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Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, wird zukünftig als neuer Co-Vorsitzender zusammen mit Mikhail Piotrovsky, Direktor der Eremitage St. Petersburg, die Arbeitsgruppe Kultur des Petersburger Dialogs leiten. Er wurde in dieses Amt als Nachfolger von Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, bei einer Lenkungsausschusstagung des Petersburger Dialogs im Februar gewählt. Diese Woche traf er sich mit Piotrovsky bei der bilateralen Lenkungsausschusssitzung in Berlin zu vorbereitenden Gesprächen für den 10. Petersburger Dialog, der unter dem Dachthema „Deutsche und Russen im nächsten Jahrzehnt“ vom 13. bis 15. Juli 2010 im Rahmen der deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Jekaterinburg stattfinden wird.

Hermann Parzinger sagt dazu: „Der Weiterentwicklung der historisch gewachsenen und auf Freundschaft ausgerichteten Beziehungen zwischen Russland und Deutschland gilt auch in den kommenden Jahren unsere ganze Kraft, und die Arbeitsgruppe Kultur wird hierzu mit neuen Projekten in den Bereichen Film, Ausstellungen und Pflege des kulturellen Erbes Erhebliches beitragen. Darüber hinaus sollte das Engagement des Petersburger Dialogs als Nichtregierungsorganisation mehr denn je öffentliche Wirkung zeigen.“

Der Petersburger Dialog ist ein deutsch-russisches Gesprächsforum unter der Schirmherrschaft der jeweils amtierenden Regierungschefs beider Staaten, das seit 2001 einmal jährlich abwechselnd in Russland und Deutschland tagt. Im Mittelpunkt steht dabei, die Verständigung zwischen den beiden Nationen zu fördern, die Zusammenarbeit in allen Bereichen der Gesellschaften zu vertiefen, Vorurteilen in der Wahrnehmung des jeweils anderen Landes entgegenzuwirken und den deutsch-russischen Beziehungen neue Impulse zu geben.

Parzinger ist auch Sprecher des „Deutsch-Russischen Museumsdialogs“, der 2005 in Berlin von über 80 deutschen Museen gegründet wurde, um die Kooperation zwischen deutschen und russischen Museen zu intensivieren und auch auf fachlicher Ebene die vielen noch offenen Fragen zum Thema Beutekunst zu erörtern. Der Deutsch-Russische Museumsdialog hat Forschungsprojekte in Gang gesetzt, die dem Schicksal dieser Kulturgüter nachgehen sollen. Weitere Aktivitäten sind in Planungen, die sich mit Fragen russischen Kulturgutverlusts während des Zweiten Weltkriegs befassen.

Hermann Parzinger genießt in der Russischen Föderation hohes Ansehen. Am 4. November 2009 überreichte ihm Staatspräsident Medwedew in einer Feierstunde im Kreml den „Orden der Freundschaft der Russischen Föderation“. Parzinger erhielt diese höchste russische Auszeichnung für ausländische Bürger für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und sein vielfältiges Engagement in den Wissenschafts- und Kulturbeziehungen beider Länder, das ihn seit 15 Jahren regelmäßig nach Russland führt. Er ist Ehrendoktor und Träger des Silbernen Ehrenzeichens der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, Ehrendoktor der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau und Träger der Ehrenmedaille der Republik Tuva. Als Archäologe widmet sich der Leibniz-Preisträger seit langem der Erforschung des eurasischen Kulturkreises. In der Ausstellung „Im Zeichen des goldenen Greifen. Königsgräber der Skythen“ präsentierte er 2007/2008 die Ergebnisse seiner Grabungen. Kürzlich erschien die monografische Veröffentlichung seiner Untersuchungen zum Fürstengrab von Arzhan im südsibirischen Tuva.

Quelle: Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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