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Theater - Tanz

Das Shakespeare-Chamäleon: Bernd Lafrenz

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Geschrieben von Carolin Peiseler  -  Dienstag, den 01. März 2011 um 18:39 Uhr
Das Shakespeare-Chamäleon: Bernd Lafrenz 4.3 out of 5 based on 39 votes.
Das Shakespeare-Chamäleon: Bernd Lafrenz

Der in Freiburg/Br. lebende Schauspieler Bernd Lafrenz hat sich mit seinen Soloadaptionen der Shakespeare-Klassiker vom Geheimtipp zur festen Größe mit Kult-Potential in die Herzen der Hamburger gespielt.
Für Shakespeare-Kenner ein wahres Feuerwerk intelligenter Persiflagen, und für alle anderen, die vergnüglichste Art, mit Shakespeare und seinem Werk Freundschaft zu schließen.

Die temporeichen Lafrenzschen Soloadaptionen bieten mitreißenden Theaterspaß. In über 27 Jahren Bühnenpräsenz hat sich der Mime mit „Der Widerspenstigen Zähmung“ den achten Klassiker als One-Man-Show selbst auf den Leib geschrieben. Nach „Macbeth“, „Othello“, „Hamlet“, „König Lear“, „Romeo und Julia“, „Der Sturm“ und „Ein Sommernachtstraum“ feiert nun das jüngste Shakespeare-Arrangement am 2. März im monsun theater Hamburg Premiere.

Auf internationalen Theaterfestivals wird Bernd Lafrenz mit stehenden Ovationen bedacht, in renommierten Kleinkunstbühnen wie dem Düsseldorfer Köm(m)ödchen, dem Senftöpfchen in Köln, der Pfeffermühle in Leipzig oder dem Unterhaus in Mainz ist er so gut wie zu Hause, und seit Jahren räumt er einen Publikumspreis nach dem anderen ab. Mit dem ausdrucksstarken Mienenspiel, ansteckender Spielfreude und profunder Kenntnis des Shakespeare-Stoffes zieht Lafrenz das Publikum bereits nach wenigen Minuten in seinen Bann.
In atemberaubender Geschwindigkeit wechselt er in „Der Widerspenstigen Zähmung“ zwischen insgesamt zehn Männer- und Frauenrollen. Blitzschnell und äußerst diszipliniert und präzise in ihrer unterschiedlichen Mimik und Körpersprache stellt der Schauspieler seine verschiedenen Akteure dar.
Unter der Regie von Abel Aboualiten treibt Lafrenz mit seinen humorvollen, gewitzten Interpretationen – so wird beispielsweise Katharina in dieser Adaption im Rahmen eines furiosen Stierkampfes gebändigt – die überraschenden Wendungen im Liebesspiel der Charaktere bis zum romantischen Happy End voran: Eine kleine Sternstunde des Theaterspielens, an der gewiss auch William S. seine Freude hätte.

Zum Stück: Lucentio verliebt sich in die schöne Bianca und möchte sie heiraten. Ihr Vater will aber zuerst seine älteste Tochter Katharina unter die Haube bringen. Die hat jedoch Haare auf den Zähnen und ihren eigenen Willen, so dass alle Interessenten vor der kratzbürstigen Katharina zurückschrecken. Nur der unerschrockene Teufelskerl Petruchio aus Verona will es wagen und zähmt die Widerspenstige mit einer unwiderstehlichen Charmeoffensive.

Von Mittwoch, 2. März bis Samstag, 5. März 2011, jeweils um 20.00 Uhr im monsun theater, Friedensallee 20, HH-Ottensen; Tel.: 040 – 390 31 48; www.monsuntheater.de
Fotos: © B. Schulte. Bernd Lafrenz als Petruchio (Header), Katharina, Biondello, Baptista und Corrida.

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