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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird die Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA) in den kommenden fünf Jahren mit 15 Millionen Euro fördern. Das Projekt unter der Leitung von Verena Lepper, Kuratorin am Ägyptischen Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin, ist an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) angesiedelt und unterstützt seit 2013 exzellente arabische und deutsche Nachwuchswissenschaftler, die interdisziplinäre Forschungsprojekte und Initiativen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft realisieren.

 

Die 50 AGYA-Mitglieder und Alumni arbeiteten seit 2013 in mehr als 150 interdisziplinären Projekten in 60 Städten und 30 Ländern. Sie beschäftigten sich mit Themen wie Ressourcenknappheit, öffentliche Gesundheit, Migration, Bildung oder gefährdetes Kulturerbe. Die Forscher sind mit wissenschaftlichen Institutionen in Algerien, Ägypten, Deutschland, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Oman, Palästina, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tunesien, und den Vereinigten Arabischen Emiraten verbunden. 2018 konnte ein AGYA-Regionalbüro an der ägyptischen Academy of Scientific Research & Technology in Kairo eröffnet werden. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel im BMBF lobt „den multilateralen strategischen Wissenschafts- und Forschungsdialog, durch den AGYA zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und Ländern nachhaltige Brücken baut. Angesichts der derzeitigen gesellschaftlichen Debatten, die zunehmend von Abgrenzung geprägt sind, ist es unerlässlich, stark international angelegte Projekte wie AGYA zu fördern und in die Öffentlichkeit zu bringen.“

 

Mit der neuen Förderung kann AGYA nun umfangreiche mehrjährige Forschungsprojekte umsetzen. Die gemeinsame interdisziplinäre Arbeit an arabisch-deutschen Querschnittsthemen aus allen Wissenschaftsgebieten hebt die Forschungsleistungen der Akademie nun auf ein neues Niveau. Darüber hinaus wird AGYA die Mobilität ihrer Mitglieder durch bis zu dreimonatige Forschungsaufenthalte an arabischen und deutschen wissenschaftlichen Einrichtungen maßgeblich stärken.

 

„Diese gemeinsame Akademie trägt zur Entwicklung von selbsttragenden Wissensgesellschaften in der arabischen Welt entscheidend bei. AGYA hat sich hierdurch zu einem überragenden Vorbild für partnerschaftliche Forschungskooperation entwickelt, das auf andere Regionen übertragen werden sollte. Unser Ägyptisches Museum und Papyrussammlung unterstreicht damit einmal mehr seine Bedeutung für den Dialog mit der arabischen Welt“, sagt SPK-Präsident und AGYA-Beiratsmitglied Hermann Parzinger.

 

Der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Martin Grötschel, der auch Co-Vorsitzender des AGYA Advisory Board ist, sieht AGYA „über die spannenden Projekte und die wissenschaftliche Dynamik hinaus, auch als ein ungewöhnlich wichtiges wissenschaftspoIitisches Instrument, das vielfach Wege der Kommunikation öffnen kann, die auf andere Weise kaum erreichbar sind. Ihr gelingt es sogar aufgrund ihrer hervorragenden Netzwerkarbeit, Büros in arabischen Ländern einzurichten.“ Daher begrüßt BBAW-Präsident Grötschel die erneute Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). AGYA kann so auch weiterhin wesentlich an der Internationalisierung und Brückenbildung in der Wissenschaft mitwirken.

 

Quelle: Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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