Neue Kommentare

Frank-Peter Hansen zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Im Spätherbst letzten Jahres anlässlich einer S...
bbk berlin zu Dortmund geht neue Wege bei der Kunst-Förderung: Die Berliner Künstler*innen freut es sehr, dass ...
Markus Semm zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Sehen Sie: Der Unterschied zw. Heidegger und Cass...
Karin Schneider zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Ein großartiger Artikel! Stefan Diebitz schafft ...
S.Scheunemann-Eichner ,Silke zu Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst. Reformarchitektur und Hochschullehre: Eine wunderbare Einführung zu der Ausstellung im...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Internationaler Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt 2010: Sieben Autoren und ihre Übersetzer sind nominiert

Drucken
Montag, den 23. August 2010 um 16:00 Uhr
Das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen vergeben 2010 zum zweiten Mal den "Internationalen Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt" für zeitgenössische Erzählliteratur in deutscher Erstübersetzung. Dieser internationale Buchpreis, dotiert in Höhe von 35.000 Euro, wird anteilig mit 25.000 Euro an den Autor und mit 10.000 an den Übersetzer verliehen.

Aus insgesamt 133 eingesandten Werken von Autoren aus mehr als 50 Ursprungsländern und übersetzt aus 25 Sprachen nominierte die Jury sieben Titel. Die öffentliche Bekanntgabe der Preisträger (Autor und Übersetzer) findet am 29. September 2010 um 20h im Rahmen der Preisverleihung im Haus der Kulturen der Welt statt. Die Festrede hält die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff. Es moderiert der Literaturkritiker Denis Scheck ("Druckfrisch"), der Schauspieler Jan Josef Liefers liest aus der deutschen Übersetzung des Preisträgertitels.

Die Jury: "Die diesjährige Shortlist zeigt, dass die alten Kategorien von Nationalliteratur, Herkunft und Heimat zunehmend aufgebrochen werden. Neben den besonderen, herausragenden Einzelstimmen sind die vorherrschenden Themen Krieg, Gewalt, Korruption der Eliten und Unterdrückung. Immer häufiger sind es jedoch Geschichten, die von einer Generation von Nachgeborenen erzählt werden, was einen neuen, oft sarkastischen und zynischen Blick auf Romanfiguren eröffnet. Diese bewegen sich zwischen den Welten und sind weder eindeutig zu verorten noch den Kategorien von Gut und Böse zuzuordnen.

Zunehmend gibt es Autoren, die mehrsprachig denken und schreiben - und die literarischen Weltsprachen Englisch und Französisch erneuern. Die hervorragend übersetzten Werke der Shortlist erschaffen ein literarisches Idiom, das nicht nur in der Themenwahl, sondern auch sprachlichformal den Zustand der Welt reflektiert - ein 'Schreiben mit Akzent'. Das Erfinden und Weitergeben von Geschichten ist in allen Shortlist-Werken eine Überlebensstrategie."

Folgende Werke und Übersetzer wurden für die Shortlist nominiert (in alphabetischer Reihenfolge):

Glissant, Édouard: Das magnetische Land
Verlag Das Wunderhorn, 2010, aus dem Französischen übersetzt von Beate Thill
La terre magnétique, Éditions du Seuil, Paris, 2007

Khadra, Yasmina: Die Schuld des Tages an die Nacht
Ullstein Buchverlage, 2010, aus dem Französischen übersetzt von Regina Keil-Sagawe
Ce que le jour doit à la nuit, Editions Julliard, Paris, 2008

Li, Yiyun: Die Sterblichen
Carl Hanser Verlag, 2009, aus dem Amerikanischen übersetzt von Anette Grube
The Vagrants, Random House, New York, 2009

Mandanipur, Shahriar: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren
Unionsverlag, 2010, aus dem Englischen übersetzt von Ursula Ballin

Censoring an Iranian Love Story
ursprünglich in Farsi (unveröffentlicht), übersetzt von Sarah Khalili, 2009
Alfred A. Knopf, New York 2009 (trademark of Random House Inc.)

