Zum Anfang

Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 726 Gäste online

Neue Kommentare

Friedrich von der Lange zu „Snowden” – Patriot oder Verräter? : Von keinem anderen, als von Ollie Stone hätte ic...
Hein Daddel zu „Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue: Ein starker Film über eine starke Frau. Sehr gut...
Gerhard P. zu OKRA – Piano & Field Recordings: Wunderbar und spitzfindig geschrieben. Macht Spa...
Hans G. Gohlisch zu Chefredakteur von ZEIT ONLINE spricht über "Community Engagement und New Storytelling: Eigentlich habe ich einen Bericht über David Hoc...
adarompf@gmx.de zu „Mahana – Eine Maori-Saga”. Zwischen Tradition und Tyrannei : In allen Facetten genaue Beschreibung des Films, ...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen Hamburg 2016

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


Klartext

Klartext Babette Peters: Ein Jahr designxport

Drucken
(106 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Geschrieben von Babette Peters  -  Dienstag, den 16. Juni 2015 um 10:06 Uhr
Klartext Babette Peters: Ein Jahr designxport 4.4 out of 5 based on 106 votes.
Klartext designxport

Es begann mit einer politischen Affäre.
Nach der Hamburger Bürgerschaftswahl im September 2001 wurde ein Mann, den die Hamburger Boulevardpresse „Richter Gnadenlos“ nannte, zum Zweiten Bürgermeister und Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg berufen. Bis zu seiner Entlassung aus diesen Ämtern durch Hamburgs damaligen Ersten Bürgermeister Ole von Beust knapp zwei Jahre später, fällte er zwei folgenreiche Design-Entscheidungen: Er beauftragte den Designer Luigi Colani mit dem Entwurf neuer blauer Uniformen für Hamburgs Polizei und er setzte sich pressewirksam dafür ein, die damalige Design-Beauftragte (die Autorin) „abzuschaffen“. Letzteres wurde von Ole von Beust verhindert, führte jedoch dazu, dass der damalige Beirat der städtischen Initiative „hamburgunddesign°“ befand: Jetzt erst recht!

Die Initiative „hamburgunddesign°“ hatte seit 1995 das Ziel, den Designstandort Hamburg zu fördern. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund ihres politisch angedrohten Aus gründeten die Mitglieder des Beirats von „hamburgunddesign°“ Alexander Raab, Andreas Heller, Peter Martin Schöning, Günther van Ravenzwaay, Jörg Willich, Prof. Peter Wippermann und ich den designxport e.V. und entwickelten das erste Konzept für einen permanenten Präsentationsort aktuellen Designs in Hamburg. 12 Jahre und hunderte Stunden ehrenamtlicher Arbeit der Mitglieder des zwischenzeitlich um Claudia Fischer-Appelt und Christian Schüten ergänzten designxport e.V., Aktenordner füllende Vermerke und Vereinbarungen und unzählige Verhandlungen des Mietvertrags später war es dann endlich soweit: Hamburgs neuer Ort für Design designxport öffnete am 3. Juli 2014 in der HafenCity seine Türen.

designxport foto claus friede

Seitdem hat designxport 13 Ausstellungen gezeigt, u.a. mit Arbeiten renommierter Hamburger Designbüros wie Mutabor, Rocket & Wink, Typeholics, Rolf Heide oder Stephen Williams Associates. In dem Ausstellungsraum haben wir darüber hinaus bisher 15 Veranstaltungen durchgeführt, wie z.B. den „Design Pressure Cooker“, einen Workshop mit Unternehmen und Designbüros aus den Niederlanden und Hamburg, die regelmäßige Reihe der „design/short/cuts“ mit 3-minütigen Kurzpräsentationen neuer Hamburger Design- und Innovationsprojekte, Lectures und Diskussionen u.a. zu Themen wie Universal Design und Gender und Design. Und noch einmal genauso viele Veranstaltungen haben wir gemeinsam mit Partnern realisiert, z.B. mit der Hamburg Tourismus GmbH, der Heinrich Böll-Stiftung, den Unternehmen Desso und Zumtobel, dem Hamburger Abendblatt, der Hamburg Kreativ Gesellschaft und dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes.

desgnxport foto claus friede 2

Im ersten Jahr hatten die Veranstaltungen, die Research Lounge mit Präsenzbibliothek, Magazin- und Materialsammlung, der Design-Shop und der Kiosk von designxport mehr als 7.500 Besucher. Das wollen wir feiern!
Auf den Tag genau ein Jahr nach seiner Eröffnung lädt designxport deshalb zu einer Konferenz ein mit dem Titel THE SPACE TO MAKE THINGS BETTER. Wie befördern Designer als Berater, Produktentwickler, Forscher, Akteure und Kommunikatoren soziale, ökologische und ethische Verantwortung und Nachhaltigkeit? Wie und mit wem arbeiten sie gemeinsam an Projekten und Lösungen, die unseren Alltag sinnvoller gestalten? Auf der Konferenz referieren und diskutieren Florian Pfeffer (one/one communication//Amsterdam), Eric Pfromm (BFGF Design Studios//Hamburg), Sascha Peters (Haute Innovation//Berlin), Stefan Vidal (Georg-August-Universität//Göttingen), Edouard van Diem (Permakultur-Campus//Hamburg), Annett Borg (Fashion Revolution//Berlin) und Bernd Kniess (HafenCity Universität//Hamburg). Welcome!


