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Anton Pincas wurde 1935 in Sofia, Bulgarien, geboren und kam 1944 mit seiner Mutter nach Tel Aviv. Er ist im deutschen Sprachraum annähernd unbekannt, bisher sind nur einzelne Gedichte von ihm verstreut erschienen. In Israel wurden acht Gedichtbände veröffentlicht und 2005 erhielt er den angesehenen Israel-Preis für Dichtung. Er hat für United Press, als Übersetzer und als Herausgeber der Verlage Am Oved und Sifriat Poalim Publishers gearbeitet. Darüber hinaus hat er zwei Kunstgalerien geleitet und beschäftigt sich auch immer noch mit zeitgenössischer Kunst. Pincas ist ein Dichter des mediterranen Raumes. Gut vertraut mit der klassischen Dichtung, hat er sich bewusst dem Meer zugewandt und betrachtet Israel als ein Land des alten Mare Nostrum, der abendländischen, jüdisch-christlichen Kultur. Er ist ein Beobachtender und ein Erinnernder, der in seinen Texten das Wesen der Zeit heraufbeschwört: Als Kristallisation der Innerlichkeit ist die Zeit bei Pincas ein Synonym für die Erinnerung.

Tuvia Rübner wurde 1924 in Preßburg, heute Bratislava, geboren und lebt seit 1941 in der Nähe von Haifa als hebräisch- und deutschsprachiger israelischer Lyriker, Literaturwissenschaftler und literarischer Übersetzer. Er wurde mit verschiedenen renommierten Preisen gewürdigt, für sein Gesamtwerk wurde ihm 2008 der Israel-Preis für Literatur zuerkannt. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur. Eine erste Auswahl seiner Gedichte wurde von Christoph Meckel und Efrat Gal Ed ins Deutsche übersetzt und erschien 1990 bei Piper. Seine Werkausgabe erscheint im Rimbaud Verlag, Aachen; gerade ist sein bisher letzter Gedichtband „Lichtschatten“ dort erscheinen. Im Wallstein Verlag, Göttingen, gab er zusammen mit Dafna Mach den „Briefwechsel Martin Buber - Ludwig Strauß 1913-1953“ heraus sowie zusammen mit Hans Otto Horch „Gesammelte Werke in vier Bänden von Ludwig Strauß“.

Beide Autoren, in diesem Fall Autor und Übersetzer, sind Anfang der vierziger Jahre aus ihrer alten Heimat nach Israel gekommen, auf der Flucht vor den Nazis.

Bei allen Unterschieden zwischen den zwei Personen – durch diese Ähnlichkeit der Erfahrung bekommt der Text auch in der Übersetzung eine ungeheure Intensität, Tiefe und Weite.

Informationen

Quelle: Kulturnewsletter der Beotschaft des Staates Israel

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