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Pablo Villegas: Americano

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Geschrieben von Hans-Juergen Fink  -  Mittwoch, den 16. September 2015 um 14:23 Uhr
Pablo Villegas: Americano 4.5 out of 5 based on 41 votes.
Pablo Villegas

Auf einer musikalischen Reise durch Süd- und Nordamerika präsentiert der junge spanische Gitarrist Pablo Villegas die unterschiedlichen Spielarten, die das aus Spanien über den Atlantik gebrachte Instrument in verschiedenen Ländern Amerikas entwickelt hat. Hier treffen sich Tango und Volkstanz, Préludes und Musical, Bluegrass und Träumereien, gespielt in höchster Perfektion.

18 Mal Amerika, vom Süden bis in den Norden, als musikalische Reise mit der klassischen Gitarre. Ein hübsches, freilich nicht allzu originelles Konzept des jungen spanischen Gitarrenvirtuosen Pablo Villegas. Jedenfalls aber die Gelegenheit für ein feines Solo-Album, auf dem der Mann aus dem Land, aus dem die Gitarre in die neue Welt gebracht wurde, ganz unterschiedliche Musik zusammengetragen hat. Denn einmal in Amerika angekommen, haben sich ganz unterschiedliche Traditionen fürs Gitarre-Spielen entwickelt.
Pablo Villegas führt sie vor. Einen harten, energie- und spannungsgeladenen „Tango en Skai“, komponiert mit argentinischen Wurzeln vom Franzosen Roland Dyens. Viel weicher die „Danza Paraguaya“ von Agustin Barrios, mit Anklängen an Walzerklänge. Ganz anders als der argentinische Tango der verführerische, romantischere brasilianische wie in „Sons de Carrilhoes“ von João Pernambuco.

Americano CoverVillegas Gitarre kann geradezu magisch singen und Tremolos dahersäuseln wie in Barrios „Un sueño en la floresta“, die Straßen von Rio im Samba-Rhythmus beschwören wie in „Passeio ne Rio“, träumen wie in Villa-Lobos’ „Prelude No.1“. Der US-Filmkomponist John Williams hat für ihn ein virtuoses Solostück für Gitarre geschrieben – „Rounds“ erscheint auf der CD als Ersteinspielung. Und ein bisschen Rampensau muss natürlich auch sein: Der Spanier spielt, klar „Granada“ und deckt damit eine weitere Station seiner Amerika-Reise ab: Der Komponist des Welthits Agustin Lara war Mexikaner.
Amerika-Nord ist mit gleich zwei Musik-Blöcken vertreten: Aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ gibt es „I feel pretty“, „Maria“ und natürlich das rhythmisch und melodisch mitreißende „America“.
Den zweiten Block spielt Villegas zusammen mit Rhythmus-Gitarrist James Chirico: drei Traditionals unter der Überschrift American Bluegrass, bei denen er seiner Gitarre veritable Banjo-Effekte entlockt.

Es gibt eine Menge zu entdecken auf diesem gut durchhörbaren Album. Fast könnte man meinen, es ist als Leistungsschau konzipiert. Das Gitarrenspiel von Villegas präsentiert sich in all seinen Facetten in einem geradezu beängstigend perfekten Wohlklang. Da wünscht man sich fast hier und da einen kleinen emotionalen Ausrutscher, durch den man erführe: Hier spielt ein Mann von großem Temperament, mit glühender Leidenschaft.

Pablo Villegas: Americano
CD harmonia mundi
HMU 907649

Hörbeispiel
Video – Trailer zur CD


Abbildungsnachweis:
Header: Pablo Sainz-Villegas
CD-Cover

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