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GERMAN SALES - eine neue Dimension der Transparenz

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Freitag, den 18. Oktober 2019 um 10:03 Uhr
Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, Universitätsbibliothek Heidelberg und Getty Research Institute stellen 9000 Auktionskataloge aus der Zeit von 1901 bis 1945 online. Die zwischen 1901 und 1945 von mehr als 390 Auktionshäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz herausgegebenen Kataloge wurden von 2010 an in zwei DFG-geförderten Projekten vollständig erfasst, digitalisiert und erschlossen: Teilprojekt 1 (1930-1945) und Teilprojekt 2 (1901-1929).

Zur Realisierung dieser umfänglichen Aufgabe haben sich die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, die Universitätsbibliothek Heidelberg und das Getty Research Institute Los Angeles vernetzt. Damit sind die für die Provenienz- und Kunstmarktforschung unverzichtbaren Quellenressourcen erstmals Open Access verfügbar und im Volltext katalogübergreifend zu recherchieren. Bislang wurden bereits 10,6 Mio Seitenzugriffe auf die digitalisierten Auktionskataloge gezählt.

Der deutschsprachige Auktionsmarkt mit seinen Zentren in Berlin, Frankfurt, München, Wien und Zürich wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem der weltweit expansivsten Umschlagplätze für Kunst. Die Versteigerung zahlreicher Privatsammlungen, die Aktivitäten von Museumsdirektoren und -kuratoren im Kunsthandel, die Weltwirtschaftskrise, sowie die Kunstraube und Enteignungen des NS-Staates prägen seine ebenso wechselvolle wie komplexe Geschichte.

Durch „German Sales“ werden die Objektbiographien, Akteure und Orte dieser Geschichte in einer nie da gewesenen Schärfe identifizier- und rekonstruierbar. In der nun fertiggestellten Bibliographie zu dem zweiten Teilprojekt finden sich neben der Auflistung aller Kataloge verlinkte Register der versteigerten Sammlungen, der Auktionshäuser und der Verfasser der Einleitungen, darunter bedeutende Kunsthistoriker wie Wilhelm von Bode, Max J. Friedländer, Julius Meier-Graefe und Otto von Falke, die neue Erkenntnisse zum Auktionsmarkt und seinen Protagonisten eröffnen.

Quelle: Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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