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Nigel Kennedy im Schlosspark Fleesensee

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Dienstag, den 14. Juni 2016 um 09:45 Uhr
Er gilt ebenso als brillanter Musiker wie als Enfant terrible der Klassikszene: Nigel Kennedy. Genregrenzen sind dem Geigenvirtuosen fremd, der Bach und Vivaldi ebenso leidenschaftlich und unkonventionell spielt wie Klezmer und The Doors. Am Samstag, den 18. Juni 2016 um 18:00 Uhr präsentiert er im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sein Programm „Nigel Kennedy plays Jimi Hendrix“ zum ersten Mal mit dem satten Klang eines Orchesters. Beim Open Air im Schlosspark Fleesensee in Göhren-Lebbin bringt er mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin und seiner Band Songs des Gitarrengenies in brandneuen Arrangements für diese Besetzung auf die Bühne. Auf dem Programm stehen u. a. „Third Stone from the Sun“ und „Purple Haze“.

Nigel Kennedy erblickte am 28. Dezember 1956 in Brighton als Sohn eines Cellisten und einer Klavierlehrerin das Licht der Welt. Im Alter von sechs Jahren begann Nigel Kennedy Violine zu lernen. Er bekam ein Stipendium an der Yehudi Menuhin School in England und wurde von dem berühmten Geiger Menuhin persönlich gefördert. Ab 1972 war er an der Juilliard School of Music in New York eingeschrieben und studierte bei der gefeierten Lehrerin Dorothy DeLay. Bereits während seines klassischen Studiums widmete er sich auch dem Jazz und der populären Musik. 1977 gab er in London sein Debüt als Konzertgeiger mit dem „Royal Festival Hall Orchestra“ unter der Leitung von Riccardo Muti. Ab dem Jahr 1980 trat Kennedy auch regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern auf, außerdem spielte er mit Gidon Kremer in Lockenhaus und trat auf zahlreichen Festivals auf.

Großen Erfolg hatte er mit den Einspielungen der „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Zudem entstanden Aufnahmen der Violinkonzerte von Edward Elgar und Felix Mendelssohn Bartholdy. Das große Interesse an Nigel Kennedy beruht nicht nur auf seinem geigerischen Können, sondern auch auf seiner untypischen und lockeren Haltung. So trägt Kennedy nicht wie andere klassische Musiker Frack und Anzug, sondern Turnschuhe und Fußball-Trikot, was ihm das Image des „Punk-Geigers“ bescherte. Nigel Kennedys Interesse liegt auch in der zeitgenössischen Musik. Von 1974 bis 1976 sammelte er umfangreiche Erfahrungen als Jazzgeiger in der Zusammenarbeit mit Stéphane Grappelli. Im Jahr 1990 erhielt er die „Goldene Rose von Montreux“ für eine Fernsehaufzeichnung von Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“. Das Album, das diesem Konzert zu Grunde lag, wurde über ein Jahr auf Platz eins der britischen Klassikcharts gelistet. Nach einer längeren Pause folgte das Album „Kafka“ aus dem Jahr 1997, das auch eigene Kompositionen enthält und Elemente von Klassik, Jazz und Pop vereint, sowie eine Einspielung von Jimi Hendrix-Songs, die er 1999 auf einer Konzerttournee vorstellte. Im Jahr 2000 veröffentlichte Nigel Kennedy mit dem Titel „Riders on the Storm – The Doors Concerto“ einen weiteren Rock Klassiker. 2001 wurde er als „Male Artist of the Year“ mit dem „Classical BRIT Award“ und mit dem ECHO Klassik als „Instrumentalist des Jahres“ geehrt. Für seine Konzerteinspielung „The Vivaldi Album Vol. 2“ wurde er erneut mit dem ECHO Klassik 2005 ausgezeichnet. Im Jahr 2012 präsentierte Nigel Kennedy ein neues Programm, das aus Werken von Bach und arrangierten Stücken von Fats Waller bestand. 2013 veröffentlichte er sein Album „Recital“ mit Werken von Fats Waller, Dave Brubeck und  ihm selbst.

Neben einer Vielzahl an E-Geigen, die Kennedy besitzt, spielt er eine Violine des bekannten Geigenbauers Carlo Bergonzi von Cremona aus dem Jahr 1732.

Das Deutsche Kammerorchester Berlin (DKO) wurde im Herbst 1989 im Geiste der Wiedervereinigung gegründet. Es ist seitdem zu einem festen Bestandteil des Berliner Musik-und Kulturlebens geworden und spiegelt die Atmosphäre Berlins wider: Musiker aus der vormals geteilten Stadt bilden gemeinsam mit internationalen Kollegen einen Klangkörper, der immer wieder durch seine Neugierde und sein Engagement begeistert. Das Ensemble, unter der künstlerischen Leitung des Ersten Konzertmeisters Gabriel Adorján, legt großen Wert auf Selbstbestimmung. In Berlin ist das Orchester in seinem festen Domizil, dem Kammermusiksaal der Philharmonie, präsent und erobert darüber hinaus ungewohnte und frische Spielorte wie das Stattbad im Berliner Wedding. Als neuestes Projekt widmet sich das Orchester der Reihe „Neue Meister“, welche in Zusammenarbeit mit Berlin Classics und Drive! Volkswagen Group Forum entsteht. Auch international ist das DKO Berlin vertreten, zuletzt auf seiner Tour durch Südkorea im Frühjahr 2016. Das Repertoire des DKO erstreckt sich vom Barock bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Ein Anliegen des Orchesters ist es seit jeher, die Aufmerksamkeit auch auf Werke am Rande des herkömmlichen Konzertrepertoires zu lenken. Am Pult des Orchesters standen Dirigenten wie Philippe Jordan, Simon Halsey, Elias Grandy und Markus Poschner. Zu seinen Gastsolisten gehörten u. a. Daniel Hope, Anna Prohaska, Avi Avital, Francesco Tristano, Maximilian Hornung, Martin Helmchen, David Geringas und Baiba Skride. Hinzu kommen CD-Aufnahmen für edel, Solo Musica sowie die Deutsche Grammophon u. a. mit Daniel Hope, Albrecht Mayer, dem Rundfunkchor Berlin, Annika Treutler und Liv Migdal.

Quelle: Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gGmbH

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