Werbung

Neue Kommentare

Claus Friede zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Danke für Ihren Kommentar, Herr Zurch.
We...

Bernd Zurch zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Vielen Dank. Warum gibt es keine Sternchen mehr? ...
Martin Zopick zu „Nocturnal Animals” – Rachethriller als bittere Selbsterkenntnis : Der zweite Film von Tom Ford und der ist gar nich...
Michaela zu „Midsommar”. Die sonnendurchfluteten Abgründe des Ari Aster: Einer der magnetisierendsten Filme, die ich seit ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


CDs JazzMe

Stefanie Boltz: "Love, Lakes and Snakes"

Drucken
Dienstag, den 02. September 2014 um 12:54 Uhr
Stefanie Boltz:

Mancher kennt sie vielleicht schon als Hälfte des Jazz-Duos „Le Bang Bang“, jetzt kommt Stefanie Boltz mit einer Scheibe unter eigenem Namen. „Love, lakes and snakes“ entführt in einen entspannten Tag, lässt die alltäglichen Lasten abfallen. Gleich mit „Sunrise“ versüßt sie uns den ersehnten strahlenden Sonnenaufgang. Mal relaxt, mal eindringlich, mal erzählerisch-begleitend führt sie mit Herz und Seele durch diese Sammlung von elf Eigenkompositionen und drei Standards.

Es wirkt, als erahne Boltz, dass man später noch Freunde erwarte und ein bisschen musikalische Motivation bei den Vorbereitungen brauche – kein antreibendes Musikgequirle, sondern liebevolle, gleichzeitig coole Untermalung fürs Stühlerücken, Tischdecken, Serviettenfalten vor dem Gartennachmittag mit Freunden. Man muss durchgängig lächeln.

Stefanie Boltz: Wenn sich dann der Besuch verspätet, möchte man nur schnell noch mit einem Buch auf die Liege unterm Apfelbaum. Ist ja auch schon alles vorbereitet. Und auch wenn Stefanie Boltz das Tempo anzieht, es hat Charme und ist anregend, nicht aufregend. Man schmunzelt hier und da und blinzelt beim Hören schon in die Sonne (selbst wenn sie gar nicht da ist). Da passt auch der Südstaaten-Charme von „Queen of my heart“ gut hinein – könnte schließlich ein Liebesschmöker sein, den man grade umblättert.

Mit Besuch oder ohne – es bleibt ganz sicher noch Zeit zu entdecken: Das ultimative Sommer-Nachmittagsstück hat Boltz mit dem Gershwin-Klassiker „They can't take that away from me“ geliefert – eindringlich, sehnsuchtsvoll und dennoch leicht.

Im Dialog mit Gitarre und Schlagzeug überzeugt die Sängerin auf allen Ebenen. Irgendwie möchte man, dass da noch mehr kommt. Sehr einleuchtend auch der Hinweis „Mondays I should stay in bed“ - kann man alles gut nachfühlen (ob mit oder ohne Freunde).

Smart und dynamisch, einfach stimmig klingt das alles. Persönlich auch an vielen Stellen. Ihre Musiker hat sie toll gewählt: Duo-Partner Sven Faller am Bass, Paulo Morello und Philipp Stauber an den Gitarren, Matthias Bublath am Piano und Christoph Huber am Schlagzeug. Fein.
Den letzten Titel sollte man sich auf jeden Fall aufheben, bis die Gäste gegangen sind. Die Überreste auf den Tellern und die leer getrunkenen Gläser lassen sich dann lässig ertragen. Noch ein letztes Glas Rotwein leeren – perfekt. Feierabend!

Ach, und insgesamt: Schöne Scheibe.

Hörbeispiele (Soundcloud)
Album Vorschau (Video)


Foto: ©PR/Sven Faller
Label: Soulfood

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Kolumne > CDs JazzMe > Stefanie Boltz: "Love, Lakes and Snakes&...

Mehr auf KulturPort.De

Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst
 Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst



Hamburgs Unternehmen können sich der Öffentlichkeit als Kunstförderer vorstellen, die Öffentlichkeit hat die einmalige Chance, Sammlungen kennenzulernen, zu  [ ... ]



Katrin Bethge: Lichtdurchflutet
 Katrin Bethge: Lichtdurchflutet



Seit Ende der 1990er Jahre inszeniert die in Hamburg lebende Künstlerin Katrin Bethge mit Licht – Innen- und Außenräume.
Seit dem Wochenende und noch bis z [ ... ]



„The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms
 „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms



Vorbei der fiebrige Glamour und die trügerische Romantisierung von „Goodfellas”, Verbrechen ist in „The Irishman” ein eher eintönig sorgenvolles Metier [ ... ]



Still in the Woods: Flying Waves
 Still in the Woods: Flying Waves



Schon in einer vorangegangenen KulturPort.De-Besprechung zum ersten Album (Rootless Tree) von „Still in the Woods“ kam das bemerkenswerte Potential der Band  [ ... ]



„Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona
 „Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona



Ein ungewöhnlich schönes Ambiente, ganz erstaunliche Stimmen und ein Spaßfaktor, wie er in der klassischen Musik wohl einmalig ist: Der „Halloween“-Sänge [ ... ]



Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel
 Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel



Die Bibel, sagt Arno Schmidt, sei „ein unordentliches Buch mit 50.000 Textvarianten“. Auch wenn diese Zahl groß klingt – damit hat er gewiss noch heftig u [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.