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Marion Dönhoff Preis 2016 geht an Navid Kermani

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Mittwoch, den 07. September 2016 um 12:14 Uhr

Der deutsch-iranische Schriftsteller und Publizist Navid Kermani wird in diesem Jahr mit dem Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet. Der Förderpreis geht an den gemeinnützigen Verein Hanseatic Help e.V., der sich für die Erstversorgung und Ausstattung von Flüchtlingen einsetzt. Die Auszeichnungen sind mit je 20.000 Euro dotiert.

 

Navid Kermani erwarb sich unter anderem mit seinen Büchern "Ungläubiges Staunen", "Dein Name" und "Zwischen Koran und Kafka" hohes Ansehen. Der Autor zahlreicher Reportagen und Essays publiziert genreübergreifend und beschäftigt sich in seiner vielschichtigen Arbeit unter anderem mit Glaubensfragen und gesellschaftspolitischen Kontroversen. 2014 hielt er eine viel beachtete Festrede in der Feierstunde des Deutschen Bundestags zum 65. Jahrestag des Grundgesetzes.

Matthias Naß, Juryvorsitzender und Internationaler Korrespondent der ZEIT: "Navid Kermani ist ein Brückenbauer zwischen Islam und Christentum, ein kritischer Geist und zugleich ein Versöhner zwischen den Kulturen. In einer politisch und gesellschaftlich schwierigen Situation ist er zu einer moralischen Instanz geworden." Die Laudatio auf Navid Kermani wird Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, halten.
 

Der Verein Hanseatic Help e.V., eine ehrenamtliche, von Bürgern getragene Initiative, hat seit dem vergangenen Jahr tausende Flüchtlinge im Großraum Hamburg versorgt und liefert Hilfsgüter in Krisengenbiete wie Syrien oder den Nordirak. Den Preis überreicht Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.
 

Die Preisträger wurden von einer Jury ausgewählt, der Friedrich Dönhoff, Astrid Frohloff, Manfred Lahnstein, Matthias Naß, Janusz Reiter, Theo Sommer und Anne Will angehören. Hunderte Leser sind erneut dem Aufruf der ZEIT gefolgt und haben Personen und Organisationen vorgeschlagen, die sich im Sinne Marion Dönhoffs für internationale Verständigung und Versöhnung engagieren.
 

In diesem Jahr vergeben DIE ZEIT, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die Marion Dönhoff Stiftung den Preis zum 14. Mal. Die Verleihung findet am 4. Dezember 2016 im Hamburger Schauspielhaus statt.

Quelle: DIE ZEIT

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