Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1028 Gäste online

Neue Kommentare

Phil zu "A Ghost Story". Der wehmütige Minimalismus des David Lowery: Rooney Mara ist wirklich zu bewundern für ihren ...
Herby Neubacher zu Kopf-Hörer 19 - für den Advent geeignet: Ja, da war doch was mit dem Advent? Ach ja, da wu...
franky zu 10 Jahre Lichte Momente 2017 – Outdoor-Videoprojektionen in Osnabrück : Lichte Momente sind großartig und machen richtig...
Dr. Seán Ó Riain, Irische Botschaft, Wien zu Hamburg vergibt Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen 2017: Ich gratuliere recht herzlich Frau Gabriele Haefs...
Herby Neubacher zu Weihnachtsoratorium vom Ensemble Resonanz: Frohlocken unter Freunden: Die Geschmacklosigkeit schreckt wirklich heute vo...

News-Port

25 Jahre Kulturstiftung Dortmund

Drucken
Freitag, den 24. November 2017 um 12:35 Uhr
Anlässlich ihre 25-jährigen Beste­hens schenkt die Kulturstiftung Dortmund dem Muse­um Ostwall ein Werk des in Dortmund geborenen Künstlers Martin Kippenberger. Das teilte der Stiftungsvorsitzende, Hans-Dieter Michalski, in einem Pressegespräch zum Auftakt des Jubiläums-Wochenendes mit. Dabei zog er zugleich eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit: Die Kulturstiftung sei seit ihrer Gründung zu einer festen Institution im kulturellen Leben Dortmunds geworden und habe hier dazu beigetragen, Lebendigkeit und Vielfalt von Kunst und Kultur zu fördern und auszubauen.

Anlass der Stiftungsgründung 1992 war vor allem der Wunsch nach einem Konzerthaus in Dortmund, für den insbesondere Ulrich Andreas Vogt vehement warb. Der damalige NRW-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement unterstützte dies. Er empfahl aber, bürgerliches und wirtschaftliches Engagement für Kunst und Kultur in Dortmund zu bündeln, um der Politikden Weg für die Realisierung des Konzerthauses zu ebnen. Dies war der Gründungsanstoß für die Stiftung. Allerdings, so Michalski, stand von Anfang an nicht alleindas Konzerthaus im Fokus der Arbeit, sondern die Förderung der ganzen Breite wichtiger kultureller Veranstaltungen und Einrichtungen als wichtigem Standortfaktor im interregionalenWettbewerb.

Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der IHK Dortmund, unter deren Patronat die Stif­tung steht, bekräftigtden Ansatz: „Eine neue Allianz zwischen Wirtschaft und Kultur war damals notwendiger dennje – ebenso wie die dauerhafte Existenz einer Institution, die Kunst und Kultur in Dortmund fördert und mithilft, ihnen auch außer­halb der Stadt, möglichst international, einen besonderen Ruf zu verschaffen.“

Insgesamt hat die Kulturstiftung seit ihrer Gründung mehr als 250 Projekte gefördert. Sie haben dazu beigetragen, durch ein vielfältiges anspruchsvolles Kulturangebot die Standortqualität und das Ansehen Dortmunds zu fördern. Dazu trägt auch die 1998 aufgenommene Verleihungvon Preisen an international herausragende Künstler wie zuletzt Anne-Sophie Mutter, Heinz Mack oder Edita Gruberova bei, die bundesweit den Blick auf Dortmund gelenkt haben.

Für die Förderung hatdie Stiftung bislang fast 4 Mio. € aus den Erträgen des inzwi­schen auf 5,8 Mio. € angewachsenem Stiftungsvermögens aufgewandt. Zu ihm haben fast 170 Unternehmen und Privatpersonen beigetragen. Aktuell, so Michalski, werde der Stiftungsgedanke allerdings auf eine besondere Probe gestellt. Durch die anhaltende Niedrigzinsphase sinken die Zinseinnahmen beständig und mit ihnen auch die Förder­möglichkeiten. Unverzichtbares privates Engagement in vielen gemeinnützigen Berei­chen werde so erheblich beeinträchtigt. Dabei sei der Bedarf groß. So habe das kulturelle Angebot im Wettbewerb der Standorte noch deutlich an Bedeutung zuge­nommen, während die öffentlichen Mittel für Kulturförderung begrenzt seien.

