Zum Anfang

AktionsPort - Gewinnspiele

Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1169 Gäste online

Neue Kommentare

Phil zu „Bauernopfer – Spiel der Könige”. Zwischen Genie und Wahnsinn : So, habe den Film gesehen. Exzellent! Kann ich nu...
Phil zu „Bauernopfer – Spiel der Könige”. Zwischen Genie und Wahnsinn : Ich erinnere mich noch, wie in meiner Kindheit pl...
ernst.probst zu Meinungsfreiheit und Blasphemie: Die deutsche Schriftstellervereinigung PEN tagte erfolgreich in Bamberg : Eine Schriftstellervereinigung, die - wie im Fall...
Daniela zu „Fritz Lang” – Das Genie und seine Dämonen : Was für eine hervorragende Rezension mit Sachken...
Michael Braungart zu Die 14. Architektur-Biennale in Venedig aus Hamburger Sicht: Fundamentals by Rem Koolhaas: wir sind als einzige Hamburger auf der 2016 Bienn...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen 2016

Spezial - Elbjazz Festival 2015

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


Follow Book

Wie Theodor Fontane den Norden erlebte

Drucken
(52 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Geschrieben von Horst Schinzel  -  Freitag, den 30. Oktober 2015 um 15:52 Uhr
Wie Theodor Fontane den Norden erlebte 3.4 out of 5 based on 52 votes.
Theodor Fontane Denkmal

Der Journalist, Lyriker und Feuilletonist Theodor Fontane (1819-1898) ist heute weitgehend vergessen. Gerade einmal seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ werden – meist aus touristischen Gründen – noch gelegentlich zitiert.
Besonders vergessen ist, dass der Kriegsberichterstatter Fontane überaus kundig über die Schlachtfelder der Schleswig-Holsteinischen Kriege zur Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben hat. Berichte, die die Grundlage des hier anzuzeigenden Buches waren.

Theodor Fontane: Mein Skandinavisches BuchWährend und nach dem 2. Schleswigschen Krieg 1864 hat Fontane Jütland und Seeland bereist und darüber in verschiedenen Tageszeitungen kundig berichtet. Diese Artikel hat er gesammelt für ein künftiges Buch über Skandinavien. Dazu ist er freilich nie gekommen. Die schön eingebundene Artikel-Sammlung war Teil seines Nachlasses. Über eine Veröffentlichung hat der Sohn Friedrich nachgedacht, ohne dass es dazu gekommen wäre. Grundsätzlich sind die jetzt in Buchform vorliegenden Beiträge nicht neu, sondern sind schon zu Lebzeiten Fontanes an verschiedensten Stellen veröffentlicht worden.
Der Herausgeber Christian Andree hat dieses Manuskript – wie viele andere – 1964 antiquarisch erworben. Seine umfangreiche Fontane-Sammlung befindet sich heute im Besitz des Fontane-Archivs in Potsdam. Das vorliegende „Mein skandinavisches Buch“ war bereits 2004 zur Veröffentlichung vorgesehen. Trotz eines schon damals in Aussicht gestellten Druckkostenzuschusses der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein ist es erst im Herbst 2015 zur Veröffentlichung gekommen.

Fontane hat Kopenhagen und Roskilde während des Waffenstillstandes und nach dem Sieg bei Düppel und der Eroberung der Insel Alsen besucht. Verständlicherweise waren dort zu dieser Zeit Deutsche nicht sehr willkommen und die Neigung, Deutsch zu sprechen, nicht sehr groß. Das mag zu der sehr distanzierten Meinung des Schriftstellers über die Dänen beigetragen haben. Auffallend ist jedoch, dass er bei einem späteren Besuch Jütlands, für dessen Menschen sehr viel sympathischere Gefühle entwickelt hat. Wertvoll und einzigartig ist an seinen Analysen und Beschreibungen, dass er den damaligen Zustand sowohl Kopenhagens und Roskildes sowie der Region Jütland bis in den Norden zum Limfjord als dokumenmtarische Zeitbilder uns erhalten hat.

