Zum Anfang

Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1118 Gäste online

Neue Kommentare

Friedrich von der Lange zu „Snowden” – Patriot oder Verräter? : Von keinem anderen, als von Ollie Stone hätte ic...
Hein Daddel zu „Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue: Ein starker Film über eine starke Frau. Sehr gut...
Gerhard P. zu OKRA – Piano & Field Recordings: Wunderbar und spitzfindig geschrieben. Macht Spa...
Hans G. Gohlisch zu Chefredakteur von ZEIT ONLINE spricht über "Community Engagement und New Storytelling: Eigentlich habe ich einen Bericht über David Hoc...
adarompf@gmx.de zu „Mahana – Eine Maori-Saga”. Zwischen Tradition und Tyrannei : In allen Facetten genaue Beschreibung des Films, ...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen 2016

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


News-Port

Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften: EU-Neuregelung ist ein wichtiger Schritt

Drucken
Mittwoch, den 14. September 2016 um 15:25 Uhr
Nach Plänen der EU-Kommission sollen Verlage auch künftig einen Ausgleich für Privatkopien oder sonstige gesetzlich zulässige Nutzungen ihrer Werke erhalten können. Der heute vorgelegte Entwurf für ein Reformpaket zum EU-Urheberrecht erlaubt es den Mitgliedsstaaten, Verlage durch gesetzliche Regelungen an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften zu beteiligen.

Damit soll die Rechtsunsicherheit ausgeräumt werden, die durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Verfahren HP ./. Reprobel entstanden ist. Die Luxemburger Richter hatten im November 2015 entschieden, dass Verlage keinen Anspruch auf Nutzungsvergütungen haben, da sie formal keine Rechteinhaber im Sinne der europäischen Urheberrechtsrichtlinie InfoSoc (2001/29/EG) seien. Daran anschließend hat der Bundesgerichtshof im April 2016 im ähnlich gelagerten VG-Wort-Verfahren die Beteiligung deutscher Verlage an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften für unrechtmäßig erklärt.

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: „Wir begrüßen den Vorstoß der EU-Kommission zur Klarstellung der Rechtslage. Er ist ein wichtiger Schritt hin zu einer langfristig lebendigen und zukunftsfähigen Verlagslandschaft, der jetzt so schnell wie möglich umgesetzt werden muss. Allerdings ist es erforderlich, dass in allen Urheberrechtsrichtlinien der EU ausdrücklich verankert wird, dass Verlage mit der Rechteeinräumung durch die Urheber zu Rechteinhabern werden. Nur so kann zwischen den verschiedenen Regelungen des europäischen Urheberrechtsrahmens wieder Kohärenz hergestellt werden.“

Der Börsenverein fordert von der Bundespolitik nun zügiges und entschiedenes Handeln. Da nicht damit zu rechnen ist, dass die EU-Richtlinie vor 2017 in Kraft tritt, ist eine nationale Übergangsregelung vonnöten, die in der Zwischenzeit die Ansprüche der Verleger sichert. Bundesjustizminister Heiko Maas hat  dafür bereits eine Minimallösung in den Gesetzentwurf zur Änderung des Urhebervertragsrechts integriert, der aktuell in den Bundestagsfraktionen diskutiert wird.

„Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, für die Übergangsregelung den Ansatz der EU-Kommission aufzugreifen und eine entsprechend erweiterte Gesetzesänderung schnell zu realisieren. Dies ist notwendig, damit bei der nächsten Mitgliederversammlung der VG Wort am 26. November beschlossen werden kann, dass die Verlage auch in Zukunft angemessen an deren Erlösen beteiligt werden. Ohne künftige Ausschüttungen ist die Existenz vieler, gerade kleinerer Verlage massiv gefährdet. Eine schnelle Lösung ist auch kulturpolitisch wichtig, damit Verlage und Autoren weiterhin gemeinsam und vertrauensvoll in den Verwertungsgesellschaften zusammenarbeiten können“, sagt Alexander Skipis.

