Neue Kommentare

Martin Kostinak zu DFG-Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“: Förderzusage für neues Forschungsprojekt des Fachbereichs Kunstwissen­schaft & Medienphilosophie: Welche Förderzusage für das KIT ist hier gemein...
Miriam Fernandez zu Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien: Agradezco infinitamente al Señor Stefan Diebitz ...
Peter Schmidt zu Jochen Schäfsmeier wird Intendant der Händel-Festspiele Göttingen: Herzlichen Glückwunsch an den einstigen Geschäf...
Ana María Breppe zu Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien: The difference between the two cultures is very c...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Hamburg modernisiert monsun.theater

Drucken
Donnerstag, den 15. August 2019 um 21:02 Uhr

Das monsun.theater in Hamburg-Altona soll modernisiert und barrierefrei gestaltet werden. Dafür haben die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen einen entsprechenden Antrag für die nächste Bürgerschaftssitzung eingereicht, der für das Vorhaben Mittel aus dem Sanierungsfonds „Hamburg 2020“ von bis zu 700.000 Euro vorsieht.


Weitere Mittel werden von der Bezirksversammlung Altona und dem Theater selbst bereitgestellt. Der Immobilienbesitzer garantiert vor dem Hintergrund der finanziellen Beteiligung durch die Stadt Hamburg, den Mietvertrag um mindestens 20 Jahre und zu einem im Quartier unterdurchschnittlichen Mietzins zu verlängern. Das Programm des ältesten Off-Theaters Hamburgs umfasst eine große künstlerische Bandbreite von zeitgenössischem Sprechtheater, über Tanz und Performance, Kinder- und Jugendtheater bis zu Literatur und Musik. Eine Besonderheit ist das 2017 ins Leben gerufene „AUSSICHT“ Festival, das der gemeinsamen Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Behinderung eine Bühne bietet.

 

Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Das monsun.theater bietet nicht nur ein vielfältiges Programm, es füllt innerhalb der Hamburger Theaterszene auch eine ganz besondere Nische. Seit 2017 veranstalten hier Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung das AUSSICHT-Festival, das sich eines wachsenden Publikums erfreut. Umso wichtiger ist gerade hier die Barrierefreiheit des Hauses. Wir wollen mit den 700.000 Euro aus dem Sanierungsfonds 2020 sicherstellen, dass körperbehinderte Künstlerinnen, Künstler und Gäste das Theater selbstbestimmt und würdevoll erreichen können. Das ist auch ein klares Signal für die hohe Priorität, die wir dem Thema Barrierefreiheit in unserer Kulturpolitik beimessen. Im monsun.theater bringen wir Inklusion ganz konkret voran!“

 

Dazu Mareike Engels, gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Auch wegen des monsun.theaters ist Altona ein lebendiger Stadtteil. Deswegen unterstützte ich dieses Theater sehr gerne. Hier treten Menschen mit und ohne Behinderung auf. Damit zeigt das Theater ganz praktisch und lebensnah, wie Inklusion geht. Deswegen ist es allerhöchste Zeit, dass auch das Gebäude barrierefrei wird. Als Altonaerin ist es mir ein Anliegen, die Vielfalt der hier lebenden und arbeitenden Menschen herauszuheben und als Stärke zu fördern.“

 

Dazu Isabella Vértes-Schütter, kulturpolitische Sprecherin der SPD- Bürgerschaftsfraktion: „Die Barrierefreiheit der Hamburger Kulturinstitutionen liegt uns sehr am Herzen – Partizipation und Inklusion in allen Lebensbereichen, so auch in der Theaterwelt, muss gelebte Realität sein. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir anlässlich des 40. Jubiläums des monsun.theaters Mittel aus dem Sanierungsfonds für Modernisierung und Umbau der Spielstätte zur Verfügung stellen können, die vornehmlich für den Ausbau der Barrierefreiheit vorgesehen sind. In der freien Theaterszene gehört das monsun.theater zu den wichtigsten Akteuren in der Arbeit mit behinderten Künstlerinnen und Künstlern. Das Theater hat zudem vor zwei Jahren das erste „mixed-abled“ Festival Hamburgs, das professionelle Künstlerensembles und -gruppen mit und ohne Behinderung als Plattform des künstlerischen Austauschs dient, gegründet. Weitere „mixed-abled“ Formate sind in Planung, deshalb ist es umso wichtiger, nun die entsprechenden Räumlichkeiten barrierefrei umzubauen.“  

