHM Nacht (nur online, im Livestream)

Beginn: 19.00 Uhr / Ende: 20.30 Uhr

Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich unter www.vatmh.org/register

 

Quelle: Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. 

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