Musik

Pjotr Meshvinski wurde am 18. Februar 1966 als Sohn einer alteingesessenen und hochangesehenen Cellisten-Familie in St. Petersburg geboren. Bereits mit sechs Jahren begann er ein Cello-Studium bei Professor Emanuel Fischmann, nachdem er in die Musikschule für junge Talente am Staatliche Sankt Petersburger Konservatorium „N.A. Rimski-Korsakow“ aufgenommen wurde.

 

Meshvinskis große Begabung zeigte sich erstmals öffentlich im Alter von elf Jahren, als er mit den „Rokoko-Variationen“ von Tschaikowski und mit Boccherinis B-Dur Konzert debütierte.

 

1984 setzte Pjotr Meshvinski sein Studium am Tschaikovsky-Konservatorium in Moskau fort, an dem ihn Prof. Maria Tschaikowskaia und später Prof. Valentin Feigin in ihre Cello-Meisterklassen aufnahmen. Es folgten Auftritte als Solo-Cellist im „Soviet-American Youth Orchestra" unter Zubin Mehta und Leonard Slatkin sowie mit der „Deutsch-Sowjetischen Philharmonie" unter der Leitung von Valery Gergiev.

 

1989 wurde Pjotr Meshvinski Preisträger des letzten Nationalen Musikwettbewerbs der Sowjetunion in Riga. 1991 siedelte Pjotr Meshvinski nach Hamburg um. Er gewann weiterhin mehrere Preise bei verschiedenen internationalen Cello- und Kammermusik-Wettbewerben und gründete gemeinsam mit seiner Frau Natalia Alenitsyna (Violine/Viola) und Sohn Emanuel Meshvinski (Violine/Viola) in Hamburg das Ensemble „St. Petersburg Virtuosen“.

 

In Begleitung von großen Symphonieorchestern (u.a. der Hamburger Symphoniker, Skopie Philharmoniker, Odessa Philharmonie, „The Symphony of Oak Park & River Forest“ Chicago, Orchester des „Mariinski Theater“ St. Petersburg), hat Pjotr Meshvinski bevorzugt Cellokonzerte von Dvořák, Schumann, Prokofieff, sowie das Brahms-Doppelkonzert und Beethovens Tripelkonzert mit großem Erfolg aufgeführt.

Als Leiter und Solist der „St.Petersburg Virtuosen“ ist Pjotr Meshvinski auf den zahlreichen grossen Bühnen auf der ganzen Welt aufgetreten und hat sie zu einem Ensemble der Extraklasse geformt.

 

Gemeinsam mit neun Musikerinnen und Musiker belebte er 2018 das „Jewish Chamber Orchestra Hamburg“ wieder, das ursprünglich im Herbst 1934 vom Violinisten, Dirigenten und Komponisten Edvard Moritz als „Jüdisches Kammerorchester“ in Hamburg gegründet worden war.

 

Pjotr Meshvinski verstarb am 5. November 2021.

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