Neue Kommentare

Rafael Gunnarsson zu „Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé: Zeit, Bild und KulturPort sind sich alle einig? D...
Cornelie Müller-Gödecke zu 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch: Danke für diesen Artikel!
Und Danke für...

Herby Neubacher zu Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher: Mal auf die Website des Hutmachers geguckt? 500 E...
Hedi Schulitz zu Thomas Mann Preis 2018 für Mircea Cărtărescu: Was für ein wirklich gut geschriebener Artikel! ...
Martinš zu 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch: Vielen Dank furr den tollen Artikels. das ist fue...

Lange Nacht der Museen Hamburg

Hamburger Architektur Sommer 2015


Musik

Helge Schneider: „Rettung naht“

Drucken
(211 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Sonntag, den 09. September 2012 um 11:12 Uhr
Helge Schneider: „Rettung naht“ 4.6 out of 5 based on 211 votes.
Helge Schneider: „Rettung naht“

Seit den 1950er-Jahren finden Konzerte im Hamburger Stadtpark statt.
Begonnen hat alles mit der „Jazz-Jugend“. Längst sind Schlager, Pop, Rock, Klassik und Komödiantisches im Programm. Und als ob an diesem Abend ein Jubiläum mit historischem Abriss zu feiern wäre, badete Helge Schneider sich, seine Gastmusiker und das Publikum in allem genannten mit jener Mischung aus Jazz, Klamauk, feinen Parodien, absurden Chansons und einem Besuch im China-Restaurant "Mykonos":

Die minutenlange Pseudo-Bestellung, gemeinsam mit Henne Erika – „Ich nehm die Nummer 48!“ – machte den Eindruck als hangele sich der Künstler von Wort zu Witz von Witz zu Wort, genial lässig improvisiert.
Glänzend seine Parodie auf Udo Lindenberg, der übrigens höchstpersönlich hinter der Bühne stand und sich erst einmal genüsslich eine Zigarre briet. Auch Otto Waalkes amüsierte sich neben dem Mischpult wie ein kleiner Junge, der Weihnachten erwartet. Und Meister Schneider überraschte sich ebenfalls immer wieder selbst auf der Bühne mit seinen kuriosen Gedankengängen und Assoziationen.

Wie schon beim Elbjazz Festival holte sich Schneider die US-amerikanische Beatboxerin Butterscotch auf die Bühne, die nicht nur erstaunliche Rhythmen ins Mikrophon pustete, sondern mit ihrer hohen Stimme und Gitarrenbegleitung auch ihr gesangliches Können bewies. Das Publikum – voller Park mit 4.000 Besuchern – dankte den Gastauftritt mit Butterscotch-Rufen und auffällig lang anhaltenden Applaus. Butterscotch verriet später, wie gerne sie mit Helge Schneider arbeite und wie rührend er sich um seine Gastkünstler kümmert.
Pete York am Schlagzeug wirbelte die Drumsticks und trommelte die 50er-Jahre wieder wach – „Georgia On My Mind“. „Who is Georgia?“ müsste man bei diesem Universalkünstler fragen. Das muss die sein, die beim Schönheitschirurgen Dauerpatientin ist und sich "die Brüste verlängern lässt" – auch diesen Berufstand knüpfte sich Helge Schneider genüsslich vor, mit einem gewissen Herrn Dr. Drr. Drrr. X.
Und dann Herbert Grönemeyer – ach nein, auch er war lediglich „auf Parodie“. Gefühlt waren mindestens 30 Gastkünstler mit Helge auf der Bühne!

Schneider war gestern Abend in Hamburg in seinem Element, ohne Pause – das heißt nur mit kleinen Teepäuschen, Tasse überreicht von Bodo im rot-goldenen Zirkuskostüm – satte 140 Minuten durchgemacht. Heute nun die letzte Station auf seiner Tour: Kiel – Rettung naht!.


Helge Schneider: „Rettung naht“, 09.09.12. ab 19 Uhr
Freilichtbühne Kiel KRUSENKOPPEL
Düsternbrooker Weg 81
24105 Kiel

Fotonachweis:
Header: Pressefoto

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Blog > Musik > Helge Schneider: „Rettung naht“

Mehr auf KulturPort.De

Jasper Frederik: Beautiful
 Jasper Frederik: Beautiful



Er ist ein Mysterium – keinerlei Angaben wer sich hinter dem Pseudonym Jasper Frederik verbirgt. Nur so viel lässt sich, trotz intensiver Recherche herausfind [ ... ]



Weihnachtszeit – Messezeit
 Weihnachtszeit – Messezeit



Was, schon wieder Weihnachten? Jedes Jahr das gleiche Erstaunen, der innere Kalender will mit dem äußeren einfach nicht zusammenpassen. Doch wenn mit einem Sch [ ... ]



„Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé
 „Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé



Höchste tänzerische Disziplin explodiert unvermittelt in einem mitreißenden anarchistischen Rausch aus Begierde, Schmerz, Geltungssucht, Gewalt, Trance, schwi [ ... ]



„Erste Dinge – Rückblick für Ausblick“
 „Erste Dinge – Rückblick für Ausblick“



Alles auf Anfang: Eineinhalb Jahre nach ihrem Amtsantritt als Direktorin des Hamburger Völkerkundemuseums hat Barbara Plankensteiner wichtige Bausteine der ange [ ... ]



Die Lyrikwelt von W.S. Merwin: „Nach den Libellen“ und „Im Schatten des Sirius“
 Die Lyrikwelt von W.S. Merwin: „Nach den Libellen“ und „Im Schatten des Sirius“



Zu Recht wird Merwin als „einer der größten Dichter unserer Zeit“ bezeichnet („Los Angeles Review of Books“). Das gilt nicht nur, aber vor allem für d [ ... ]



„The House That Jack Built”. Richtung Hölle mit Lars von Trier und Glenn Gould
 „The House That Jack Built”. Richtung Hölle mit Lars von Trier und Glenn Gould



Der virtuose Provokateur Lars von Trier inszeniert sein suggestives düsteres Serienkiller-Porträt als boshaft-philosophisches Zwiegespräch zwischen Obszönit [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.