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"Akropolis von Dresden" - zeitgenössischer Tempelbau im Rahmen der OSTRALE'09

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Freitag, den 10. Juli 2009 um 09:51 Uhr
Im Ostragehege laufen die Vorbereitungen für die OSTRALE'09, die 3. internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste, auf Hochtouren. Die Vorjahresausstellung lockte innerhalb von zehn Tagen rund 8500 Besucher in das ehemalige Schlachthofgelände. In diesem Jahr öffnen die Veranstalter die Ausstellung erstmals für einen Zeitraum von über drei Wochen, sie beginnt mit dem Stadtfest am 14. August und endet am 6. September.

Ein griechischer Tempel - mitten im Ostragehege

Eine Besonderheit der OSTRALE ist, dass sie unterschiedliche Räume und Gebäude im Ostragehege sowie Ausstellungsbereiche im Außenraum künstlerisch besetzt und dadurch verbindet. Dem Trümmerberg zwischen Magdeburger Straße und Flutrinne kommt dabei im doppelten Sinn eine herausragende Bedeutung zu: Auf seinem Gipfel wird ab Anfang Juli ein klassischer Tempel nach dem Vorbild der Antike errichtet werden. Im Gegensatz zu den griechischen Vorbildern entsteht in der Friedrichstadt allerdings kein Steinbau für die Ewigkeit, sondern ein temporäres Gebäude aus Holz und Europaletten. Insgesamt werden 628 Europaletten verbaut.

Erdacht und entworfen hat den begehbaren Bau Matthias Korntheuer, ein Architekturstudent der TU Dresden. "Die Palette als Sinnbild des Warentransports in einer globalisierten Welt wird zum Baustein transformiert, aus dem sich die Replik eines antiken Idealbildes zusammensetzt. Das Sinnbild des Tempels als eines von idealer Schönheit und Zeit überdauernder Gültigkeit wird untergraben.", so Korntheuer. Diese Sinntransformation spiegelt sich auch im Titel des Kunstwerkes wieder: Der Student hat sein Werk "Den Erbauern" genannt, denn dieser Tempel wird keinem Gott gewidmet. Stattdessen schaffen sich seine Erbauer durch ihre Arbeit selbst ein Denkmal.

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