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Kulturexperten und Kölner wünschen sich intensive Auseinandersetzung bei Kulturprojekten - lit.COLOGNE bestes Kulturereignis des Jahres 2009.
Die Kölner Kulturexperten und die Kölner Bevölkerung begrüßen die öffentliche Diskussion um den Erhalt und die Sanierung des Kölner Schauspielhauses. Auch für zukünftige Kulturprojekte wird eine ähnlich intensive Auseinandersetzung gewünscht. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Umfrage zum Kölner Kulturindex, der neben der Befragung von etwa 350 Kölner Kulturfachleuten und institutionellen Förderern  auch eine repräsentative Bevölkerungsumfrage umfasst. Insgesamt hat sich die Stimmung der Kulturakteure gegenüber der letzten Umfrage nochmals sichtbar verschlechtert. Das internationale Literaturfest lit.COLOGNE war nach Ansicht der durch das Meinungsforschungsinstitut Omniquest befragten Kölner das beste Kulturereignis 2009.
 
An der aktuellen Umfrage zum Kölner Kulturindex nahmen von 348 ausgewählten Kulturexperten 155 Personen teil. Die Befragung erfolgte im Auftrag des Kölner Kulturrats, dem Zusammenschluss nahezu aller Vereine und Förderinstitutionen des Kölner Kulturbereichs. Durchgeführt wurde die Umfrage vom Forschungsinstitut für Soziologie der Universität zu Köln. Zentrale Themen waren neben der Ermittlung der allgemeinen Stimmungslage die Diskussion zur Sanierung des Schauspielhauses sowie die weitere Entwicklung des Kulturetats. Darüber hinaus bewerteten die befragten Akteure auch, welche Personen in den vergangenen Monaten eine wichtige Rolle in der Kölner Kultur eingenommen haben. Wie bei den vorangegangenen Befragungen wurde Karin Beier, die Intendantin des Schauspielhauses, auf den Spitzenplatz gewählt, vor dem Leiter des Museum Ludwig, Prof. Kasper König, und dem Macher der Art Cologne, Daniel Hug. Die Akteure aus Politik und Verwaltung erhielten wieder die schlechtesten Werte, lediglich Oberbürgermeister Jürgen Roters konnte seine Position in diesem Ranking verbessern. Der Sprecher des Kölner Kulturrats, Dr. Peter Bach, führt dies auf die mangelnde Positionierung der einzelnen Personen zurück: “Bereits in der ersten Umfrage haben wir darauf hingewiesen, dass sich die Kulturakteure unserer Stadt Politiker wünschen, die ein klares kulturpolitisches Profil zeigen. Die befragten Experten registrieren sehr aufmerksam, wer sich nachhaltig für die Kölner Kultur engagiert. “
 
Insgesamt hat sich Stimmung bei den Kulturakteuren gegenüber der Herbstumfrage des vergangenen Jahres deutlich verschlechtert. Weder von der im März beschlossenen Kulturförderabgabe – kurz als „Bettensteuer“ bezeichnet – noch von einer neuen Landesregierung erwarten die befragten Experten eine Verbesserung der Situation. Die inhaltliche Arbeit und die Qualität der Kölner Kultur werden im Gegensatz dazu sehr positiv bewertet. Bei der Befragung nach den wichtigsten Kulturereignissen des Jahres 2009 erhielten alle 10 aufgeführten Ereignisse eine breite Zustimmung der Experten. Eine ähnliche Tendenz zeigt sich auch bei der durch das Meinungsforschungsinstitut Omniquest, Bonn, durchgeführten repräsentativen Bevölkerungsumfrage zur Kölner Kultur, die ebenfalls einen festen Bestandteil des Kulturindex bildet.
20,6 Prozent der befragten Kölner wählten die lit.COLOGNE zum besten Kulturereignis des Jahres 2009 vor der Art Cologne und dem Bürgerbegehren. Auch bei der Bewertung der Diskussion zum Erhalt und der Sanierung des Schauspielhauses sind sich Experten und Kölner sehr einig: 78 Prozent der Experten und 68 Prozent der befragten Kölner bewerten die Entscheidung gegen den Neubau positiv. Beide Gruppen wünschen sich für die Zukunft auch bei anderen Kulturthemen eine ähnlich intensive inhaltliche Auseinandersetzung. Bach: „Der Wunsch, stärker in die Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden, zeigt das große Engagement von Bürgerschaft und Kulturakteuren. Verwaltung und Politik sollten dies endlich als besonderes Angebot und große Chance für die Kultur dieser Stadt verstehen“.  Alle Ergebnisse der Befragung finden sich im Internet unter www.koelnerkulturrat.de oder unter www.koelner-kulturindex.de .

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