Theodor Fontane: Mein Skandinavisches Buch – Reisen durch Dänemark, Jütland und Schleswig, Wiederentdeckt von Christian Andree,
Hildesheim 2015
Georg Olms-Verlag


Abbildungsnachweis:
Header-Foto: Fontane-Denkmal in Neuruppin, Stadt Neuruppin.
Buchumschlag

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

avatar Salomon Hoischmey
+1
 
 
Dieser Artikel ist unsinnig. Fontane ist nicht vergessen, seine Schriften, und nicht nur die Wanderungen, gehören heute zu den am meisten rezpierten literarischen Werken der deutschen Literatur. Noch größerer Unsinn ist die Edition, die Olms als Neuentdeckung vermarktet. Der Verlag sollte es eigentlich wissen, aber noch mehr sollte doch dem Herausgeber bekannt sein, dass bereits 2004 in Mühlau eine Ausgabe mit dem Titel '"Mein skandinavisches Buch" erschienen ist, die genau dieselbe Neuentdeckung bereits präsentiert, die er selbst herausgebracht, eingeleitet und mit einem Nachwort versehen hat. Fontane hätte wohl dazu gesagt: "Was soll der Unsinn".
Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
ChronoComments by Joomla Professional Solutions
Kommentar abschicken
Abbrechen
Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Bücher & CDs – wissen was sich lohnt

Das Lettische Kunstlied – Egils Siliņš singt „Latvian Songs“
Kultur Magazin



Lettland, so heißt es, wurde durch Musik geboren und erlangte über Gesang seine Freiheit. Die „singende Revolution“ – die 600 km lange singen [ ... ]



Harry Popow: „Dämmerzeit. Ein Kessel Streitlust“
Kultur Magazin



Von vergnüglicher Erkenntnis.
Wer freut sich nicht, wenn es bei ihm dämmert? Wenn ihm menschliche oder erweitert: gesellschaftliche Verhältnisse, [ ... ]



VKKO: Basic Soul Encoder
Kultur Magazin



Das Debüt-Album von VKKO, dem Verworner-Krause-Kammerorchester, verweigert sich jedweder kategorischen Schublade – wie wohltuend gut! Nicht weil die inhal [ ... ]



Jasmin Bayer: Summer Melodies
Kultur Magazin



„Straight Ahead Jazz“ ist die absolut korrekte Bezeichnung für das, was Jasmin Bayer auf ihrem Debütalbum „Summer Melodies“ anbietet. M [ ... ]



Mehr auf KulturPort.De

Die Kunst als Beruf. In welcher Liga kann ich mitspielen?
Kultur Magazin



Alles schon gemacht, der Bilderberg unermesslich und die Aussicht auf Ruhm und Reichtum äußerst gering. Warum also noch Kunst studieren? Für die  [ ... ]



„The Neon Demon”. Wo Schönheit zum tödlichen Abgrund wird
Kultur Magazin



Ekel ästhetisch edelster Art wird zur schwelgerischen Hommage an die frühen Werke von Luis Buñuel und Dario Argento. Eine wundervoll verstö [ ... ]



Auf Entdeckungstour über die NordArt 2016
Kultur Magazin



Die kleine Stadt Büdelsdorf im nördlichen Schleswig-Holstein lockt mit einer neuen Ausstellung der NordArt. 250 Künstler aus fünfzig Nationen präsentieren i [ ... ]



Melanie Diener singt Wagner und Liszt – Gesprächskonzert zur Ausstellung „Manet – Sehen“
Kultur Magazin



Zur Zeit steht Melanie Diener, in Schenefeld gebürtige Sopranistin von Weltruf, in Warschau für „Tristan und Isolde“ auf der Bühne und [ ... ]



One Way Ticket – eine Zeitreise ins Ghetto- und Holocaust-Museum nach Riga
Kultur Magazin



Riga, Lettlands sympathische Hauptstadt galt schon im 17. Jahrhundert als kulturelles und politisches Zentrum lettischer Juden. Bis zu Beginn des ersten Weltkrie [ ... ]



Kampnagel: Magdalena Kožená singt Cole Porter
Kultur Magazin



Ihre kleine Reihe von vier Konzerten als Residenzkünstlerin der Elbphilharmonie/Laeiszhalle schließt die Mezzosopranistin Magdalena Kožená in einem ungewohnt [ ... ]



Weitere aktuelle Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Events