Konferenz THE SPACE TO MAKE THINGS BETTER
3. Juli 2015 17 bis 21 Uhr // anschließend Live-Musik, Drinks + Snacks
designxport // Elbarkaden // Hongkongstrasse 8 // 20457 Hamburg
designxport.de

designxport wird gefördert von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

Babette Peters promovierte in Kunstgeschichte an der Universität Hamburg, war viele Jahre journalistisch tätig, publizierte mehrere Bücher zu Kunst, Kultur und Küche und leitete die Öffentlichkeitsarbeit u.a. für das Hospizprojekt Hamburg Leuchtfeuer. Sie war Lehrbeauftragte an der Leuphana Universität Lüneburg, der Akademie Mode & Design Hamburg (AMD) und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Von 1999 bis 2013 leitete sie die Initiative „hamburgunddesign“ zur Förderung des Designstandortes Hamburg, initiierte das Designzentrum designxport und ist seit 2014 Geschäftsführerin der designxport GmbH.


Hinweis: Die Inhalte von "Klartext" geben die Meinung der jeweiligen Autoren wieder. Diese muss nicht im Einklang mit der Meinung der Redaktion stehen.


Abbildungsnachweis:
Alle Fotos: Claus Friede

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

avatar Peter Schmidt
+1
 
 
Zum Thema Design in Hamburg:

DIE WELT 28.5.2010
Design aus Hamburg (Zu: "Ein Look, zwei Welten. Apple und das Erbe des Dieter Rams"; WELT vom 21.5.)
Dass Dieter Rams an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg lehrte, ist in dieser Stadt leider nicht umfänglich wahrgenommen worden. Carl Vogel, der ehemalige und verstorbene Präsident, hat diesen Umstand mir gegenüber als schmerzlich empfunden. Rams war schon damals das Sinnbild des Industrial Designs, dessen Pionierstellung Deutschland an Japan verloren hatte. Die Freie und Hansestadt begriff nicht, welche Ikone das Lerchenfeld mit Rams besaß, der nun in den Feuilletons der Zeitungen groß gefeiert wird. Die Reminiszenz auf diesen Künstler in der Frankfurter Ausstellung "Less and More" ist sehr erfreulich. Eine, wenn auch späte, Erinnerung hätte Hamburg auch gut zu Gesicht gestanden.

Peter Schmidt, Vorsitzender der Lichtwark-Gesellschaft, Wedel
Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
ChronoComments by Joomla Professional Solutions
Kommentar abschicken
Abbrechen
Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Mehr auf KulturPort.De

„Frantz” – Oder die tiefere Wahrheit der Lüge
 „Frantz” – Oder die tiefere Wahrheit der Lüge



In seinem elegischen Nachkriegs-Epos inszeniert Regisseur François Ozon die schmerzhafte Verstrickung von Trauer, Träumen, Schuld und Liebe als deuts [ ... ]



Knauer, Safaian, Schumacher: Zeitloses Treiben in Bachs Notenmeer
 Knauer, Safaian, Schumacher: Zeitloses Treiben in Bachs Notenmeer



In der CD-Reihe „Neue Meister“ präsentieren Arash Safaian, Sebastian Knauer und Pascal Schumacher die Musik nach Motiven von Bach so, wie der Meiste [ ... ]



Reeperbahn Festival 2016: Auf der Suche nach der Kunst
 Reeperbahn Festival 2016: Auf der Suche nach der Kunst



Die Autorin dieses Beitrags ist begeisterte Reeperbahn Festival-Besucherin, schaut sich aber neben dem umfassenden Konzertangebot besonders gerne im „Arts& [ ... ]



Die Zauberflöte in Hamburg: Herzattacke in der Staatsoper
 Die Zauberflöte in Hamburg: Herzattacke in der Staatsoper



Radikal entschlackt, mit großen Lichtvorhängen ins Computerzeitalter gebeamt, lässt Regisseurin Jette Steckel die Neuinszenierung von Mozarts Opernhit „ [ ... ]



„Snowden” – Patriot oder Verräter?
 „Snowden” – Patriot oder Verräter?



Das Schlachtfeld heißt Cyberspace, und für US-Regisseur Oliver Stone ist sein Protagonist ein Widerstandskämpfer mit Vorbildfunktion. Ziviler Ung [ ... ]



Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch
 Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch



„Manchmal fotografiert man die Welt, um sie und sich selbst besser verstehen zu können, eignet sich Dinge durch Abbilder an, um sie sich zu gegebener Zeit [ ... ]



Weitere aktuelle Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.