Infolge des VG-Wort-Urteils des BGH haben deutsche Verlage in diesem Jahr keine Ausschüttungen aus 2015 von der VG Wort erhalten. Auch die Verlegerbeteiligung durch VG Bild-Kunst, GEMA und VG Musikedition ist akut gefährdet. Da das Urteil des BGH rückwirkend bis 2012 gilt, müssen Verlage darüber hinaus teilweise enorme Rückzahlungen leisten. Die Rückforderungen betragen – je nach Verlag – alleine hinsichtlich der VG Wort zwischen 20 und 200 Prozent des durchschnittlichen Jahresgewinns.

Seit dem frühen 19. Jahrhundert war es geltendes Recht, die Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften zwischen Verlagen und Autoren aufzuteilen, weil auch Verlage für ihre Leistungen honoriert werden müssen. Nach bisheriger Praxis etwa der VG Wort erhielten Verlage 30 Prozent (bei Belletristik) bzw. 50 Prozent (bei Wissenschaft) der Nutzungsvergütungen.

Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Bücher & CDs – wissen was sich lohnt

OKRA – Piano & Field Recordings
Kultur Magazin



Die Okra, auch Gemüse-Eibisch, ist eine Gewächsart aus der Familie der Malvengewächse. Sie ist eine aus dem Hochland Ostafrikas stammende Pflanze, [ ... ]



Till Brönner: The Good Life
Kultur Magazin



Baba-bäää, baba-bo-bääääbää – die Trompete ist unverkennbar, der smoothe und doch intensive Sound auch. Till B [ ... ]



Neil Cowley Trio: Spacebound Apes
Kultur Magazin



„Dies ist ein Projekt, an dem ich lange gearbeitet habe. Es beinhaltet Themen wie Schuld, Angst, Verlust und Sehnsucht – mit ein paar überraschenden [ ... ]



Melt Trio: Stroy
Kultur Magazin



Die beiden Brüder Peter (Gitarre) und Bernhard Meyer (Bass) sowie Moritz Baumgärtner (Drums) bringen ihr drittes Album heraus: Stroy.
Die archaische V [ ... ]



Mehr auf KulturPort.De

Die Zauberflöte in Hamburg: Herzattacke in der Staatsoper
Kultur Magazin



Radikal entschlackt, mit großen Lichtvorhängen ins Computerzeitalter gebeamt, lässt Regisseurin Jette Steckel die Neuinszenierung von Mozarts Ope [ ... ]



„Snowden” – Patriot oder Verräter?
Kultur Magazin



Das Schlachtfeld heißt Cyberspace, und für US-Regisseur Oliver Stone ist sein Protagonist ein Widerstandskämpfer mit Vorbildfunktion. Ziviler Ung [ ... ]



Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch
Kultur Magazin



„Manchmal fotografiert man die Welt, um sie und sich selbst besser verstehen zu können, eignet sich Dinge durch Abbilder an, um sie sich zu gegebener Zeit [ ... ]



Saisonstart mit philharmonischem Glück und symphonischem Tiefgang
Kultur Magazin



Die Hamburger Philharmoniker mit Kent Nagano punkten bei ihrer Saisoneröffnung mit Brahms’ Erster. Die Symphoniker Hamburg holen mit Thomas Adè [ ... ]



Jonas Burgert – Hälfte Schläfe
Kultur Magazin



Die Hamburger Produzentengalerie in der Admiralitätsstraße zeigt bis zum 30. Oktober 2016 Werke von Jonas Burgert. Seit der Ausstellung „Geschichtenerzä [ ... ]



„Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue
Kultur Magazin



Lucie Borleteau inszeniert die Odyssee ihrer Protagonistin ästhetisch virtuos als Chronik einer ungewöhnlichen Dreiecksbeziehung: sinnlich, melancholis [ ... ]



Weitere aktuelle Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Events