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„Walter Kempowski Literaturpreis“ geht an die Heidelberger Autorin Marlene Bach

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Sonntag, den 30. Oktober 2011 um 11:42 Uhr
Die Mitglieder der Hamburger Autorenvereinigung, der Schriftsteller wie Siegfried Lenz, Günter Kunert und Arno Surminski angehören, wählten die Heidelberger Autorin Marlene Bach zu diesjährigen Preisträgerin des „Walter Kempowski Literaturpreises 2011“. Das Preisgeld für den 1. Platz des Kurzgeschichten-Wettbewerbs beträgt € 6000.

Auf den zweiten Platz (2500 €) gelangte der Münchener Heinz Helle. Der dritte Preis( 1500 €) ging an André Ritter aus Rostock.

Die drei Preisträger wurden der Mitgliederversammlung von einer Jury vorgeschlagen. Zum Zeitpunkt des Bewerbungsschlusses gingen 1000 Einsendungen aus aller Welt ein.

Der Walter Kempowski Literaturpreis wird alle 2 Jahre im Wechsel mit dem „Hannelore Greve Literaturpreis“ vergeben. Der nach dem Schriftsteller benannte Preis wurde von Hamburgs Ehrenbürgerin Hannelore Greve gestiftet. Walter Kempowski, Ehrenmitglied des Hamburger Schriftsteller-Verbandes, hatte der Namensgebung kurz vor seinem Tod zugestimmt.

Marlene Bach, die bisher als Kriminalautorin hervorgetreten ist, hat zum diesjährigen Walter- Kempowski- Literaturpreis, der zum Thema „Familie“ ausgeschrieben war, die Kurzgeschichte „Herbstsohn“ eingereicht.

Vorsitzender Gino Leineweber: „Die Mitglieder der Hamburger Autorenvereinigung ließen sich bei ihrer Wahl von der einfühlsamen Beschreibung leiten, mit der die Autorin sich dem Leben in einem betreuten Wohnheim widmete. In dieser ultimativen Abkehr vom Familienleben, gerät der Blick gerade dafür  in den Vordergrund der Protagonistin. In Rückblenden werden die tatsächliche und die vorgestellte Familie dargestellt. Eine Erzählung, die betroffen macht.“

Marlene Bach
Geboren 1961, wuchs die Autorin nahe der niederländischen Grenze auf.  Ihre Studienzeit verbrachte sie in Bonn, verfasste dort erste Kurzgeschichten. Diese schriftstellerischen Ambitionen verflüchtigten sich jedoch recht bald wieder. Stattdessen promovierte sie im Fachbereich Psychologie, veröffentlichte wissenschaftliche Texte und arbeitete als Psychologin in verschiedenen Institutionen.

1997 zog sie aus beruflichen Gründen zusammen mit ihrem Mann nach Heidelberg. Seitdem beschäftigt sie sich vermehrt mit Kunst und Literatur. In den letzten Jahren entstanden Produktionen mit "Hammer und Bleistift": Steinskulpturen, Kurzgeschichten und schließlich 2006 mit "Elenas Schweigen" der erste Krimi, dem inzwischen drei weitere Bände folgten.

Quelle: Hamburger Autorenvereinigung

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