Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1046 Gäste online

Neue Kommentare

Wajda Art zu „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?: Wir suchen nach Enthusiasten der Kinematographie ...
Manfred Köck zu Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali: schade, dass sie nicht mit ihren stammmusikern un...
Helmuth Barth zu Thomas Gainsborough – die moderne Landschaft: Vorausschicken möchte ich, dass ich neben Bilder...
Anna Grillet zu „Call Me by Your Name”. Die Sinnlichkeit des Luca Guadagnino: Leider nein, kann die bitterböse ästhetisch bri...
Fabian Drux zu „Call Me by Your Name”. Die Sinnlichkeit des Luca Guadagnino: Danke für den Hinweis auf einen wunderschönen F...

CDs JazzMe

Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive

Drucken
(277 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 28. April 2015 um 13:26 Uhr
Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive 4.8 out of 5 based on 277 votes.
Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive

Was für ein frisches, sympathisches Gesicht ist da jetzt auf der Jazz-Bühne?
Agathe Iracema bietet auf ihrem neuen Album “Feeling Alive” gelungene, moderne Arrangements und ein sympathisches Klangbild. Die 25-Jährige hat relaxten Spaß und ihren umwerfenden Charme in Noten übersetzt. Es schwingt überall auf der CD, sie hat Energie, ist stetig im Fluss – und macht einfach gute Laune.

feeling-alive-agathe-jazz-quartetAgathe, Tochter einer Französin und eines Brasilianers, hat eine Menge Temperament fürs Leben und Musizieren mitbekommen. Und Anschauungsunterricht: Ihre der Musik und Kunst zugewandten Eltern nahmen sie zudem schon früh mit hinter die Bühnen dieser Welt. So legte sie wohl jegliches Lampenfieber ab. Auf jeden Fall glaubt man, sie in ihrem natürlichen Element zu hören, zu beobachten. Völlig unbeschwert.
Leise, anheimelnd, kuschelig perlt es aus den Boxen. Oder spritzig und frech, getoppt von einem breiten Lächeln. Hier und da imitiert Agathe Instrumente. Manchmal trällert und klimpert es, als wäre sie grade beim Kuchenbacken und würde nebenbei am Teig naschen. Eine samtige, runde, weiche Stimme nimmt den Hörer mit in ihre Welt. Kommt Tempo dazu, spürt man fast, wie ihre brasilianische Seite anfängt, frohlockend zu galoppieren. Gleichzeitig gibt sie ihren Musikern (Laurent Coulondre – Piano, Jeremy Bruyere – Bass, Pierre Alain Tocanier – Schlagzeug) Raum, sich zu zeigen. Fred Wesley an der Posaune und Nicolas Folmer (Trompete) geben dem Ganzen noch Glanzlichter.

„Jazzstandards neu interpretiert“ könnte dieses Album überschrieben sein. Es vereint Stücke, die man kennt, in modernem Outfit. Dazu gibt’s ein bisschen Funk – und Brasil, logisch. Die Arrangements hat Agathe beigesteuert, ebenso wie einige, wenige Eigenkompositionen. Auch die ein Hinhörer. Auf Festivals, in Clubs oder bei Konzerten kann man sie im Sommer üblicherweise erleben – ein Tipp für laue Sommerabende.

Von Liebe, Leben und vor allem Zusammenleben erzählt „Feeling alive“. Ganz frei und mit Gefühl. Ihre frühere Lehrerin, die US-amerikanische Jazz-Größe Sheila Jordan, ist ziemlich stolz, wie das klingt: „To hear and see how Agathe has grown into this fantastic singer is a thrill for me. I am so proud of her and so happy that I was there when she was just beginning on this magnificent journey she’s on. Agathe is a great talent. The music just flows thru her.“
Fazit zur CD: Schöne Sache das.

Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive
Label: Neuklang
© 2014 Bauer Studios GmbH
NCD4106

Hörprobe
Video Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive

JazzMe - In Kooperation mit Christoph Forsthoff, Sabine Meinert, Sven Sorgenfrey und Willy Theobald. Weitere CD-Kritiken, Interviews und Informationen aus der Welt des Jazz unter
AboutJazz.


Abbildungsnachweis:
Header: Agathe Iracema. Foto: J.-M. Hiblot
CD-Cover

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > CDs JazzMe > Agathe Jazz Quartet: Feeling Alive

Mehr auf KulturPort.De

Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg
 Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg



...beginne ich, indem ich mit meinem Navi streite. Das tut so, als wüsste es nicht von der traurigen Tatsache, dass es in dieser Stadt mehr Baustellen als Kultu [ ... ]



Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit
 Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit



Wie nähert man sich in einer Fotoausstellung einem Land, deren Menschen tagtäglich durch Gewalt sterben, auf der Flucht, im Exil, traumatisiert sind, deren mat [ ... ]



„A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?
 „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?



Lynne Ramsay inszeniert ihre virtuosen Thriller-Impressionen als Exkursion in die Abgründe der Seele.
Ein Auftragskiller ist Joe (Joaquin Phoenix) nicht, er t [ ... ]



Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie
 Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie



George Bernard Shaw (1856-1950) ist vor allem bekannt für sein dramatisches Werk, das über 50 Theaterstücke umfasst. Doch der Künstler hat sich zeitlebens in [ ... ]



Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali
 Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali



Wie konnte sich eine 16jährige Kanadierin, die Opernarien singt und klassische Pianistin werden will, zu einer über jeden „No street credibility“-Verdacht  [ ... ]



Aspekte Festival 2018: Der Kopf des Paul Orlac ist das Innenleben des Klaviers
 Aspekte Festival 2018: Der Kopf des Paul Orlac ist das Innenleben des Klaviers



Was für eine Horrorvorstellung: als Schauspieler die Stimme – als Fußballspieler die Füße – als Philosoph den Verstand – als Komponist das Gehör – u [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.