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Raub und Rettung – Russische Museen im Zweiten Weltkrieg

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Montag, den 11. November 2019 um 09:23 Uhr

Erstmals haben russische und deutsche Forscher gemeinsam die Kriegsverluste von russischen Museen im Zweiten Weltkrieg untersucht. Die Ergebnisse sind in dem jüngst erschienenen Buch „Raub und Rettung. Russische Museen im Zweiten Weltkrieg“ zusammengefasst, das den Kunstraub durch das nationalsozialistische Deutschland anhand detaillierter Fallstudien beleuchtet. Das Buch ist der erste Band der „Studien zu kriegsbedingt verlagerten Kulturgütern“. Herausgegeben wird es von der Kulturstiftung der Länder und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

 

Dazu Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Sprecher des Deutsch-Russischen Museumsdialogs: „Durch den schrecklichen deutschen Vernichtungskrieg erlitt die Sowjetunion immense kulturelle Verluste. Bis heute vermissen Russland, die Ukraine und Belarus Hunderttausende von Objekten, viele Fragen sind noch immer ungeklärt. Das dürfen wir in der Zusammenarbeit mit diesen Ländern nie vergessen. Doch gerade diese schwierige Geschichte verpflichtet uns auch, gemeinsam mit den russischen Kollegen Wege in die Zukunft zu finden und vertrauensvoll zu kooperieren. Die Projekte des Deutsch-Russischen Museumsdialogs oder die von der SPK organisierten Ausstellungen zur Merowingerzeit und zur Bronzezeit legen Zeugnis davon ab.“

 

Das Projekt „Russische Museen im Zweiten Weltkrieg“ wurde vom Deutsch-Russischen Museumsdialog initiiert. Zwischen 2012 und 2014 wurde es von der VolkswagenStiftung, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Kulturstiftung der Länder finanziert. Dazu Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder: „In der mittlerweile 15-jährigen Geschichte des Deutsch-Russischen Museumsdialoges haben deutsche und russische Museen in vielen verschiedenen Projekten gemeinsam geforscht und ausgestellt. Durch die Vielzahl an Kooperationen lernen wir nicht nur über die je andere, sondern auch über gemeinsame Kultur und Kulturgeschichte. Darum ist der länderübergreifende Dialog so wichtig, vor allem in Zeiten, in denen die Angst vor dem vermeintlich Fremden Konjunktur hat.“

 

Dr. Britta Kaiser-Schuster, Leiterin des Deutsch-Russischen Museumsdialogs: „Mit den untersuchten Museen gab es eine enge Kooperation im Rahmen eines groß angelegten Forschungsprojekts. Die Arbeit an diesem ersten Band der ,Studien zu kriegsbedingt verlagerten Kulturgütern´ war geprägt durch gegenseitiges Vertrauen, den ungehinderten Zugang zu den Depots und Archiven und durch Transparenz. Nur so kann die Arbeit an der gemeinsamen Geschichte der verlorenen Sammlungen gelingen.“

 

Das Buch „Raub und Rettung“ nimmt die vier Zarenschlösser bei St. Petersburg sowie die Städte Pskov und Novgorod in den Fokus. Die Geschichte ihrer Verluste dokumentiert auf eindringliche Weise den Leidensweg der russischen und europäischen Kultur während des Krieges. Neu erschlossene Quellenbestände in Deutschland wie in Russland erweitern die historische Erkenntnis und rücken erstmals auch die handelnden Personen – russische MuseumsmitarbeiterInnen auf der einen, deutsche KunsthistorikerInnen im Dienst der Wehrmacht auf der anderen Seite – in den Mittelpunkt der Betrachtung.

 

Gestern wurde die im Böhlau-Verlag erschienene Publikation im Rahmen eines Pressegespräches mit den Autoren Dr. Corinna Kuhr-Korolev, Dr. Ulrike Schmiegelt-Rietig  und Prof. Dr. Wolfgang Eichwede in Berlin vorgestellt.

 

Der Deutsch-Russische Museumsdialog wurde 2005 von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Kulturstiftung der Länder und über 80 deutschen Museen gegründet. Er stärkt den Austausch zwischen deutschen und russischen MuseumskollegInnen und trägt zur Aufklärung über kriegsbedingt verbrachte Kulturgüter bei.
 

 

Quelle: Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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