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Auf der Suche nach dem Scoop

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Donnerstag, den 23. Juli 2009 um 11:02 Uhr
Hamburg@work und dpa richten das erste scoopcamp zum Thema "new storytelling" für Journalisten und Entwickler aus.
Wer in der Welt der Medienschaffenden von einem Scoop spricht, der meint eine exklusive Enthüllung, die vor der Konkurrenz herausgebracht wird. Was es bedeutet, im digitalen Zeitalter mit Innovationen ein Schritt voraus zu sein, darum geht es beim scoopcamp 2009 am 17. September in Hamburg. Veranstaltet von der Initiative Hamburg@work und der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH möchte das scoopcamp den Dialog zwischen den Machern der klassischen Medienbranche und Entwicklern der Web 2.0-Szene fördern. Die inhaltliche Kompetenz der Journalisten soll mit dem technischen Multimedia-Know-how von Webentwicklern kurzgeschlossen werden. In zahlreichen Vorträgen und offenen Workshops ("scoopshops") stehen dabei Themen wie "Interactive Media", "Hyperlokalität", "Open Source" und "Crossplattform" im Mittelpunkt.

Adrian Holovaty zu Gast beim scoopcamp
Mit Adrian Holovaty konnte ein Keynote-Speaker gewonnen werden, der die Schnittstelle zwischen Redaktion und Webentwicklung wie kein anderer verkörpert. Holovaty - ein Paradebeispiel für das neue Berufsprofil des Developer-Journalists - war bei der US-Zeitung Lawrence World-Journal mitverantwortlich für die preisgekrönten Websites Lawrence.com und Ljworld.com. Daraus entstand durch Open Sourcing der Kernkomponenten das Webframework Django, das mittlerweile zu den international weitverbreitetsten gehört. Für seine Website Chicagocrime.org, die auf dem Django-Framework basiert, gewann Holovaty den Batten Award für "Innovations in Journalism". Nach seiner Zeit als "Editor of Editorial Innovations" bei der Washington Post Newsweek Interactive widmete er sich ausschließlich dem Startup-Projekt Everyblock.org. Das Vorzeigeprojekt in Sachen Hyperlokalität, das von der renommierten Knight Foundation mit 1,1 Millionen US-Dollar gefördert wurde, ermöglicht den Usern den Einblick in lokale Echtzeit-Informationen über das eigene Stadtviertel. Die Bandbreite reicht dabei von soeben polizeilich registrierten Straftaten bis zum neuesten Restauranttipp. "Adrian Holovaty genießt als Pionier seines Fachs hohes Ansehen in der Szene und hat die neuesten Innovationen aus Übersee im Gepäck. Wir sind stolz, dass wir ihn auf unserem Camp präsentieren können", so Meinolf Ellers, Geschäftsführer der dpa-infocom. "Die neuen Medien bieten eine Reihe von faszinierenden Erzählformen, die hierzulande noch am Anfang stehen. Dieses Crossmedia-Potenzial gilt es zu erschließen. Mit dem scoopcamp möchten wir zu mehr redaktioneller Experimentierfreude ermuntern", ergänzt Ellers.

Weitere Referenten sind unter anderem Ulrich Hegge, der neue Leiter des Media Innovation Labs von Hubert Burda Media und Michael Rüger von der Filmakademie in Ludwigsburg. Moderiert wird das scoopcamp von Wolfgang Büchner, dem designierten Chefredakteur der dpa. Im Hinblick auf die Wahl des Veranstaltungsortes, das Auswanderermuseum in Hamburg, betont Uwe Jens Neumann, Vorsitzender des Hamburg@work e.V.: "Aus der sogenannten BallinStadt sind früher tausende Familien in die Neue Welt ausgewandert. Es ist ein Ort, der jede Menge Geschichten erzählt und Aufbruchstimmung versprüht - gerade richtig für unser scoopcamp zum Thema 'new storytelling'."

Die Veranstaltungsdaten zum scoopcamp 2009:
Datum: 17. September
Ort: BallinStadt, Das Auswanderermuseum, Hamburg
Anmeldung: erforderlich über www.scoopcamp.de
Kosten: 100,- Euro Teilnahmegebühr Darüber hinaus besteht für Teilnehmer am 18. September die Möglichkeit, optional an einem Hackathon (Entwickler-Workshop) oder einer Tour durch Hamburger Medien-Unternehmen teilzunehmen.

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