Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 768 Gäste online

Neue Kommentare

Hans-Joachim Schneider zu Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg: Herrrlisch, würde der Rheinländer in mir sagen....
Wajda Art zu „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?: Wir suchen nach Enthusiasten der Kinematographie ...
Manfred Köck zu Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali: schade, dass sie nicht mit ihren stammmusikern un...
Helmuth Barth zu Thomas Gainsborough – die moderne Landschaft: Vorausschicken möchte ich, dass ich neben Bilder...
Anna Grillet zu „Call Me by Your Name”. Die Sinnlichkeit des Luca Guadagnino: Leider nein, kann die bitterböse ästhetisch bri...

CDs KlassikKompass

Pablo Villegas: Americano

Drucken
(41 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Mittwoch, den 16. September 2015 um 14:23 Uhr
Pablo Villegas: Americano 4.5 out of 5 based on 41 votes.
Pablo Villegas

Auf einer musikalischen Reise durch Süd- und Nordamerika präsentiert der junge spanische Gitarrist Pablo Villegas die unterschiedlichen Spielarten, die das aus Spanien über den Atlantik gebrachte Instrument in verschiedenen Ländern Amerikas entwickelt hat. Hier treffen sich Tango und Volkstanz, Préludes und Musical, Bluegrass und Träumereien, gespielt in höchster Perfektion.

18 Mal Amerika, vom Süden bis in den Norden, als musikalische Reise mit der klassischen Gitarre. Ein hübsches, freilich nicht allzu originelles Konzept des jungen spanischen Gitarrenvirtuosen Pablo Villegas. Jedenfalls aber die Gelegenheit für ein feines Solo-Album, auf dem der Mann aus dem Land, aus dem die Gitarre in die neue Welt gebracht wurde, ganz unterschiedliche Musik zusammengetragen hat. Denn einmal in Amerika angekommen, haben sich ganz unterschiedliche Traditionen fürs Gitarre-Spielen entwickelt.
Pablo Villegas führt sie vor. Einen harten, energie- und spannungsgeladenen „Tango en Skai“, komponiert mit argentinischen Wurzeln vom Franzosen Roland Dyens. Viel weicher die „Danza Paraguaya“ von Agustin Barrios, mit Anklängen an Walzerklänge. Ganz anders als der argentinische Tango der verführerische, romantischere brasilianische wie in „Sons de Carrilhoes“ von João Pernambuco.

Americano CoverVillegas Gitarre kann geradezu magisch singen und Tremolos dahersäuseln wie in Barrios „Un sueño en la floresta“, die Straßen von Rio im Samba-Rhythmus beschwören wie in „Passeio ne Rio“, träumen wie in Villa-Lobos’ „Prelude No.1“. Der US-Filmkomponist John Williams hat für ihn ein virtuoses Solostück für Gitarre geschrieben – „Rounds“ erscheint auf der CD als Ersteinspielung. Und ein bisschen Rampensau muss natürlich auch sein: Der Spanier spielt, klar „Granada“ und deckt damit eine weitere Station seiner Amerika-Reise ab: Der Komponist des Welthits Agustin Lara war Mexikaner.
Amerika-Nord ist mit gleich zwei Musik-Blöcken vertreten: Aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ gibt es „I feel pretty“, „Maria“ und natürlich das rhythmisch und melodisch mitreißende „America“.
Den zweiten Block spielt Villegas zusammen mit Rhythmus-Gitarrist James Chirico: drei Traditionals unter der Überschrift American Bluegrass, bei denen er seiner Gitarre veritable Banjo-Effekte entlockt.

Es gibt eine Menge zu entdecken auf diesem gut durchhörbaren Album. Fast könnte man meinen, es ist als Leistungsschau konzipiert. Das Gitarrenspiel von Villegas präsentiert sich in all seinen Facetten in einem geradezu beängstigend perfekten Wohlklang. Da wünscht man sich fast hier und da einen kleinen emotionalen Ausrutscher, durch den man erführe: Hier spielt ein Mann von großem Temperament, mit glühender Leidenschaft.

Pablo Villegas: Americano
CD harmonia mundi
HMU 907649

Hörbeispiel
Video – Trailer zur CD


Abbildungsnachweis:
Header: Pablo Sainz-Villegas
CD-Cover

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > CDs KlassikKompass > Pablo Villegas: Americano

Mehr auf KulturPort.De

Aspekte Festival 2018 – frozen gesture
 Aspekte Festival 2018 – frozen gesture



Welche kulturellen Spartenschubladen haben wir im Kopf? Wo ist der urbane, kulturelle Humus zu finden? Wieviel Bereitschaft zeigt Publikum für Entwicklungsphase [ ... ]



Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg
 Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg



...beginne ich, indem ich mit meinem Navi streite. Das tut so, als wüsste es nicht von der traurigen Tatsache, dass es in dieser Stadt mehr Baustellen als Kultu [ ... ]



Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit
 Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit



Wie nähert man sich in einer Fotoausstellung einem Land, deren Menschen tagtäglich durch Gewalt sterben, auf der Flucht, im Exil, traumatisiert sind, deren mat [ ... ]



„A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?
 „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?



Lynne Ramsay inszeniert ihre virtuosen Thriller-Impressionen als Exkursion in die Abgründe der Seele.
Ein Auftragskiller ist Joe (Joaquin Phoenix) nicht, er t [ ... ]



Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie
 Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie



George Bernard Shaw (1856-1950) ist vor allem bekannt für sein dramatisches Werk, das über 50 Theaterstücke umfasst. Doch der Künstler hat sich zeitlebens in [ ... ]



Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali
 Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali



Wie konnte sich eine 16jährige Kanadierin, die Opernarien singt und klassische Pianistin werden will, zu einer über jeden „No street credibility“-Verdacht  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.