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Vorstellung der Studie „Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg“

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Dienstag, den 19. Januar 2010 um 15:25 Uhr
Für eine Kultur der Offenheit.
Welche kreativen Milieus gibt es in Hamburg? Wie sind sie entstanden? Welche geeigneten Ansätze gibt es zur Förderung kreativer Milieus und wo könnten sich diese in Hamburg in der Zukunft entwickeln? Dies sind Kernfragen des Gutachtens „Kreative Milieus und offene Räume“, das die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Anfang 2009 in Auftrag gegeben hat und das heute im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Senatorin Anja Hajduk, Senatorin Prof. Dr. Karin von Welck , Bernhard Fischer - Appelt, fischerAppelt AG, und Christine Ebeling, Sprecherin der Hamburger Initiative ‚Komm in die Gänge‘, in der Freien Akademie der Künste vorgestellt wurde.

Das Gutachten macht deutlich, dass kreative Milieus einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Stadt leisten. In ihnen zeigen sich besonders gut Veränderungen der Gesellschaft. Hier können auf engem Raum neue Lebens- und Arbeitsformen und Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden und voneinander profitieren. Diese Mischung erzeugt lebendige und interessante Orte für Bewohner und Besucher. Bei den Prozessen gilt es jedoch, kritische Folgen für Anwohner und Beschäftigte zu vermeiden.

Die Untersuchung zeigt weiter, dass Hamburg neben seinen kreativen Stammzellen Schanzenviertel/St. Pauli/Ottensen noch über weitere Quartiere verfügt, in denen sich Kreativwirtschaft und künstlerisches Wirken in besonderer Weise konzentrieren und das städtische Umfeld mit prägen. Besondere Entwicklungspotenziale zeigt die Studie zum Beispiel für die Schnittstelle östliche City – Oberhafen/Großmarktareal. Aber auch für Räume im Osten der Inneren Stadt, wie Hammerbrook, Hamm-Süd und Rothenburgsort und Stadtviertel wie Wilhelmsburg oder Barmbek macht das Gutachten kreative Entwicklungspotenziale deutlich. Auch bei der Entwicklung der Szenen rückt Hamburg weiter ans Wasser.
Als wichtige Rahmenbedingungen werden nicht nur niedrigschwellige Raumangebote des Quartiers genannt, sondern unter anderem auch die Lage, die Vernetzung der Akteure im Quartier, wichtige Schlüsselpersonen sowie die Nähe zu Auftraggebern und Partnern.

Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk: „Eine lebendige Metropole braucht eine lebendige kreative Szene. Das Gutachten zeigt, dass sich Hamburg weiter zu einer kreativen Metropole entwickeln kann. Wir unterstützen bereits eine ganze Reihe von konkreten Projekten – über das Gängeviertel bis zu dem geplanten Künstlerhaus Veringhöfe in Wilhelmsburg. Das entstehen kreativer Milieus ist aber nicht allein am Schreibtisch planbar. Die Studie fordert zu Recht von allen Akteuren und der Stadtplanung eine Kultur der Offenheit für kreative Milieus. Das Gutachten leistet damit auch einen wichtigen Beitrag für die aktuelle Debatte um die beste Stadtentwicklung und hilft uns damit, Hamburg weiter zu einer lebendigen Metropole zu entwickeln.“

Senatorin Prof. Dr. Karin von Welck: „Zu den Kreativen und Künstlern in Hamburg gehören Bildhauer wie Games-Entwickler, Musiker wie Maler. Gerade diese Bandbreite braucht unsere Stadt – große Namen sind dabei ebenso wichtig wie junge und unbekannte Künstler. Vor allem letztere brauchen unsere Unterstützung, sei es durch Förderprogramme oder vor allem durch erschwingliche Räume zum Leben und Arbeiten. Daher wird ein Schwerpunkt der Kreativagentur des Senats sein, neue Flächen zu erschließen, Kreative bei der Suche nach geeigneten Immobilien zu unterstützen sowie Angebot und Nachfrage besser zusammen zu bringen. Das vorliegende Gutachten trägt dazu bei, unsere Ziele mit einer nachhaltigen Stadtplanung in Einklang zu bringen.“

Gutachter Prof. Klaus Overmeyer, studio UC, Berlin: „Die Hamburger Debatte der letzten Wochen zeigt, dass Fragen zur Zukunft der Stadt und der Lebensbedingungen für ihre Bewohner und Bewohnerinnen viele Menschen bewegen. Amsterdam hat gezeigt, wie man mit einer Strategie der Offenen Stadt und einer konzentrierten Förderung die Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze von Künstlern und Kreativen verbessert und dies mit der Entwicklung neuer und alter Orte der Stadt verbinden kann. Wir können dabei viel von den Entstehungsprozessen der kreativen Milieus und ihren Akteuren auch für die Stadtentwicklungsplanung lernen.“

Quelle: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

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