Gleichwohl sieht sich die Kulturstiftung Dortmund auf einem guten Weg, auch künftig ihren Beitrag zur Entwicklung der Kulturlandschaft Dortmunds beizutragen. Dazu will sie auch weiterhin nicht nur Lückenbüßer sein, wo andere Mittel ausbleiben, sondern ihrer Linie treu bleiben, aus eigener Kraft und Verantwortung zusätzlicheAngebote und Ideen zu verwirklichen, die Dortmund ein Stück mehr lebens- und erlebenswert machen.

Die Kulturstiftung wird ihr Jubiläum am Sonntag im Industrieklub Dortmund begehen. Dabei wird Ministerpräsident a. D. Wolfang Clement ein Grußwort sprechen und so seine anhaltende Ver­bundenheit mit dem zeigen, was er selbst mit angestoßen hat.

„Wir wollen an diesem Tag aber nicht nur feiern, sondern auch erneut fördern – durch ein Geschenk an die Stadt Dortmund und ihre Bürger“, gab Stiftungsvorsitzender Michalski bekannt. Dabei handelt es sich um eine Kollage von Martin Kippenberger (* 1953, †1997). Der Künstler von internationalem Ruf ist zwar in Dortmund geboren, derzeit befindet sich hier aber keines seiner Werke in einer öffentlichen Sammlung. Dies will die Kulturstiftung ändern und damit auch den Anstoß für eine möglicher­weise breitere Präsentation Kippenbergers  im Museum Ostwall geben.

Edwin Jacobs, Direktor des Museums Ostwall im Dortmunder U, würdigte das Geschenk und stellte die Bedeutung für das Museum heraus: „Dieses Werk von Martin Kippenberger regt zu Überlegungen an, die Sammlung des Museums Ostwall um weitere seiner Arbeiten, z. B. Malerei, Skulpturen, zu bereichern. Es regt dazu an, sich Gedanken über eine Ausstellung zu machen. Sex, Drogen und Rock & Roll sind mit Kippenberger als deutschen Boheme verbunden und diese Arbeit dokumentiert sein raues Leben als Künstler. Er widmete sich der Bildenden Kunst, hatte eine Punkband und betrieb mit dem SO36 einen Club. Er hatte keinen bestimmten Stil - das war sein Stil. Und genau das stärkt die Sammlung des Museums Ostwall, die sich über verschiedene Stilrichtungen der Kunstgeschichte erstreckt und so eine Eigenschaft aufweist, die sich auf natürliche Weise mit der gleichen Eigenschaft des Künstlers verbindet.“

Quelle: IHK Dortmund

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > NewsPort > 25 Jahre Kulturstiftung Dortmund

Mehr auf KulturPort.De

Mike Stern: Trip
 Mike Stern: Trip



Eigentlich war Mike Stern auf dem Weg zum Flughafen, um eine Europatournee zu starten. Ein Unfall, bei dem er sich beide Oberarmknochen brach, brachte ihn dann i [ ... ]



Anton Melbye: Maler des Meeres
 Anton Melbye: Maler des Meeres



Unter dem Titel „Anton Melbye – Maler des Meeres“ findet im Altonaer Museum in Hamburg eine umfangreiche Ausstellung des dänischen Künstlers statt, der v [ ... ]



Johann Joachim Winckelmann – dem Stammvater der Archäologie zum 300. Geburtstag
 Johann Joachim Winckelmann – dem Stammvater der Archäologie zum 300. Geburtstag



Am 9. Dezember 2017 jährt sich der 300. Geburtstag von Johann Joachim Winckelmann.
Als Sohn eines armen Schuhmachermeisters 1717 in Stendal, Sachsen-Anhalt geb [ ... ]



„Drei Zinnen". Oder die Abgründe einer Kinderseele
 „Drei Zinnen



Jan Zabeil inszeniert sein subtiles, visuell virtuoses Familiendrama als verstörendes Survival-Epos.
Mag er eigentlich diesen kräftigen, sportlich durchtraini [ ... ]



Jhumpa Lahiri sagt: "Mit anderen Worten – Wie ich mich ins Italienische verliebte"
 Jhumpa Lahiri sagt:



Als die Pulitzer-Preisträgerin des Millenniumjahrs 2000 Jhumpa Lahiri vor zwei Jahren vom amerikanischen Ex-Präsidenten Barack Obama die "National Humanities M [ ... ]



Kopf-Hörer 19 - für den Advent geeignet
 Kopf-Hörer 19 - für den Advent geeignet



Überirdisch strahlend: Jarousskys Händel-Arien. Faszinierende Klangwelt: Olga Pashchenko spielt Beethoven-Sonaten auf dem Hammerklavier. Frühes Schauermärche [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.