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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Viele Filme aus Südost-Europa beschäftigen sich im Kontext der Nachkriegszeit mit Fragen von Heimat und Migration. Dabei spielt das Sichtbarmachen verborgener Lebensgeschichten, die überall auf dem Balkan kursieren, eine wesentliche Rolle. Die Filme erzählen Geschichten von unterdrückten Identitäten, Exil, Vertreibung und Anpassung, die in den offiziellen Darstellungen kaum eine Rolle spielen, umso mehr jedoch in den mündlichen Überlieferungen. Die zeitgenössischen Filmemacherinnen geben in ihren Filmen Menschen eine Stimme, die selten oder nie gehört werden. Diese Geschichten beziehen sich nicht nur auf die jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen dieser Region, sondern reichen vielmehr weit in die Geschichte zurück.

Immer mehr Regisseurinnen aus der Balkan-Region greifen zur Kamera und feiern zunehmend große Festivalerfolge – Jasmila Zbanic gewann mit „Grbavica“ bei der Berlinale 2006 den Goldenen Bären – und so gilt es, ihren Filmen als Nachbarn in West-Europa ein Forum zu bieten. Zeit nun also für das IFFF Dortmund | Köln, einen Überblick zu gewähren und mit den Filmemacherinnen ins Gespräch zu kommen.

Für die Programmauswahl zeichnen die Journalistin und Filmemacherin Rada Sesic und für das IFFF Dortmund | Köln Betty Schiel und Sonja Hofmann verantwortlich.

Außerdem stellt die slowenische Medien-Künstlerin Marina Grzinic für das Festival ein Programm mit eigenen und Arbeiten von Kolleginnen zusammen.

Weitere Sektionen des Festivals 2010:

Bereits zum sechsten Mal wird in Köln der Internationale Debüt-Spielfilmpreis vergeben. Acht internationale Produktionen gehen ins Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Preis. 2008 ging der Preis an die Französin Aurélia Georges für „L’homme qui marche.“

Die Sektion begehrt! – Filmlust queer ist das große Forum aktueller Lesben- und Transgender-Filme. Das Panorama zeigt internationale Filme von Frauen der letzten beiden Produktionsjahre und ist grundsätzlich offen für alle Genres. Der Schwerpunkt liegt auf dem künstlerischen Dokumentarfilm, formal interessanten Spielfilmen und Kurzfilmen sowie Musikvideos.

Mit einem eigenen Filmprogramm für Kinder und Jugendliche macht das Festival den Kölner Schulen das Angebot, Themen für den Unterricht zu adaptieren.

Das Festival versteht sich auch als Forum für Vernetzung, Austausch und Fortbildung. Für Frauen in der Filmbranche wird es auch 2010 parallel zum Festival wieder ein anspruchsvolles Angebot an Workshops und Master Classes geben, das die ehemalige Leiterin des Berlinale Talent Campus, Christine von Fragstein, für das IFFF Dortmund | Köln betreut.

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