Neue Kommentare

bbk berlin zu Dortmund geht neue Wege bei der Kunst-Förderung: Die Berliner Künstler*innen freut es sehr, dass ...
Markus Semm zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Sehen Sie: Der Unterschied zw. Heidegger und Cass...
Karin Schneider zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Ein großartiger Artikel! Stefan Diebitz schafft ...
S.Scheunemann-Eichner ,Silke zu Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst. Reformarchitektur und Hochschullehre: Eine wunderbare Einführung zu der Ausstellung im...
Roman Brock zu „Intrige”. Roman Polański und das Recht auf Genie: Ein interessanter Standpunkt zum Thema Polanski ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


CDs JazzMe

Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive

Drucken
(309 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 28. April 2015 um 12:26 Uhr
Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive 4.8 out of 5 based on 309 votes.
Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive

Was für ein frisches, sympathisches Gesicht ist da jetzt auf der Jazz-Bühne?
Agathe Iracema bietet auf ihrem neuen Album “Feeling Alive” gelungene, moderne Arrangements und ein sympathisches Klangbild. Die 25-Jährige hat relaxten Spaß und ihren umwerfenden Charme in Noten übersetzt. Es schwingt überall auf der CD, sie hat Energie, ist stetig im Fluss – und macht einfach gute Laune.

feeling-alive-agathe-jazz-quartetAgathe, Tochter einer Französin und eines Brasilianers, hat eine Menge Temperament fürs Leben und Musizieren mitbekommen. Und Anschauungsunterricht: Ihre der Musik und Kunst zugewandten Eltern nahmen sie zudem schon früh mit hinter die Bühnen dieser Welt. So legte sie wohl jegliches Lampenfieber ab. Auf jeden Fall glaubt man, sie in ihrem natürlichen Element zu hören, zu beobachten. Völlig unbeschwert.
Leise, anheimelnd, kuschelig perlt es aus den Boxen. Oder spritzig und frech, getoppt von einem breiten Lächeln. Hier und da imitiert Agathe Instrumente. Manchmal trällert und klimpert es, als wäre sie grade beim Kuchenbacken und würde nebenbei am Teig naschen. Eine samtige, runde, weiche Stimme nimmt den Hörer mit in ihre Welt. Kommt Tempo dazu, spürt man fast, wie ihre brasilianische Seite anfängt, frohlockend zu galoppieren. Gleichzeitig gibt sie ihren Musikern (Laurent Coulondre – Piano, Jeremy Bruyere – Bass, Pierre Alain Tocanier – Schlagzeug) Raum, sich zu zeigen. Fred Wesley an der Posaune und Nicolas Folmer (Trompete) geben dem Ganzen noch Glanzlichter.

„Jazzstandards neu interpretiert“ könnte dieses Album überschrieben sein. Es vereint Stücke, die man kennt, in modernem Outfit. Dazu gibt’s ein bisschen Funk – und Brasil, logisch. Die Arrangements hat Agathe beigesteuert, ebenso wie einige, wenige Eigenkompositionen. Auch die ein Hinhörer. Auf Festivals, in Clubs oder bei Konzerten kann man sie im Sommer üblicherweise erleben – ein Tipp für laue Sommerabende.

Von Liebe, Leben und vor allem Zusammenleben erzählt „Feeling alive“. Ganz frei und mit Gefühl. Ihre frühere Lehrerin, die US-amerikanische Jazz-Größe Sheila Jordan, ist ziemlich stolz, wie das klingt: „To hear and see how Agathe has grown into this fantastic singer is a thrill for me. I am so proud of her and so happy that I was there when she was just beginning on this magnificent journey she’s on. Agathe is a great talent. The music just flows thru her.“
Fazit zur CD: Schöne Sache das.

Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive
Label: Neuklang
© 2014 Bauer Studios GmbH
NCD4106

Hörprobe
Video Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive

JazzMe - In Kooperation mit Christoph Forsthoff, Sabine Meinert, Sven Sorgenfrey und Willy Theobald. Weitere CD-Kritiken, Interviews und Informationen aus der Welt des Jazz unter
AboutJazz.


Abbildungsnachweis:
Header: Agathe Iracema. Foto: J.-M. Hiblot
CD-Cover

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Kolumne > CDs JazzMe > Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive

Mehr auf KulturPort.De

„The Gentlemen”. Guy Ritchie und die Akribie des Skurrilen
 „The Gentlemen”. Guy Ritchie und die Akribie des Skurrilen



Mit „The Gentlemen”, einem raffiniert schrägen Film-im-Film kehrt Guy Ritchie zurück zu seinen Wurzeln: Absurde, herrlich bösartige Gangsterkomödien wie  [ ... ]



Nils Landgren & Jan Lundgren: Kristallen
 Nils Landgren & Jan Lundgren: Kristallen



Gerade wurde Nils Landgren für „4WheelDrive“ (zusammen mit Michael Wollny, Lars Daniellson, Wolfgang Haffner) als erfolgreichstes Jazzalbum des Jahres 2019  [ ... ]



„Willkommen! Bienvenue! Welcome!“ – Cabaret
 „Willkommen! Bienvenue! Welcome!“ – Cabaret



Hansa Theater ade, am Steindamm steht jetzt der Berliner Kit Kat Club.
Vergangenes Wochenende feierte das Erfolgsmusical „Cabaret“ in Deutschlands älteste [ ... ]



Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition
 Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition



In einer ziemlich rabiaten Kritik demontiert Frank-Peter Hansen den berühmtesten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts.

Die letzten Jahre müssen schwer [ ... ]



„Bombshell”- Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo
 „Bombshell”- Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo



In „Bombshell - Das Ende des Schweigens” rekonstruiert Regisseur Jay Roach den Missbrauchsskandal beim rechtskonservativen US-Sender Fox News. Ein brisantes  [ ... ]



Johannes und Hanna Jäger. Ein Künstlerpaar auf Reisen
 Johannes und Hanna Jäger. Ein Künstlerpaar auf Reisen



Seinen neunzigsten Geburtstag feiert noch im Februar Johannes Jäger, langjähriger Kunstlehrer am Lübecker Johanneum und dazu ein renommierter Maler. Anlässli [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.