Neue Kommentare

Herby Neubacher zu Es läuft und läuft und läuft: 15 Jahre „Heiße Ecke“ im Schmidt's Tivoli: Rund 42000 Kondome, 25 000 Würstchen, 16800 Wasc...
Patrick Dissinger zu „Foxtrot”. Samuel Moaz und das Konzept des Zufalls: Ein exzellenter, sehr kluger Film. Danke für den...
erlenmeier zu Historische Tankstellen – auf Spurensuche in Hamburg : Ich arbeite seit vielen Jahren beim Forum geschic...
Bartholomay zu Berliner Mauer 57. Jahrestag: Gedenkfeier ? Um von ihren Taten gegen die ehemal...
Herby Neubacher zu Eindringlicher Holocaust-Roman von Affinity Konar: „Mischling“ – keine leichte, aber lohnende Lektüre: Das hat uns jetzt eigentlich noch gefehlt - Erinn...

News-Port

25 Jahre Kulturstiftung Dortmund

Drucken
Freitag, den 24. November 2017 um 13:35 Uhr
Anlässlich ihre 25-jährigen Beste­hens schenkt die Kulturstiftung Dortmund dem Muse­um Ostwall ein Werk des in Dortmund geborenen Künstlers Martin Kippenberger. Das teilte der Stiftungsvorsitzende, Hans-Dieter Michalski, in einem Pressegespräch zum Auftakt des Jubiläums-Wochenendes mit. Dabei zog er zugleich eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit: Die Kulturstiftung sei seit ihrer Gründung zu einer festen Institution im kulturellen Leben Dortmunds geworden und habe hier dazu beigetragen, Lebendigkeit und Vielfalt von Kunst und Kultur zu fördern und auszubauen.

Anlass der Stiftungsgründung 1992 war vor allem der Wunsch nach einem Konzerthaus in Dortmund, für den insbesondere Ulrich Andreas Vogt vehement warb. Der damalige NRW-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement unterstützte dies. Er empfahl aber, bürgerliches und wirtschaftliches Engagement für Kunst und Kultur in Dortmund zu bündeln, um der Politikden Weg für die Realisierung des Konzerthauses zu ebnen. Dies war der Gründungsanstoß für die Stiftung. Allerdings, so Michalski, stand von Anfang an nicht alleindas Konzerthaus im Fokus der Arbeit, sondern die Förderung der ganzen Breite wichtiger kultureller Veranstaltungen und Einrichtungen als wichtigem Standortfaktor im interregionalenWettbewerb.

Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der IHK Dortmund, unter deren Patronat die Stif­tung steht, bekräftigtden Ansatz: „Eine neue Allianz zwischen Wirtschaft und Kultur war damals notwendiger dennje – ebenso wie die dauerhafte Existenz einer Institution, die Kunst und Kultur in Dortmund fördert und mithilft, ihnen auch außer­halb der Stadt, möglichst international, einen besonderen Ruf zu verschaffen.“

Insgesamt hat die Kulturstiftung seit ihrer Gründung mehr als 250 Projekte gefördert. Sie haben dazu beigetragen, durch ein vielfältiges anspruchsvolles Kulturangebot die Standortqualität und das Ansehen Dortmunds zu fördern. Dazu trägt auch die 1998 aufgenommene Verleihungvon Preisen an international herausragende Künstler wie zuletzt Anne-Sophie Mutter, Heinz Mack oder Edita Gruberova bei, die bundesweit den Blick auf Dortmund gelenkt haben.

Für die Förderung hatdie Stiftung bislang fast 4 Mio. € aus den Erträgen des inzwi­schen auf 5,8 Mio. € angewachsenem Stiftungsvermögens aufgewandt. Zu ihm haben fast 170 Unternehmen und Privatpersonen beigetragen. Aktuell, so Michalski, werde der Stiftungsgedanke allerdings auf eine besondere Probe gestellt. Durch die anhaltende Niedrigzinsphase sinken die Zinseinnahmen beständig und mit ihnen auch die Förder­möglichkeiten. Unverzichtbares privates Engagement in vielen gemeinnützigen Berei­chen werde so erheblich beeinträchtigt. Dabei sei der Bedarf groß. So habe das kulturelle Angebot im Wettbewerb der Standorte noch deutlich an Bedeutung zuge­nommen, während die öffentlichen Mittel für Kulturförderung begrenzt seien.

