Zum Anfang

Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 1662 Gäste online

Neue Kommentare

Herby Neubacher zu Jordi Savall und die Routen der Sklaverei: Musik, die unter die Haut geht: Auf der DVD die Savall als Livekonzert veroeffent...
Gerd Freeland Zürich zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Hallo eine Super Ausstellung.
Weiter so, w...

Miko zu Zebra Katz: Ein queerer New Yorker Hip-Hop rappt die Elphie!: War auch im Konzert. C.Schiller beschreibt in ihr...
Cuckie zu Zebra Katz: Ein queerer New Yorker Hip-Hop rappt die Elphie!: Spannender Artikel, der für mich das Konzerterle...
Herby Neubacher zu Nigel Kennedy „Bach meets my World“ in der Hamburger Laeiszhalle: Das ist nur grausam wenn man so jemand wie diese ...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


CDs JazzMe

Erik Truffaz Quartet: Doni Doni

Drucken
(142 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Freitag, den 11. März 2016 um 11:17 Uhr
Erik Truffaz Quartet: Doni Doni 4.3 out of 5 based on 142 votes.
Erik Truffaz Quartet Doni Doni

Eric Truffaz neues Album ist klasse. Punkt! Nicht mehr und nicht weniger. „Doni Doni“ hat zwar überhaupt keine außergewöhnlichen Seiten – ist aber ein wunderbar rundes Stück Musik und dudelt bei mir schon seit Tagen aus den Lautsprecherboxen. Lounge, Electronica, Cool Jazz, Fusion, Soul, Funk – die gesamte Palette. Doch fast immer klingt diese CD nach Truffaz. Und das im besten Sinn.

Erik Truffaz Quartet: Doni Doni COVERSchon als Zehnjähriger spielt der Schweizer aus Chêne-Bougeries im Orchester seines Vaters. Und Papa wollte nur eines: Die Zuhörer zum Tanzen zu bringen. Das scheint den Sohn nie mehr losgelassen zu haben. Auch das zwanzigste Album des mittlerweile 56-jährigen Konservatoriumsabsolventen lebt von den Grooves. Wirklich Neues hat Truffaz der Musikwelt nie präsentiert: Und das scheint Absicht zu sein!
Auch dass Miles Davis ohrenscheinlich eines seiner wichtigsten Vorbilder ist, kann man Truffaz nicht zum Vorwurf machen. Zwar wird er als Epigone dieses Großmeisters gehandelt – doch das ist in diesem Fall eine Auszeichnung! Den HipHop entdeckte der Trompeter, Komponist und Arrangeur 1991 als er bei der Rap-Formation „Silent Majority“ einstieg. Doch schon damals war die entstehende Synthese aus Jazz und HipHop nichts Neues!
Wichtige Impulse des aktuellen Albums stammen von einer Reise nach Mali, auf der Truffaz mit der Sängerin Rokia Traoré zusammen arbeitete. Vier Stücke singt die Afrikanerin und verleiht den westlich klingenden Kompositionen damit eine exotische Komponente.

Der ebenfalls aus Mali stammende Rapper Oxmo Puccino macht das ausblancierte „Le Complément de Verbe“ zum ultimativen Highlight des Albums. „Fat City“ schafft eine interessante Gratwanderung zwischen brachialem Gewaltrock und filigranen Schwebungen. Dieses Stück erinnert manchmal an Klaus Doldingers Passport und sogar an den frühen Billy Cobham.

„Doni Doni“ ist ein aus der Mali-Sprache stammendes Sprichwort und heißt so viel wie Schritt für Schritt. Mit diesem Album hat Truffaz wieder ein weiteres Stück seines Wegs zurückgelegt. Eines Wegs, der anscheinend keine Stolpersteine kennt, dessen Gradlinigkeit und Gleichmäßigkeit nie eine wagemutige Expedition war – und auch nie sein wollte. Am Wegesrand entdeckte der Trompeter immer wieder neue interessante Teilbereiche der Musikwelt, die er harmonisch in seine Reise integriert. Erik – wir folgen Dir!

Erik Truffaz Quartet: Doni Doni
Label: Parlophone France
Tracklisting:
1. Comptine (+ Rokia Traore)
2. Kudu
3. Djiki'n (+ Rokia Traore)
4. Pacheco
5. Szerelem
6. Fat City
7. Doni Doni (Part 1) (+ Rokia Traore)
8. Doni Doni (Part 2)
9. Seydou (+ Rokia Traore)
10. Le complement du verbe (+ Oxmo Puccino)

YouTube-Video:
Erik Truffaz Quartet - Doni Doni (Teaser)
Érik Truffaz - Doni Doni - Live @ World Stock festival


Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Christoph Forsthoff, Sabine Meinert, Sven Sorgenfrey und Willy Theobald. Weitere CD-Kritiken, Interviews und Informationen aus der Welt des Jazz unter AboutJazz.de.

Abbildungsnachweis:
Headerfoto: Hamza Djena
CD-Cover

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > CDs JazzMe > Erik Truffaz Quartet: Doni Doni

Mehr auf KulturPort.De

Shot in the Dark – Bilder von blinden Fotografen
 Shot in the Dark – Bilder von blinden Fotografen



Zunächst herrscht Verwunderung, ja Irritation, vor allem bei Menschen, die sich nicht professionell mit Bildern befassen: Blinde FotografInnen – ist das n [ ... ]



Hinreißend elegant: Niklas Schmidt spielt die Cello-Suiten von Bach
 Hinreißend elegant: Niklas Schmidt spielt die Cello-Suiten von Bach



Niklas Schmidt, Hamburger Cello-Professor und Motor des International Mendelssohn Festivals Mitte September, hat ein Opus magnum vollendet: Seit kurzem ist die z [ ... ]



China Moses: Nightintales
 China Moses: Nightintales



Der britische Pianist John Taylor behauptete einmal: „Was die Leute dafürhalten, ist meistens gar kein Jazz.“ Er hatte ja so recht! Und das gilt [ ... ]



Traumspiel mit Traumstimmen in der Staatsoper: Die Frau ohne Schatten
 Traumspiel mit Traumstimmen in der Staatsoper: Die Frau ohne Schatten



Symbolbefrachtet, rätselhaft – Regisseur Andreas Kriegenburg sortiert in der Staatsoper Hamburg „Die Frau ohne Schatten“ von Richard Strau [ ... ]



Nipplejesus von Nick Hornby im Ohnsorg – „Kunstkritik“ endlich auch auf Platt!
 Nipplejesus von Nick Hornby im Ohnsorg – „Kunstkritik“ endlich auch auf Platt!



Nipplejesus von Nick Hornby ist nun endlich auch muttersprachlich im Norden angekommen! Seit einer Woche kann man das Stück über das eigenwillig-skurrile bis e [ ... ]



Jordi Savall und die Routen der Sklaverei: Musik, die unter die Haut geht
 Jordi Savall und die Routen der Sklaverei: Musik, die unter die Haut geht



Wie kann man heute noch die Geschichte der Sklaverei erfahrbar machen? Eine Geschichte, bei der aus purer Geldgier Menschen aus Afrika nach Süd- und Nordamerika [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.