Neue Kommentare

Maggie zu Walter-Kempowski-Literaturpreis 2019: Guten Abend,
Gibt es denn schon irgendeine...

Lothar Segeler zu Filmtonschaffende erstmals als Urheber*innen an Kinoerlösen beteiligt: Großartig - wie lange haben wir darauf gewartet!...
Alf Dobbertin zu Henri Bergson: Die beiden Quellen der Moral und der Religion: Ein großes Lob dem Rezensenten Stefan Diebitz, d...
Maximilian Buchmann zu „Apocalypse Now - Final Cut”. Der Höllentrip des Francis Ford Coppola: Uff! Nur heute im Kino? Hoffentlich bekomme ich n...
Klaus Schöll zu Am 12. Juli 2019 wird die James-Simon-Galerie eröffnet – in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Ich finde das die Treppe zur James-Simon-Galerie ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Deutsche UNESCO-Kommission fordert Programm zur Förderung inklusiver Bildung

Drucken
Dienstag, den 16. Juli 2019 um 10:17 Uhr
Im deutschen Bildungssystem sind die Chancen ungleich verteilt. Um allen Menschen Zugang zu hochwertiger Bildung zu geben, fordert die Deutsche UNESCO-Kommission ein umfassendes Programm zur Förderung inklusiver Bildung in Deutschland. Der Expertenkreis Inklusive Bildung der Kommission hat dazu ein Empfehlungspapier erarbeitet, um inklusive Bildung schrittweise über die gesamte Bildungsbiografie zu stärken. In dem Papier empfiehlt der Expertenkreis, Kooperationsmöglichkeiten zwischen Bund und Ländern für den Aufbau eines inklusiven Bildungssystems zu nutzen und Bildungsbudgets in den Kommunen zu bündeln.

„Inklusive Bildung ist wesentlicher Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft“, betont Ute Erdsiek-Rave, Vorsitzende des Expertenkreises Inklusive Bildung. „Von der frühkindlichen Bildung bis in die Arbeitswelt müssen wir die Übergänge zwischen den verschiedenen Bildungsstufen besser gestalten“, so Erdsiek-Rave weiter. „Die Lockerung des Kooperationsverbots bietet in diesem Zusammenhang große Chancen. Bund, Länder und Gemeinden müssen zusammenarbeiten, um inklusive Bildung schrittweise umzusetzen.“

 

Übergänge besser gestalten

In dem Empfehlungspapier spricht sich der Expertenkreis der Deutschen UNESCO-Kommission für eine bessere regionale und lokale Vernetzung der Bildungsträger aus. Um Kindern und Jugendlichen den Übergang vom Elementar- in den Primarbereich bis hin zu Arbeit und Studium zu erleichtern, sollen regionale Förderzentren Bildungseinrichtungen beraten und vernetzen. Zudem müsse die „Ausbildung der Ausbilder“ inklusionspädagogisch weiterentwickelt werden.

Die Expertinnen und Experten betonen, dass die Qualität der Bildungsinfrastruktur künftig durch bundesweite Standards abgesichert werden muss. Dazu zähle die Barrierefreiheit ebenso wie die Ausstattung mit Personal und Lehrmaterial. Außerdem sollten unterschiedliche Finanzierungen in Bildungsbudgets auf kommunaler Ebene zusammengeführt werden.
 

Zugang zu Kita und Recht auf Ausbildung

In drei gesonderten Abschnitten formuliert der Expertenkreis Empfehlungen für die besonderen Ansprüche frühkindlicher Bildung, Schule und den Übergang in Beruf und Arbeitswelt. So sollten Zugangsbarrieren zu Krippe und Kita identifiziert und abgebaut werden. Zudem müsse beim Übergang in die Grundschule der individuelle Unterstützungsbedarf einzelner Kinder stärker berücksichtigt werden.


Im Ausbau von Ganztagseinrichtungen sehen die Expertinnen und Experten ein großes Potenzial für mehr inklusive Bildung im Schulbereich. Inklusion lasse sich dort am wirksamsten umsetzen. Sie fordern zudem, die Personalplanung zwischen Bund, Ländern und Kommunen besser abzustimmen und multiprofessionelle Teamarbeit strukturell zu verankern. So seien neben pädagogischen auch psychologisch und therapeutisch geschulte Fachkräfte für eine gelungene Inklusion wichtig.

Auch am Übergang zwischen Schule und Beruf müsse deutlich mehr getan werden, um mehr junge Menschen in Beruf und Ausbildung zu bringen. So solle ein Recht auf Ausbildung geschaffen werden, das jungen Menschen berufliche Perspektiven eröffnet. Zudem empfehlen die Expertinnen und Experten, Betriebe zu unterstützen, die sich für Menschen mit Behinderung oder Benachteiligung öffnen. Eine regionale oder kommunale Beratung und Begleitung am Übergang in die Arbeitswelt sei entscheidend, um alle jungen Menschen zu erreichen.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Deutsche UNESCO-Kommission fordert Programm z...

Mehr auf KulturPort.De

Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien
 Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien



Wie sieht es in anderen Ländern mit dem öffentlichen Raum aus? Bei uns gibt es ihn kaum noch, denn jeder freie Quadratmeter wird dem Auto gewidmet. Können wir [ ... ]



Theater-Horror vom Feinsten – „Mummy Brown/Mumienbraun“ der norwegischen Gruppe Susie Wang schockte beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel
 Theater-Horror vom Feinsten – „Mummy Brown/Mumienbraun“ der norwegischen Gruppe Susie Wang schockte beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel



Das Programmheft hat nicht zu viel versprochen: Eine derart blutige, ins Groteske überzogene Horror Picture Show hat man in Hamburg noch nicht geboten bekommen. [ ... ]



Rainer Mausfeld: „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“
 Rainer Mausfeld: „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“



Die Zitterpartie der Macht
Welch ein Glück im Unglück. Wie üblich nach einem Zwischenfall auf Leben und Tod so auch diesmal, wie erwartet: Kaum war das Kind  [ ... ]



„I Am Mother” Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo
 „I Am Mother” Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo



Grant Sputores post-apokalyptischer Science-Fiction Thriller „I Am Mother” beginnt als intimes Kammerspiel in einem, hermetisch von der Welt abgeschlossenen  [ ... ]



Letizia Battaglia: Retrospektive in Venedig
 Letizia Battaglia: Retrospektive in Venedig



Sie gilt als bekannteste „Mafia-Fotografin“ und als „eine der wichtigsten Fotografinnen unserer Zeit“, aber auch als politisch, ökologisch, sozial und f [ ... ]



DDR-Schlager, Weltraum-Fuzzys und Russische Rapper
 DDR-Schlager, Weltraum-Fuzzys und Russische Rapper



Das erste Wochenende nach der Eröffnung des Sommerfestivals auf Kampnagel
„Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200...“ Manchen mögen  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.