Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 799 Gäste online

Neue Kommentare

B.F.Schwarze zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo, Frau Lampert,
leider gibt es nicht ...

Angela zu „The Square”. Oder das Zeitalter des Misstrauens: Oh, dann Danke für den Lang-Spoiler - da muss ja...
Eva-Maria Reinders zu Opernstars auf der Leinwand – die Met-Saison im Kino: 14.10.17
ich habe schon mehrere Aufführun...

Constanze Rüttger zu Film Festival Cologne 2017: Einiges Bekanntes, einiges Brandneues: Ich habe bereits alle 6 Folgen von 'Broken' mit S...
Tim of Fonland zu „Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik: Ich habe geweint, dann gelacht und zum Ende wiede...

CDs KlassikKompass

Pablo Villegas: Americano

Drucken
(41 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Mittwoch, den 16. September 2015 um 14:23 Uhr
Pablo Villegas: Americano 4.5 out of 5 based on 41 votes.
Pablo Villegas

Auf einer musikalischen Reise durch Süd- und Nordamerika präsentiert der junge spanische Gitarrist Pablo Villegas die unterschiedlichen Spielarten, die das aus Spanien über den Atlantik gebrachte Instrument in verschiedenen Ländern Amerikas entwickelt hat. Hier treffen sich Tango und Volkstanz, Préludes und Musical, Bluegrass und Träumereien, gespielt in höchster Perfektion.

18 Mal Amerika, vom Süden bis in den Norden, als musikalische Reise mit der klassischen Gitarre. Ein hübsches, freilich nicht allzu originelles Konzept des jungen spanischen Gitarrenvirtuosen Pablo Villegas. Jedenfalls aber die Gelegenheit für ein feines Solo-Album, auf dem der Mann aus dem Land, aus dem die Gitarre in die neue Welt gebracht wurde, ganz unterschiedliche Musik zusammengetragen hat. Denn einmal in Amerika angekommen, haben sich ganz unterschiedliche Traditionen fürs Gitarre-Spielen entwickelt.
Pablo Villegas führt sie vor. Einen harten, energie- und spannungsgeladenen „Tango en Skai“, komponiert mit argentinischen Wurzeln vom Franzosen Roland Dyens. Viel weicher die „Danza Paraguaya“ von Agustin Barrios, mit Anklängen an Walzerklänge. Ganz anders als der argentinische Tango der verführerische, romantischere brasilianische wie in „Sons de Carrilhoes“ von João Pernambuco.

Americano CoverVillegas Gitarre kann geradezu magisch singen und Tremolos dahersäuseln wie in Barrios „Un sueño en la floresta“, die Straßen von Rio im Samba-Rhythmus beschwören wie in „Passeio ne Rio“, träumen wie in Villa-Lobos’ „Prelude No.1“. Der US-Filmkomponist John Williams hat für ihn ein virtuoses Solostück für Gitarre geschrieben – „Rounds“ erscheint auf der CD als Ersteinspielung. Und ein bisschen Rampensau muss natürlich auch sein: Der Spanier spielt, klar „Granada“ und deckt damit eine weitere Station seiner Amerika-Reise ab: Der Komponist des Welthits Agustin Lara war Mexikaner.
Amerika-Nord ist mit gleich zwei Musik-Blöcken vertreten: Aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ gibt es „I feel pretty“, „Maria“ und natürlich das rhythmisch und melodisch mitreißende „America“.
Den zweiten Block spielt Villegas zusammen mit Rhythmus-Gitarrist James Chirico: drei Traditionals unter der Überschrift American Bluegrass, bei denen er seiner Gitarre veritable Banjo-Effekte entlockt.

Es gibt eine Menge zu entdecken auf diesem gut durchhörbaren Album. Fast könnte man meinen, es ist als Leistungsschau konzipiert. Das Gitarrenspiel von Villegas präsentiert sich in all seinen Facetten in einem geradezu beängstigend perfekten Wohlklang. Da wünscht man sich fast hier und da einen kleinen emotionalen Ausrutscher, durch den man erführe: Hier spielt ein Mann von großem Temperament, mit glühender Leidenschaft.

Pablo Villegas: Americano
CD harmonia mundi
HMU 907649

Hörbeispiel
Video – Trailer zur CD


Abbildungsnachweis:
Header: Pablo Sainz-Villegas
CD-Cover

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > CDs KlassikKompass > Pablo Villegas: Americano

Mehr auf KulturPort.De

„God’s Own Country”. Das unerwartete Ende der Einsamkeit
 „God’s Own Country”. Das unerwartete Ende der Einsamkeit



„Eine innige, aber zugleich schroffe Liebesgeschichte” nennt Francis Lee seinen Film. „God’s Own Country”, das sind große gewaltige Gefühle in Nahauf [ ... ]



Matthias Schriefl mit Shreefpunk plus Bigband: Europa
 Matthias Schriefl mit Shreefpunk plus Bigband: Europa



Das Thema „Europa“ mit einem Wiener Schnitzel zu beginnen und dann auch noch mit einem schlecht schmeckenden, ist allein schon Punk. Shreefpunk ist aber wede [ ... ]



Kopf-Hörer 17 – Sammlung im Herbst
 Kopf-Hörer 17 – Sammlung im Herbst



Ein erstaunliches, packendes Violin-Debüt von Noa Wildschut, melancholische Pavanen für Gambe, Laute und Emma Kirkby, frappierende 600 Jahre junge Neutöner mi [ ... ]



Neues Zentrum für zeitgenössische Kunst im Baltikum
 Neues Zentrum für zeitgenössische Kunst im Baltikum



2021 wird in Riga das erste Museum für Gegenwartskunst in Lettland und somit ein neues Zentrum für zeitgenössische Kunst im Baltikum eröffnet. Als ehemalige  [ ... ]



Das ist Hamburg! 10. Spielzeit im Hansa-Theater: Magie, Charme, Eleganz
 Das ist Hamburg! 10. Spielzeit im Hansa-Theater: Magie, Charme, Eleganz



Man musste wirklich zwei Mal hinsehen, um sie zu erkennen: Als Bob-Marley-Verschnitte, mit langen, schwarzen Dreadlocks, grün-gelb-rot gestreiften Mützen und r [ ... ]



Hudson (Jack DeJohnette, Larry Grenadier, John Medeski, John Scofield): Hudson
 Hudson (Jack DeJohnette, Larry Grenadier, John Medeski, John Scofield): Hudson



Unter dem Bandnamen „Hudson” haben sich mit Jack DeJohnette, Larry Grenadier, John Medeski und John Scofield vier großmächtige Jazzmusiker zusammengetan, d [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.