NewsPort - Kunst & Kultur aktuell

Kultur, Geschichte & Management
Dass es im fünften Jahr Fluktuation gibt, was die teilnehmenden Betriebe angeht, ist nachvollziehbar, umso interessanter ist es einmal, mit einem Inhaber zu sprechen, der sich mit seinem Unternehmen erstmals bei der „add art“ in dieser Form dem Publikum stellt.
Tilo Maria Pfefferkorn vom „ecos office center“ antwortet auf die Fragen von KulturPort.De-Chefredakteur Claus Friede:

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Claus Friede (CF): Was hat Sie veranlasst, bei der Add Art 2017 teilzunehmen?

Tilo Maria Pfefferkorn (TMP): Das Format hat mich schon in den letzten Jahren sehr angesprochen. Die Unterstützung junger Nachwuchskünstler in Verbindung mit Unternehmen ist eine großartige Idee!

CF: Haben Sie in der Vergangenheit in Ihrem Unternehmen Berührung zu Kunst und Kultur gehabt?

TMP: Kunst spielt für mich persönlich und in meinem Unternehmen eine sehr gewichtige Rolle. Beides sind Bestandteile meines Lebens, die ich nicht missen möchte.
Dies erklärt auch warum wir auch schon früher immer wieder Künstler eingeladen haben in unseren Räumen auszustellen. Die Veränderung, die die Räume dadurch erfuhren, war oft frappierend.

CF: Sie sind ein international operierendes Unternehmen für „Smart Business Solutions“. Welche konkreten Möglichkeiten sehen Sie im Austausch mit Künstlern und Kunst für Ihr Unternehmen, Ihre Mitarbeiter, Ihre Kunden und sich selbst?

TMP: In den beiden Bereichen Wirtschaft und Kunst gibt es häufig Berührungsängste. Wir möchten die beiden kreativen Prozesse verbinden um Synergien zu erwirken. Wir verstehen uns als Spezialist für „kunstvolles“ Arbeiten.
Am meisten hoffe ich, dass der Funke der Begeisterung auf Kunden, Gäste und auch auf die Mitarbeiter überspringt.

CF: Die Arbeitswelt ändert sich Zusehens, sie wird schneller, sie wird immer digitaler, sie benötigt geistige und räumliche Flexibilität. Künstler kennen durch ihre eigene berufliche Situation die Chance, aber auch den Zwang, sich ständig neu erfinden zu müssen, um nachhaltig kulturelle Kommunikation zu produzieren. Welche (weiteren) berufsübergreifenden Übereinkünfte sehen Sie gerade in diesen Feldern mit Ihrem Unternehmen?

TMP: Genau damit beschäftigt sich auch mein Unternehmen, flexible Lösungen (auch räumlich) zu finden, die individuell auf den Kunden zugeschnitten sind – täglich begegnen uns neue Situationen und Wünsche von jungen Gründern, aber auch namhaften Unternehmern, die uns vor die Herausforderung stellen kreativ zu agieren. Leiten lasse ich mich dabei immer von den Wünschen meiner Kunden, dem Zweck meines Unternehmens und unseren Mitarbeitern.

CF: Mit welchen Erwartungen sehen Sie dem Add-Art-Wochenende entgegen? Wo und auf wen gerichtet liegt Ihr kommunikativer Fokus?

TMP: Wir haben sehr hohe Erwartungen an die Veranstaltung. Ich glaube, mit Julius Bernstein und Bofeng Lin haben wir zwei Ausnahmetalente gefunden, die mit ihrer Kunst zum ersten Mal an eine größere Öffentlichkeit treten. Und ja, es geht auch um unser Geschäft, natürlich wollen wir auch etwas Gutes für unsere Kunden tun, aber eben nicht mit dem „Dollar-Zeichen“ in den Augen, sondern mit Kunst, Herz und Begeisterung.

CF: Kunst ist spätestens seit der Moderne immer erklärungsbedürftiger geworden. Welche Vermittlungsformen sind für Ihre Mitarbeiter und/oder Kunden die sinnvollsten? Was möchten sie von der Kunst wissen?

TMP: Der Zugang zur Kunst ist so vielfältig geworden, wie unsere ganz persönlichen Lebensformen, jeder kann sich seine Art des Zugangs zu Kunst verschaffen und verschiedene Möglichkeiten ausprobieren.
Mein Unternehmen liegt gegenüber der Hamburger Kunsthalle – für mich persönlich gehört zu Kunst auch das Drumherum – also z.B. ein Museum oder auch eine alternative Präsentationsfläche, wie ein Wirtschaftsunternehmen.

CF: Für Künstler sind die Produktionsräume äußerst selten auch die Präsentationsräume. Es macht für sie einen Unterschied, in einem weißen, neutralen Ausstellungsraum ihre Werke zu zeigen oder an einem vordefinierten, bereits anders genutzten Ort. Räume spielen generell in der Geschäftswelt und gerade bei jungen Start-up-Unternehmen eine zentrale Rolle, sie sollen für viele nicht nur zentral gelegen, sondern möglichst auch charaktervoll, motivationsfördernd und inspirierend – teilweise auch zeitlich limitiert sein. Welche Räume stellen Sie den Add-Art-Besuchern zu Verfügung?

TMP: Besucher haben die Möglichkeit, unser Center in einem anderen Licht kennen zu lernen. Die Künstler entscheiden welche unserer Räume sich am besten zur Präsentation eignen. Auf 4 Etagen bieten wir Büroräume, Konferenz-, Meeting- und Seminarräume an, die es gilt zu „schmücken“. Sicher wird sich ein Großteil in unserer 5. Etage abspielen. Dort hat man neben dem Blick auf die Werke einen wunderschönen Blick auf die Kunsthalle und die Alster.

„add art“ Hamburg
23. bis 26 November 2017
Podiumsdiskussion: Sa. 25.11.2017, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30h) bei Handelskammer InnovationsCampus
Adolphsplatz 6, 20457 Hamburg
Weitere Informationen und Gesamtprogramm

Alle Führungen und Anmeldung
Führungen bei „ecos office center“
Glockengießerwall 17
20095 Hamburg
Führung (Anmeldung auf addart.de)
Fr, 24.11.: 18:00; Sa, 25.11.: 12:00, 14:30
So, 26.11.: 12:00, 14:30
Besichtigung (ohne Anmeldung)
Do, 23.11.: 17:00-20:00; Fr, 24.11.: 17:00-20:00
Sa, 25.11.: 11:00-16:00; So, 26.11.: 11:00-16:00

„add art“ nutzt in diesem Jahr erstmals WhatsApp als zusätzlichen Informationskanal. Dazu kooperiert „add art“ mit dem Anbieter „hello!guide“, der Messenger-Tourguides unter anderem für Museen und als Begleiter für Kultur events anbietet.


KulturPort.De ist
seit 2013 Medienpartner der add art".


Abbildungsnachweis:
Header: Innenansicht mit Werk von Bofeng Lin bei ecos office center Hamburg. Foto: ecos
Galerie:
01. „add art“-Motiv 2017. © Annika Siems
02. Führungen
03. Lageplan
04. Lin Bofeng, o.T. 2016
05. Vanessa Hartmann: Deep, Drahttypo; bei Schipper Company, 2016

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