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Vor acht Jahren startete das Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ in fünf Bundesländern. Mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche an 250 Schulen konnten seitdem vom Engagement von mehr als 50 Kulturagentinnen und -agenten, von ihren kulturellen Kompetenzen und Erfahrungen in der Vermittlung profitieren.


Die Kulturagent/innen schufen Kontakte zu den Kulturszenen vor Ort und bahnten einen intensiven Austausch mit unterschiedlichen Kulturinstitutionen an. Die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator hatten das Programm gemeinsam entwickelt und insgesamt 20 Mio. Euro für die vierjährige Erprobungsphase bis 2015 zur Verfügung gestellt. Die am Programm beteiligten Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen unterstützten das Programm durch eine Kofinanzierung und waren eng eingebunden in die Umsetzung.


Kulturagenten für kreative Schulen

Den Kulturagent/innen gelang es, kulturelle Bildung zum inzwischen unverzichtbaren Bestandteil des Schulalltags zu machen und die Schulen darin zu unterstützen, eigene kulturelle Profile zu entwickeln. Deshalb startete mit dem Schuljahr 2015/16 die zweite Phase des Programms in den jeweiligen Bundesländern. Der Schwerpunkt lag dabei in seiner Ausweitung und der Übertragung der Ergebnisse aus der Modellphase auf die Landesstrukturen und damit auf weitere Schulen. Die Länder und ihre zuständigen Ministerien übernahmen die Steuerung dieses Prozesses, den die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator noch einmal insgesamt mit 9 Mio. Euro förderten. Diese Phase wurde durch den Gewinn etlicher Preise und Auszeichnungen für Projekte im Rahmen des Kulturagentenprogramms gekrönt. Umso mehr freut es die Initiatoren des Programms, die Leitung des Programms in der MUTIK gGmbH und die vielen Partner in den Ländern, dass es ausnahmslos in allen Bundesländern auch nach dem Auslaufen der Förderungen durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator weiterhin Kulturagent/innen geben wird.

 

Der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers und Alexander Farenholtz, rechnen diese Entscheidung den Verantwortlichen in den Ländern hoch an: „Uns ist bewusst, dass die intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Kultur eine Flexibilisierung von Strukturen verlangt, die viel Überzeugungsarbeit kostet. Das Kulturagentenprogramm ist nicht zuletzt durch den Rückenwind aus der Politik zu einem Erfolgsmodell geworden. Die Rolle von ‚Agenten‘ als Kulturvermittler hat sich so sehr bewährt, dass sie inzwischen ein eigenes Berufsprofil herausgebildet haben. Wir können also in jeder Hinsicht und bei allen Beteiligten von einer Professionalisierung sprechen, die sich einer fruchtbaren Kombination von Bedarfsanalyse, Innovation, Passgenauigkeit und Qualität verdankt.“ 

 

Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, ist von dem Erfolg und der Nachhaltigkeit des Kulturagentenprogramms überzeugt: „Die Kulturagentinnen und -agenten sind zu einer unverzichtbaren Größe in Kommunen, Schulen und Kulturinstitutionen geworden: Sie bringen ihre Expertise bei landesweiten Lehrerweiterbildungen ebenso ein wie in der Beratung kommunaler Gesamtkonzepte. Sie füllen eine Leerstelle als Brückenbauer und Vermittler zwischen Bildung und Kultur. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass kulturelle Bildung als Teil allgemeiner Bildung verstanden wird und unterstützen Kinder und Jugendliche darin, selbstwirksam und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.“

 

Kulturagenten für kreative Schulen“ ist ein Programm der MUTIK gGmbH sowie der Förderpartner Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e.V., Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, conecco gUG – Kultur, Entwicklung und Management, Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg und Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen. Gefördert wird das Programm durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator sowie die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

 

Quelle: Stiftung Mercator

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