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Deutsche Literaturgesellschaft sucht neue Autoren

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Mittwoch, den 24. Februar 2010 um 11:51 Uhr
Schon seit jeher hatte jede Verlegerpersönlichkeit den Anspruch, neben seinen "Zugpferden", den berühmten Autoren, auch (noch) unbekannte Schriftsteller zu fördern. Nur so konnten diese eine Chance erhalten, auf dem Markt wahrgenommen zu werden – und nur so entstanden auch die nächsten "Großen" von morgen. Die Deutsche Literaturgesellschaft ruft jetzt Autoren dazu auf, ihre Manuskripte zur kostenfreien Prüfung einzureichen.

Während heute die meisten Verlage nur noch auf Bestsellerjagd sind und fast ängstlich dem Mainstream folgen, hält die Deutsche Literaturgesellschaft an der verlegerischen Tradition fest. Schon in der Satzung der Deutschen Literatur- und Verlagsgesellschaft ist die Zielrichtung klar vorgegeben: "Zweck der Gesellschaft ist die Förderung deutschsprachiger Literatur und Förderung neuer Autoren."

Der Verlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst vielen Autoren und guten ausgewählten Büchern eine Chance zu geben. Dabei achtet man auf ein ausgewähltes Programm: Nur so wird sichergestellt, dass jedes Buch auch das richtige Umfeld findet, in dem es die Aufmerksamkeit von Presse, Buchhandel und Lesern findet, die es verdient.

Von den rund 350 monatlich angebotenen Manuskripten schaffen es letztendlich nur drei oder vier zur Veröffentlichung als Buch – aber viele Autoren, die heute weltberühmt sind, wären nie so weit gekommen, wenn sie nicht den ersten Schritt getan hätten. Aus diesem Grund beschäftigt sich die Deutsche Literaturgesellschaft intensiv mit jedem eingesandten Manuskript. Nutzen Sie Ihre Chance und senden Sie Ihr Manuskript an die

Deutsche Literaturgesellschaft
Das Lektorat
Europa-Center
10789 Berlin
www.Deutsche-Literaturgesellschaft.de

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avatar Ak Fairlag
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Über 50 Literatureinrichtungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz warnen als Unterstützer des Aktionsbündnis für faire Verlage (www.ak-fairlag.com) ausdrücklich vor den Machenschaften sog. Pseudoverlage, bei denen der Autor dafür Geld bezahlen muss, dass etwas publiziert wird. Diese Unternehmen kehren schamlos das Verlagsprinzip um. Unternehmen wie dieses führen sind als "Geschäftemacher auf den Rücken der Autoren" bereits seit Jahren bekannt.

Besagte Deutsche Literaturgesellschaft, welche neu auf den Markt getreten ist, machte auch in der jüngsten Vergangenheit von sich Schlagzeile, indem eine Veröffentlichung von Elke Heidenreich vorgaukelte und dreist mit ihrem Konterfei warb.

„Dreist“, so nennt es das Literatur-Café (www.literaturcafe.de) in einer Meldung vom 18. April 2009. Ein anderes Wort als „dreist“ lässt sich dafür auch wahrlich nicht mehr finden: Ein auf dem Markt seit einiger Zeit neu aufgetauchter Druckkostenzuschuss- und Pseudoverlag scheint ganz unverfroren um die finanzielle Gunst von Autoren zu werben.

Die sog. „Deutsche Literaturgesellschaft“ hatte auf der Website des „Verlages“ einen neuen Titel angekündigt, bei der Elke Heidenreich angeblich als Mitherausgeberin fungiere. Groß prangt Heidenreichs Gesicht von dem Cover: »Bücher könnte ich lassen, Oper nie!«.

Tatsächlich ist dieser Titel von einer Zusammenarbeit Heidenreichs für eine Musik-Edition des Bertelsmann Verlags „geklaut“ und unautorisiert verwendet worden, so bestätigt Elke Heidenreich gegenüber dem Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA) und dem Literatur-Café. Sie ist über so viel Dreistigkeit schockiert ist und verwahrt sich vor solchen unseriösen Machenschaften. „Ein solches Unternehmen kenne ich gar nicht und würde in »so einem Verlag« niemals veröffentlichen“, so Elke Heidenreich. „Ich bin zornig und empört über soviel Dreistigkeit.“

Dem Aktionsbündnis für faire Verlage (www.ak-fairlag.com) liegen mehrere Verlagsverträge besagten Unternehmens vor, bei denen ein obligatorisches Anschreiben beigefügt ist: „Von den etwa 350 monatlich eingereichten Manuskripten schaffen es letztendlich durchschnittlich vier zur Buchveröffentlichung“, heißt es dort. Beigelegt ist ein Verlagsvertrag über bis zu knapp 10.000 Euro, der darüber hinaus auch empörend weitreichende Rechteübertragungen auf den „Verlag“ vorsieht. Autorenverbände werfen dem Unternehmen vor, auf besonders heimtückische Weise unerfahrene Autoren in die Irre zu führen.

Schamlose Werbung mit „Verbrannten Autoren“

Weiter heißt es in den Anschreiben, die Interessenten erhalten: „Wie Sie wissen, veröffentlicht die Deutsche Literaturgesellschaft neben der Bibliothek des Romanischen Café, in der wir Bücher publizieren, die der Bücherverbrennung der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind, auch neue, unbekannte Autoren.“ . Hier wird mit schamlosen Mitteln um die Gunst von unerfahrenen Autoren geworben.

Wie das Literatur-Café weiter berichtet, ist der Geschäftsführer dieser sog. „Literaturgesellschaft“, ein Jörgen Ellenrieder nicht ganz unbekannt. Unter dem Namen Jörgen Hansen gibt er angeblich das erwähnte Buch zusammen mit Elke Heidenreich heraus, die davon jedoch nichts weiß. Jörgen Hansen, der sich selbst auch schon mal gerne als »schwedischer Erfolgsautor« bezeichnet, ist Kennern von Zuschussverlagen bereits unter dem Doppelnamen Jörgen Hansen-Ellenrieder bekannt, berichtet das Literatur-Café weiter. Als Partner von Rodja Smolny trat er als schwedischer Vertreter der angeblich von dort stammenden Literaturagentur »Lindbergh & Well« auf, welche Ende 2007 nach einem kritischen Bericht des NDR wieder vom Markt verschwand. Diese Firma war in seriösen schwedischen Literaturagenturkreisen gänzlich unbekannt und verlangte von unbekannten Autoren Geld für ein kostenpflichtiges Lektorat. Das Literatur-Café: „Nach dem Fernsehbeitrag ging sowohl die deutsche als auch die schwedische Website offline, für die Jörgen Hansen-Ellenrieder als Ansprechpartner fungierte. Nun setzt er seine Arbeit anscheinend wahlweise als Jörgen Hansen oder Jörgen Ellenrieder bei der »Deutschen Literaturgesellschaft« fort.“

Das Aktionsbündnis für faire Verlage, ein Zusammenschluss von über 50 Autorenverbänden und gemeinnützigen Literaturorganisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz warnen vor den Machenschaften von Pseudoverlagen: www.ak-fairlag.com
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