 

Dazu Gabi Dobusch, Vorsitzende des Kulturausschusses und SPD-Bürgerschaftsabgeordnete aus Altona: „Seit nahezu 40 Jahren bereichert und begeistert das monsun.theater die Hamburger Kulturszene und ist ein Anziehungspunkt für sehr viele Menschen in meinem Stadtteil – das vielseitige Programm spricht für sich: Von Produktionen aus den Bereichen zeitgenössisches Sprechtheater, Tanz, Performance, Kinder- und Jugendtheater bis hin zu Literatur und Musik ist alles vertreten – und selbstverständlich gehören auch „mixed-abled“-Formate dazu. Hamburg fördert durch seinen Landesaktionsplan die Teilhabe behinderter Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen, deshalb ist es wichtig und richtig gerade hier die entsprechenden Mittel für die Schaffung von Barrierefreiheit bereitzustellen.“

 

Dazu Francoise Hüsges, Intendantin des monsun.theaters: „Ich danke der Stadt Hamburg insbesondere der Bürgerschaft und dem Bezirk Altona für die Unterstützung zum barrierefreien Umbau des ältesten OFF-Theaters Hamburg. Zum vierzigsten Jubiläum unter dem Motto »40 years more« (Save the Date: 16.09.2020) wünscht sich das monsun.theater Barrierefreiheit auf allen Ebenen – kulturell, räumlich, gesellschaftlich. Mit einem Umbau bietet das monsun.theater eine Spielstätte und ein kulturelles Zentrum für mixed-abled Theater, Tanz und Performance, das in seiner Nachhaltigkeit und Professionalität besticht und den Zugang für das Publikum und die Künstler*innen mit und ohne Behinderung ermöglicht. Hierdurch wird dauerhaft das mixed-abled Theater in die Hamburger Szene integriert, mit der künstlerischen Intention Diversität und neue Ästhetiken sichtbar zu machen, die zur Selbstverständlichkeit in der Kulturlandschaft und Gesellschaft werden sollen.“

 

Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Hamburg modernisiert monsun.theater

Mehr auf KulturPort.De

Erntefest der Kunst – Letzte Session der Setouchi Kunst Triennale 2019 im herbstlichen Farbenrausch
 Erntefest der Kunst – Letzte Session der Setouchi Kunst Triennale 2019 im herbstlichen Farbenrausch



Seit dem Frühjahr steht die Region Setouchi im Südwesten Japans ganz im Zeichen der Kunst Triennale 2019. In drei Sessions von März bis Oktober verwandeln  [ ... ]



Boris Becker – Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten.
 Boris Becker – Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten.



Boris Becker? Gemeint ist nicht „Bobbele“ das Tennisidol, der einstige Sieger von Wimbledon. Gemeint ist der in Köln geborene und lebende Fotokünstler, der [ ... ]



„Ein leichtes Mädchen”. Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo
 „Ein leichtes Mädchen”. Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo



„Ich pfeif auf die Liebe", erklärt die 22jährige Sofia (Zahia Dehar) und stilisiert sich aus Überzeugung zum Objekt der Begierde. Für den Puritanismus der  [ ... ]



Kunst gegen Gewalt; die kolumbianische Künstlerin Doris Salcedo in der Kunsthalle St. Annen
 Kunst gegen Gewalt; die kolumbianische Künstlerin Doris Salcedo in der Kunsthalle St. Annen



Eine „der bedeutendsten Künstlerinnen des 21. Jahrhunderts“ – Kurator Oliver Zybok lehnte sich ziemlich weit aus dem Fenster, als er die kolumbianische K [ ... ]



Vilnius – Die italienische Seele Nordeuropas
 Vilnius – Die italienische Seele Nordeuropas



Kürzlich erst haben am 23. August die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen an den 30. Jahrestag des „Baltischen Wegs“ erinnert. 1989 – gu [ ... ]



40 Jahre Theater Zeppelin, 30 Jahre Theaterschule, 15 Jahre Hoheluftschiff – Und was jetzt? Auf zu neuen Ufern
 40 Jahre Theater Zeppelin, 30 Jahre Theaterschule, 15 Jahre Hoheluftschiff – Und was jetzt? Auf zu neuen Ufern



Ist das ein Schwan oder ein Pelikan? Jedenfalls eines dieser menschengroßen, phantasievoll aus Draht und Stoffen zusammengebastelten Wassertiere, die Stephanie  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.