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Das Baltic Sea Philharmonic und Kristjan Järvi kehren am 21. September nach Peenemünde zurück, um das 26. Usedomer Musikfestival anlässlich des Jubiläums zum Fall des Eisernen Vorhangs zu eröffnen. Im historischen Kraftwerk Peenemünde, auf dem Gelände der einstigen Heeresversuchsanstalt, wo die Nationalsozialisten an Vernichtungswaffen für den 2. Weltkrieg forschten, aber auch die erste Rakete der Menschheit die Grenze zum Weltall erreichte, feiert das vom Usedomer Musikfestival gegründete Baltic Sea Philharmonic ein Konzert des Friedens.

„Vor dem Hintergrund des völkerrechtswidrigen Überfalls der Nazis am 1. September auf Polen und 100 Jahren Friedensvertrag von Versaille wollen wir den Fall des Eisernen Vorhangs und der Mauer vor 30 Jahren auf der Zwei-Länder-Insel Usedom mit einem Ensemble feiern, das die Einheit zwischen den Ländern im Norden verkörpert, lebt und für die Zukunft erhalten will – Länder, die einst durch Politik und Kriege getrennt waren“, sagt Intendant Thomas Hummel. 

Das neue, abenteuerliche Programm des Baltic Sea Philharmonic „Divine Geometry“ verbindet Vergangenheit und Zukunft, indem es auf fantasievolle Weise barocke Meisterwerke mit Musik der Pioniere des amerikanischen Minimalismus kombiniert. Mit dabei ist eine der wichtigsten US-Pianistinnen der Gegenwart: Simone Dinnerstein. Höhepunkt des Abends ist die deutsche Erstaufführung eines neuen Orchesterwerks – „Music for Ensemble and Orchestra“ – von einem der bedeutendsten Komponisten der USA: Steve Reich. Das Werk wurde vom Baltic Sea Philharmonic zusammen mit dem New York Philharmonic, dem Los Angeles Philharmonic, dem San Francisco Symphony, dem London Symphony Orchestra und dem Sydney Symphony Orchestra in Auftrag gegeben. Das Baltic Sea Philharmonic versammelt die talentiertesten Musiker aus allen Ländern des Ostseeraums und macht sich bereits seit einigen Jahren einen Namen mit innovativen Konzertformaten.

Deutsche Erstaufführung im Peenemünder Konzert
Konzerte des Ensembles sind einzigartige Erlebnisse, die klassische Musikkonventionen über Bord werfen und dem Publikum neue Perspektiven eröffnen. Das Baltic Sea Philharmonic präsentiert dafür mit Steve Reich eine Ikone des Minimalismus. „Music for Ensemble and Orchestra“ (2018) des 82-Jährigen amerikanischen Meisterkomponisten ist sein erstes Orchesterwerk seit mehr als 30 Jahren und wird beim Usedomer Musikfestival seine Deutschland-Premiere erleben. „Das Ensemble in Music for Ensemble and Orchestra ist im Grunde genommen eine Gruppe von erstklassigen Blasinstrumenten und Streichern mit zwei Vibraphonen und zwei Klavieren. Aber ich wollte einen E-Bass einbauen, da es mein Lieblings-Rock'n'Roll-Instrument ist“, verrät der 82-jährige Komponist, der als einer der Pioniere des musikalischen Minimalismus gilt. Nach dem großen Erfolg des Baltic Sea Philharmonic – in Anwesenheit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel– im Peenemünder Konzert zum Jubiläum des Usedomer Musikfestivals im vergangenen Jahr, kehrt das Ensemble nun an seinen Geburtsort zurück und spielt dort zum zwölften Mal in Folge. 

Die Peenemünder Konzerte des Usedomer Musikfestivals

Die Peenemünder Konzerte zählen zu den jährlichen Höhepunkten des Usedomer Musikfestivals. Als Initiative des Festivals, des Historisch-Technischen Museums Peenmünde und des Norddeutschen Rundfunks eröffneten sie im Jahre 2002 unter der Leitung von Mstislaw Rostropowitschund mit über 250 beteiligten Musikern. Damals erklang Benjamin Brittens „War Requiem“ in der Turbinenhalle des früheren Kraftwerks. Seitdem konnten Dirigenten von Weltrang verpflichtet werden, von Kurt Masur, über TheodorCurrentzis bis zu Krzysztof Penderecki und Neeme Järvi. Am historischen Ort erklang das Melodram „A Survivor from Warzaw“ von Arnold Schönberg, der auf Usedom an seinem Melodram „Pierrot Lunaire“ schrieb, gemeinsam aufgeführt vom Chor des polnischen Rundfunks und dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Christoph Dohnanyi. Zum Schwedenschwerpunkt 2006 führten das Sinfonieorchester und der Chor des schwedischen Rundunks unter der Leitung von Manfred Honeck das Requiem von W. A. Mozart auf. Mit zwei „Oden an die Freude“, dem berühmten Schlusschor der 9. Sinfonie Ludwig van Beethovens und der gleichnamigen Kantakte von Piotr Tschaikowsky lud der Russlandschwerpunkt des Fesitvals 2012 zu einem Gipfeltreffen russischer und deutscher Ensembles und versöhnlicher Klänge ein.

Deutschland – Land des Meeres – vom 21.9. bis 12.10.2019
2019 lädt das Usedomer Musikfestival für drei Wochen zu musikalischen Höhepunkten an die pommersche Bucht ein. Erstmals steht „Deutschland“ vom 21.9. bis 12.10. im Mittelpunkt der traditionsreichen Veranstaltungsreihe. In den kaiserlichen Seebädern – Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin – in Mecklenburg-Vorpommerns größtem Industriedenkmal, dem Kraftwerk Peenemünde, im polnischen Swinemünde und in Stettin (pol. Szczecin) sowie vielen weiteren maritimen Konzertorten der Sonneninsel und darüber hinaus entdecken namhafte Künstler Deutschland als „Land des Meeres“ und als länderverbindende Kulturnation. Broadwaystar Ute Lemper und Jazzpianistin Maria Baptists finden ihren Weg genauso auf Deutschlands östlichste Insel wie das NDR Elbphilharmonie Orchester mit Spitzenbariton Matthias Goerne, die bedeutenden Musiker Matthias Schmitt an der Trompete und Matthias Höfs an der Orgel. Barockhighlights mit dem il pomo d‘oro orchestra und der Sopranistin Dagmara Barna feiern 25 Jahre Usedomer Musikfestival im polnischen Swinoujscie. Der legendäre RIAS Kammerchor und die Capella de la Torre lassen die reiche Geschichte der Region lebendig werden wie Konzerte rund um Musik und Literatur der Prinzessinnen und Prinzen von Preußen glanzvoll an dieses royale Kapitel erinnern. Multinationale Höhepunkte mit dem Baltic Sea Philharmonic unter Kristjan Järvi und mit der Pianistin Simone Dinnerstein oder dem Baltic Neopolis Virtuosi aus Stettin feiern die Weltoffenenheit einer neuen Musikergeneration. Mit dem Wettbewerb "Die Besten von Morgen" fördert das Festival auf Usedom Gewinner des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert", die sich dem Publikum und einer hochkarätigen Jury stellen.

Quelle: Usedomer Musikfestival

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