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Ralph Fiennes erhält CineMerit auf dem FILMFEST MÜNCHEN

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Mittwoch, den 15. Mai 2019 um 09:41 Uhr

Der britische Schauspieler und Regisseur Ralph Fiennes wird in diesem Jahr beim FILMFEST MÜNCHEN mit dem CineMerit Award, dem Ehrenpreis des Festivals, ausgezeichnet. Gezeigt wird nicht nur die Deutschlandpremiere seines neuen Films „Nurejew – The White Crow“, sondern auch seine zwei weiteren Regiearbeiten sowie weitere Werke seines schauspielerischen Schaffens. Für die Preisverleihung am Montag, den 1. Juli 2019 wird Fiennes in München zu Gast sein und in einem Filmmakers Live!-Gespräch in der Gasteig Black Box dem Publikum für Fragen zur Verfügung stehen.


Von magischen Gegenspielern über menschliche Schurken und erbarmungslose Nazis bis hin zum liebevoll-verspielten Concierge erfindet Ralph Fiennes sich in seinen Schauspielrollen immer wieder aufs Neue, setzt überraschende Akzente und scheut niemals das Risiko. In einem Interview sagte er, dass ein Leben voller Widersprüche ihm als Schauspieler helfen würde, seine Figuren lebendig werden zu lassen. So prägte er Oscar-prämierte Dramen wie „Schindlers Liste“, „Der ewige Gärtner“ oder „Der englische Patient“ mit seinen intensiven und einzigartigen Darstellungen – und wurde dafür auch mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Diese Wandelbarkeit ist es, die Fiennes zu einem herausragenden und vielseitigen Schauspieler macht, der in den letzten Jahren auch die Regie für sich entdeckt hat.
 

FILMFEST MÜNCHEN

Beim FILMFEST MÜNCHEN wird der britische Schauspieler und Regisseur nun mit dem CineMerit Award ausgezeichnet. Im Rahmen der Preisverleihung präsentiert das Filmfest seinen neuen Film „Nurejew – The White Crow“ (bundesweiter Kinostart: 26.09.2019, Verleih: Alamode Film). Fiennes führte nicht nur Regie, sondern spielte auch die Rolle des berühmten Leningrader Ballettmeisters Alexander Puschkin. Ein zart-bestimmter, intensiver Blick reicht aus und die Aufmerksamkeit ist garantiert. Der Tanzlehrer Puschkin steht im leeren Raum, stoisch ruhig. An der Ballettstange warten seine Schüler auf sein Zeichen. Eine kleine Geste, ein prägnantes „Los geht’s“ – und der Ton ist gesetzt. Ebenso zart-bestimmt ist die Handschrift des Regisseurs Ralph Fiennes. Mit seiner dritten Regiearbeit inszeniert er unaufgeregt sorgsam die unglaubliche Geschichte des legendären sowjetischen Ballettstars Rudolf Nurejew, der die Welt 1961 mit seiner Flucht nach Frankreich verblüffte. Gespielt wird Nurejew vom ukrainischen Weltklasse-Balletttänzer Oleg Ivenko.

„Dass wir Ralph Fiennes, der gerade erst mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, in München ehren und seine neue Regiearbeit präsentieren können, freut mich außerordentlich. Kaum jemand hat so kompromisslos die Filmkunst bereichert“, so Diana Iljine, Festivaldirektorin des FILMFEST MÜNCHEN. „Für mich ist Ralph Fiennes einer der vielseitigsten und wandelbarsten Schauspielerikonen unserer Zeit.“

Darüber hinaus zeigt das FILMFEST MÜNCHEN die zwei weiteren Regiearbeiten von Ralph Fiennes, „Coriolanus“(2011) und „The Invisible Woman“ (2013), sowie weitere Werke seines schauspielerischen Schaffens.

Bevor er im Film Erfolge feierte, war Ralph Fiennes in England längst aus dem Theater berühmt. Mit nur 27 Jahren spielte er wichtige Shakespeare-Rollen im Londoner National Theater und bei der Royal Shakespeare Company. Auch wenn ihn seine Karriere bald zum Film führte, kehrte er doch immer wieder zum Theater zurück, spielte Hamlet, King Lear, Julius Caesar und den Inselmagier Prospero. Mit seiner ersten Regiearbeit „Coriolanus“ übertrug Fiennes sein Verständnis für die Werke Shakespeares schließlich auf die Kinoeinwand und spielte darin selbst den titelgebenden hochmütigen und rachsüchtigen General Caius Martius Coriolanus, der den Unmut des römischen Volks auf sich gezogen hat. Auch in seiner zweiten Regiearbeit „The Invisible Woman“ spielte Fiennes eine der Hauptrollen, den legendären britischen Autor Charles Dickens, der mit der jungen Schauspielerin Nelly eine verzwickte Liebesgeschichte eingeht. Erneut griff der Regisseur hier auf eine literarische Vorlage zurück, den gleichnamigen Roman von Claire Tomalin. Dickens wirkt in der Beziehung zu Nelly gebieterisch und bestimmend, doch schafft es der Schauspieler Ralph Fiennes, seine Unsicherheit und Zerbrechlichkeit beim Älterwerden in das Spiel miteinfließen zu lassen.

Bestimmt und zart, aufrührerisch und feinsinnig, das ist der Ton der Regiearbeiten von Ralph Fiennes. Wie seine Rollen zeigen seine Filme die Widersprüche des Lebens auf.

Quelle: Internationale Münchner Filmwochen GmbH

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