Gleichwohl sieht sich die Kulturstiftung Dortmund auf einem guten Weg, auch künftig ihren Beitrag zur Entwicklung der Kulturlandschaft Dortmunds beizutragen. Dazu will sie auch weiterhin nicht nur Lückenbüßer sein, wo andere Mittel ausbleiben, sondern ihrer Linie treu bleiben, aus eigener Kraft und Verantwortung zusätzlicheAngebote und Ideen zu verwirklichen, die Dortmund ein Stück mehr lebens- und erlebenswert machen.

Die Kulturstiftung wird ihr Jubiläum am Sonntag im Industrieklub Dortmund begehen. Dabei wird Ministerpräsident a. D. Wolfang Clement ein Grußwort sprechen und so seine anhaltende Ver­bundenheit mit dem zeigen, was er selbst mit angestoßen hat.

„Wir wollen an diesem Tag aber nicht nur feiern, sondern auch erneut fördern – durch ein Geschenk an die Stadt Dortmund und ihre Bürger“, gab Stiftungsvorsitzender Michalski bekannt. Dabei handelt es sich um eine Kollage von Martin Kippenberger (* 1953, †1997). Der Künstler von internationalem Ruf ist zwar in Dortmund geboren, derzeit befindet sich hier aber keines seiner Werke in einer öffentlichen Sammlung. Dies will die Kulturstiftung ändern und damit auch den Anstoß für eine möglicher­weise breitere Präsentation Kippenbergers  im Museum Ostwall geben.

Edwin Jacobs, Direktor des Museums Ostwall im Dortmunder U, würdigte das Geschenk und stellte die Bedeutung für das Museum heraus: „Dieses Werk von Martin Kippenberger regt zu Überlegungen an, die Sammlung des Museums Ostwall um weitere seiner Arbeiten, z. B. Malerei, Skulpturen, zu bereichern. Es regt dazu an, sich Gedanken über eine Ausstellung zu machen. Sex, Drogen und Rock & Roll sind mit Kippenberger als deutschen Boheme verbunden und diese Arbeit dokumentiert sein raues Leben als Künstler. Er widmete sich der Bildenden Kunst, hatte eine Punkband und betrieb mit dem SO36 einen Club. Er hatte keinen bestimmten Stil - das war sein Stil. Und genau das stärkt die Sammlung des Museums Ostwall, die sich über verschiedene Stilrichtungen der Kunstgeschichte erstreckt und so eine Eigenschaft aufweist, die sich auf natürliche Weise mit der gleichen Eigenschaft des Künstlers verbindet.“

Quelle: IHK Dortmund

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > 25 Jahre Kulturstiftung Dortmund

Mehr auf KulturPort.De

„Doing the Document“: Die Welt durch die Kameralinse
 „Doing the Document“: Die Welt durch die Kameralinse



Von Diane Arbus über Walker Evans und August Sander bis zu Piet Zwart: Über 200 Werke der bekanntesten Fotograf*innen des 20. Jahrhunderts sind dank einer Sche [ ... ]



„Carte Blache“ in der Galerie Hengevoss-Dürkop
 „Carte Blache“ in der Galerie Hengevoss-Dürkop



Wann bekommt man schon mal eine Carte Blache – zumal von einer Galeristin? Doch Kerstin Hengevoss-Dürkop hatte volles Vertrauen zu dem belgischen Künstler Va [ ... ]



Die Stunde der Matrosen – Kiel und die deutsche Revolution 1918
 Die Stunde der Matrosen – Kiel und die deutsche Revolution 1918



Zehn Tage dauerte der Aufstand. Gemeint ist der Matrosenaufstand in Kiel. Der Aufstand brach Ende Oktober 1918 auf den Schiffen der Hochseeflotte vor Wilhelmshav [ ... ]



Es läuft und läuft und läuft: 15 Jahre „Heiße Ecke“ im Schmidt's Tivoli
 Es läuft und läuft und läuft: 15 Jahre „Heiße Ecke“ im Schmidt's Tivoli



Von solchen Zahlen kann man nicht einmal träumen. Rund 42000 Kondome, 25 000 Würstchen, 16800 Waschmaschinenladungen und 12600 Bierdosen wurden in sage und sch [ ... ]



Ludwig und Benyamin Nuss: Songs & Ballads
 Ludwig und Benyamin Nuss: Songs & Ballads



Zwei Instrumente, zwei Musiker – Vater und Sohn – ein Duo-Debüt-Album mit Liedern und Balladen. Zwei die sich verstehen und sich offensichtlich mit musikali [ ... ]



„Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm”. Dialektik für Genießer
 „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm”. Dialektik für Genießer



In „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm” schildert Regisseur Joachim A. Lang die Querelen um jenes nie gedrehte Leinwand-Epos, während er es zugleich [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.