Neue Kommentare

Peter Schmidt zu Hamburger Autorenvereinigung: Erinnern und Gedenken – zum 27. Januar 2014: Stadthaus- Gedenkstätte? Da fragt man sich heute...
Lothar Hamann zu „Cold War – Der Breitengrad der Liebe” - Oder die Magie einer schwarzen Leinwand: GEWINNER DES EUROPÄISCHEN FILMPREISES 2018!...
Rafael Gunnarsson zu „Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé: Zeit, Bild und KulturPort sind sich alle einig? D...
Cornelie Müller-Gödecke zu 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch: Danke für diesen Artikel!
Und Danke für...

Herby Neubacher zu Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher: Mal auf die Website des Hutmachers geguckt? 500 E...

CDs JazzMe

Stefanie Boltz: "Love, Lakes and Snakes"

Drucken
Dienstag, den 02. September 2014 um 12:54 Uhr
Stefanie Boltz:

Mancher kennt sie vielleicht schon als Hälfte des Jazz-Duos „Le Bang Bang“, jetzt kommt Stefanie Boltz mit einer Scheibe unter eigenem Namen. „Love, lakes and snakes“ entführt in einen entspannten Tag, lässt die alltäglichen Lasten abfallen. Gleich mit „Sunrise“ versüßt sie uns den ersehnten strahlenden Sonnenaufgang. Mal relaxt, mal eindringlich, mal erzählerisch-begleitend führt sie mit Herz und Seele durch diese Sammlung von elf Eigenkompositionen und drei Standards.

Es wirkt, als erahne Boltz, dass man später noch Freunde erwarte und ein bisschen musikalische Motivation bei den Vorbereitungen brauche – kein antreibendes Musikgequirle, sondern liebevolle, gleichzeitig coole Untermalung fürs Stühlerücken, Tischdecken, Serviettenfalten vor dem Gartennachmittag mit Freunden. Man muss durchgängig lächeln.

Stefanie Boltz: Wenn sich dann der Besuch verspätet, möchte man nur schnell noch mit einem Buch auf die Liege unterm Apfelbaum. Ist ja auch schon alles vorbereitet. Und auch wenn Stefanie Boltz das Tempo anzieht, es hat Charme und ist anregend, nicht aufregend. Man schmunzelt hier und da und blinzelt beim Hören schon in die Sonne (selbst wenn sie gar nicht da ist). Da passt auch der Südstaaten-Charme von „Queen of my heart“ gut hinein – könnte schließlich ein Liebesschmöker sein, den man grade umblättert.

Mit Besuch oder ohne – es bleibt ganz sicher noch Zeit zu entdecken: Das ultimative Sommer-Nachmittagsstück hat Boltz mit dem Gershwin-Klassiker „They can't take that away from me“ geliefert – eindringlich, sehnsuchtsvoll und dennoch leicht.

Im Dialog mit Gitarre und Schlagzeug überzeugt die Sängerin auf allen Ebenen. Irgendwie möchte man, dass da noch mehr kommt. Sehr einleuchtend auch der Hinweis „Mondays I should stay in bed“ - kann man alles gut nachfühlen (ob mit oder ohne Freunde).

Smart und dynamisch, einfach stimmig klingt das alles. Persönlich auch an vielen Stellen. Ihre Musiker hat sie toll gewählt: Duo-Partner Sven Faller am Bass, Paulo Morello und Philipp Stauber an den Gitarren, Matthias Bublath am Piano und Christoph Huber am Schlagzeug. Fein.
Den letzten Titel sollte man sich auf jeden Fall aufheben, bis die Gäste gegangen sind. Die Überreste auf den Tellern und die leer getrunkenen Gläser lassen sich dann lässig ertragen. Noch ein letztes Glas Rotwein leeren – perfekt. Feierabend!

Ach, und insgesamt: Schöne Scheibe.

Hörbeispiele (Soundcloud)
Album Vorschau (Video)


Foto: ©PR/Sven Faller
Label: Soulfood

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Kolumne > CDs JazzMe > Stefanie Boltz: "Love, Lakes and Snakes&...

Mehr auf KulturPort.De

Bernd Meiners – Fotografie und Film
 Bernd Meiners – Fotografie und Film



Wenn man sich die biographischen Daten des Kameramanns und Fotografen Bernd Meiners anschaut, so erhält man schnell ein recht klares und präzises Bild der Pers [ ... ]



Saskia Henning von Lange: „Hier beginnt der Wald“ – ein Roman so mehrdeutig wie das Leben
 Saskia Henning von Lange: „Hier beginnt der Wald“ – ein Roman so mehrdeutig wie das Leben



„Hier sitzt er und würde doch lieber woanders sitzen“, so beginnt das dritte Buch der 42jährigen Autorin Saskia Henning von Lange. Der Mann befindet sich h [ ... ]



„Capernaum – Stadt der Hoffnung”. Nadine Labaki und die Wiederentdeckung der Kompromisslosigkeit
 „Capernaum – Stadt der Hoffnung”. Nadine Labaki und die Wiederentdeckung der Kompromisslosigkeit



Beirut. Das Alter von Zain (Zain al Rafeea) wird auf zwölf Jahre geschätzt, genau weiß es keiner. Der schmächtige magere Junge sieht viel jünger aus, aber d [ ... ]



„Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“
 „Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“



„Margiana“ – hört sich an wie der Titel eines neuen Fantasyfilms. Dabei ist es eine so gut wie unbekannte Zivilisation in Zentralasien 2300-1700 v. Chr.,  [ ... ]



Michael Wolf: Life in Cities
 Michael Wolf: Life in Cities



Kunst oder Dokumentation? Diese Frage erübrigt sich angesichts der fantastischen Fotografien und Installationen von Michael Wolf. Erstmals in Deutschland zeigen [ ... ]



„Shoplifters – Familienbande”. Der sanfte Zorn des Hirokazu Kore-eda
 „Shoplifters – Familienbande”. Der sanfte Zorn des Hirokazu Kore-eda



„Shoplifters” ist Hirokazu Kore-edas radikalster Film, die Familie bleibt zentrales Thema seines Werks, in ihr spiegelt sich die Kälte einer gnadenlos Konsu [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.