Zum Anfang

Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 733 Gäste online

Neue Kommentare

Friedrich von der Lange zu „Snowden” – Patriot oder Verräter? : Von keinem anderen, als von Ollie Stone hätte ic...
Hein Daddel zu „Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue: Ein starker Film über eine starke Frau. Sehr gut...
Gerhard P. zu OKRA – Piano & Field Recordings: Wunderbar und spitzfindig geschrieben. Macht Spa...
Hans G. Gohlisch zu Chefredakteur von ZEIT ONLINE spricht über "Community Engagement und New Storytelling: Eigentlich habe ich einen Bericht über David Hoc...
adarompf@gmx.de zu „Mahana – Eine Maori-Saga”. Zwischen Tradition und Tyrannei : In allen Facetten genaue Beschreibung des Films, ...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen Hamburg 2016

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


Theater - Tanz

Premiere: Zeit der Zärtlichkeit

Drucken
(230 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Geschrieben von Claus Friede  -  Mittwoch, den 04. März 2009 um 22:58 Uhr
Premiere: Zeit der Zärtlichkeit 4.8 out of 5 based on 230 votes.
Zeit der Zärtlichkeit
(Foto: Oliver Fantitsch)

Gut besucht war die Premiere in den Hamburger Kammerspielen am 2. März.

Die Deutsche Erstaufführung des Theaterstücks von Dan Gordon basiert auf dem gleichnamigen Roman von Larry McMurtry. 1983 wurde die Romanvorlage sehr erfolgreich in den USA von James L. Brooks verfilmt und inszeniert (Originaltitel: "Terms of Endearment").

 

 

Regisseur Christian Nicke wagte sich nun an die deutsche Theaterversion. Der Konflikt zwischen Mutter Aurora (Daniela Ziegler) und Tochter Emma (Joanna Kitzl) ist ein pointiertes Meisterwerk an Sprache und Wortwitz. Man merkt das amerikanische Vorbild und fühlt sich in vielen Szenen an Ausdrucksweisen in Hollywoodfilmen erinnert. Intelligente Dialoge, die bei den Zuschauern von Kopfschütteln über herzliches Lachen bis zu stillem Entsetzen provozieren. Christian Nicke schafft es, genügend Abstand zum Film einzuhalten. Das ist einerseits positiv, hat aber auch einen negativen Aspekt. Vergessen kann man den Film nämlich nicht, besetzt er doch das Terrain allein durch seine Meisterlichkeit, inszenatorisch wie schauspielerisch. Wer den Film sah, denkt ihn mit, und das ist durchaus legitim. Die Inszenierung der Kammerspiele konnte dennoch ganz andere Bilder hervorrufen, als der Film das tut und facht so auch die eigene Phantasie an. Gerade die Begleitung des verstorbenen Ehemanns und Vaters Rudyard (David Allers) durch das Stück, der Hippie geblieben zu sein scheint, und musizierend, singend und pfeifend sich von Zeit zu Zeit in Erinnerung bringt, ist dafür ein gutes Beispiel.

Der Film mit Shirley McLaine, Debra Winger und Jack Nicholsen ist deswegen ein Meisterwerk, weil die Schauspieler und filmische Inszenierung es schaffen, ein Gleichgewicht zu halten zwischen Lust, Freude und Witz und den traurigen, melodramatischen Momenten. Beides steht gleichberechtigt und gefühlsbedeutsam nebeneinander. Diese für das Stück so wichtige inhaltliche Komponente, vermochte auf der Bühne nicht evident zu werden. 
 



 

Mehr auf KulturPort.De

Knauer, Safaian, Schumacher: Zeitloses Treiben in Bachs Notenmeer
 Knauer, Safaian, Schumacher: Zeitloses Treiben in Bachs Notenmeer



In der CD-Reihe „Neue Meister“ präsentieren Arash Safaian, Sebastian Knauer und Pascal Schumacher die Musik nach Motiven von Bach so, wie der Meiste [ ... ]



Reeperbahn Festival 2016: Auf der Suche nach der Kunst
 Reeperbahn Festival 2016: Auf der Suche nach der Kunst



Die Autorin dieses Beitrags ist begeisterte Reeperbahn Festival-Besucherin, schaut sich aber neben dem umfassenden Konzertangebot besonders gerne im „Arts& [ ... ]



Die Zauberflöte in Hamburg: Herzattacke in der Staatsoper
 Die Zauberflöte in Hamburg: Herzattacke in der Staatsoper



Radikal entschlackt, mit großen Lichtvorhängen ins Computerzeitalter gebeamt, lässt Regisseurin Jette Steckel die Neuinszenierung von Mozarts Opernhit „ [ ... ]



„Snowden” – Patriot oder Verräter?
 „Snowden” – Patriot oder Verräter?



Das Schlachtfeld heißt Cyberspace, und für US-Regisseur Oliver Stone ist sein Protagonist ein Widerstandskämpfer mit Vorbildfunktion. Ziviler Ung [ ... ]



Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch
 Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch



„Manchmal fotografiert man die Welt, um sie und sich selbst besser verstehen zu können, eignet sich Dinge durch Abbilder an, um sie sich zu gegebener Zeit [ ... ]



Saisonstart mit philharmonischem Glück und symphonischem Tiefgang
 Saisonstart mit philharmonischem Glück und symphonischem Tiefgang



Die Hamburger Philharmoniker mit Kent Nagano punkten bei ihrer Saisoneröffnung mit Brahms’ Erster. Die Symphoniker Hamburg holen mit Thomas Adè [ ... ]



Weitere aktuelle Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.