Mengestu, Dinaw: Die Melodie der Luft
Ullstein Buchverlag, 2010, aus dem Amerikanischen übersetzt von Volker Oldenburg
How to read the air, Riverhead, New York, 2010

Mueenuddin, Daniyal: Andere Räume, andere Träume
Suhrkamp/Insel, 2010, aus dem Amerikanischen übersetzt von Brigitte Heinrich
In other rooms, other wonders, W.W. Norton & Company, New York, 2009

N’Diaye, Marie: Drei starke Frauen
Suhrkamp Verlag 2010, aus dem Französischen übersetzt von Claudia Kalscheuer
Trois Femmes Puissantes, Éditions Gallimard, 2009

Zur Jury 2009/2010 gehören Christian Döring (Lektor und Herausgeber der Anderen Bibliothek), Gregor Dotzauer (Literaturkritiker Der Tagesspiegel), Ottmar Ette(Literaturwissenschaftler, Universität Potsdam), Sigrid Löffler (Literaturkritikerin), Katharina Narbutoviç (Leiterin Berliner Künstlerprogramm des DAAD), Peter Ripken (Vorstandsvorsitzender ICORN - International Cities of Refuge Network) und Susanne Stemmler (Literaturwissenschaftlerin und Leiterin Bereich Literatur, Haus der Kulturen der Welt).

Der Preis würdigt literarisch herausragende internationale Erzählstimmen der zeitgenössischen Literaturen der Welt sowie die Vermittlungsarbeit des Übersetzens. 2009 gewannen der peruanisch-USamerikanische Daniel Alarcón mit seiner Übersetzerin Friederike Meltendorf den "Internationalen Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt" für Lost City Radio (Wagenbach Verlag 2008).

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Internationaler Literaturpreis - Haus der Kul...

Mehr auf KulturPort.De

Matthias Bublath: Eight Cylinder Bigband
 Matthias Bublath: Eight Cylinder Bigband



Ein Achtzylinder macht was her – so, wie die Bigband von Matthias Bublath.
Und schon das Intro zeigt: Der Mann für die Tasteninstrumente will was auf die B [ ... ]



Außergewöhnliche Spielfreude und künstlerische Qualität zur Aspekte-Festival-Eröffnung in Salzburg
 Außergewöhnliche Spielfreude und künstlerische Qualität zur Aspekte-Festival-Eröffnung in Salzburg



„Wir sind glücklich eines der führenden Kammerorchester weltweit für das aspekteFESTIVAL 2020 gewonnen zu haben, sagt Intendant Ludwig Nussbichler über das [ ... ]



„The Gentlemen”. Guy Ritchie und die Akribie des Skurrilen
 „The Gentlemen”. Guy Ritchie und die Akribie des Skurrilen



Mit „The Gentlemen”, einem raffiniert schrägen Film-im-Film kehrt Guy Ritchie zurück zu seinen Wurzeln: Absurde, herrlich bösartige Gangsterkomödien wie  [ ... ]



Nils Landgren & Jan Lundgren: Kristallen
 Nils Landgren & Jan Lundgren: Kristallen



Gerade wurde Nils Landgren für „4WheelDrive“ (zusammen mit Michael Wollny, Lars Daniellson, Wolfgang Haffner) als erfolgreichstes Jazzalbum des Jahres 2019  [ ... ]



„Willkommen! Bienvenue! Welcome!“ – Cabaret
 „Willkommen! Bienvenue! Welcome!“ – Cabaret



Hansa Theater ade, am Steindamm steht jetzt der Berliner Kit Kat Club.
Vergangenes Wochenende feierte das Erfolgsmusical „Cabaret“ in Deutschlands älteste [ ... ]



Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition
 Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition



In einer ziemlich rabiaten Kritik demontiert Frank-Peter Hansen den berühmtesten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts.

Die letzten Jahre müssen schwer [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.