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Deutsche Kunst im Kalten Krieg

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Montag, den 12. Oktober 2009 um 12:47 Uhr
Gab es in der deutschen Kunst eine"Stunde Null"? Wie setzten sich Künstlerinnen und Künstler in Ost und West mit der gemeinsamen Vergangenheit auseinander? Antworten auf diese Fragen verspricht eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin.
Von Joseph Beuys bis Willi Sitte und von Georg Baselitz bis Wolfgang Mattheuer ist in der Ausstellung fast alles vertreten, was Rang und Namen hat in der Kunst der beiden deutschen Staaten.

Zu sehen sind mehr als 350 Gemälde, Skulpturen und Papierarbeiten, aber auch Videos, Fotos und Installationen. Sie entstanden zwischen 1945 und 1989 in der Bundesrepublik Deutschland und der früheren DDR.

Versuch einer Neubewertung
20 Jahre nach dem Mauerfall vermittelt die Ausstellung "Kunst und Kalter Krieg. Deutsche Positionen 1945-1989" einen Blick zurück auf mehr als vierzig Jahre Kunstgeschichte. Sie ist auf beiden Seiten entscheidend geprägt von den Ideologien des Kalten Krieges.
Dabei geht es den Ausstellungsmachern nicht nur darum, die Qualitäten ost- und westdeutscher Kunst sichtbar zu machen, sondern auch Berührungspunkte zu identifizieren. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der Gegenwart.

Mehr als vierzig Jahre deutscher Kunst
In vier Zeitabschnitten von den ersten Jahren nach Kriegsende bis zum Fall der Mauer verfolgt die Ausstellung die Kunstentwicklung – und stellt manche Wechselwirkung fest.
Fritz Cremer, Erster Entwurf zum Buchenwald-Denkmal, 1952, Staatliche Museen zu Berlin, NationalgalerieFoto: Fritz Cremer Stiftung / VG Bild-Kunst, Bonn Vergrößerung Fritz Cremer, Erster Entwurf zum Buchenwald-Denkmal, 1952Der Rundgang beginnt mit den ersten Nachkriegsjahren und der Frage nach "Kontinuität oder Neuanfang?". Ihr folgt in den fünfziger Jahren die Diskussion um das richtige Menschenbild.
"Zeitgenossenschaft" und "Trauma der Vergangenheit" lauten die zentralen Begriffe der daran anschließenden Sektion. Sie präsentiert Kunst der sechziger und siebziger Jahre, die sich mehr und mehr mit der Geschichte aber auch der Gegenwart auseinandersetzt.
Der Rundgang endet mit den 80er Jahren und einer Generation, die – so die Ausstellungsmacher – den Sprung aus der Geschichte wagt und alle Ideologien in Frage stellt.

Blick von außen
Die Präsentation im Deutschen Historischen Museum ist die dritte Station der Ausstellung. Zuvor war sie im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen.
Erste Station war das Los Angeles County Museum. Chefkuratorin Stephanie Barron, eine Expertin der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, hatte die Idee zur Ausstellung. Zusammen mit Eckhart Gillen, Ausstellungsmacher bei der Kunstwerke Berlin GmbH, hat sie die Ausstellung an den drei Standorten realisiert.
Gefördert wurde die Ausstellung auf deutscher Seite von der Kulturstiftung des Bundes, dem Auswärtigen Amt und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie.

Quelle: www.bundesregierung.de

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