Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 1099 Gäste online

Neue Kommentare

Dr. Seán Ó Riain, Irische Botschaft, Wien zu Hamburg vergibt Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen 2017: Ich gratuliere recht herzlich Frau Gabriele Haefs...
Herby Neubacher zu Weihnachtsoratorium vom Ensemble Resonanz: Frohlocken unter Freunden: Die Geschmacklosigkeit schreckt wirklich heute vo...
Sabine Carbon zu „Karl Marx, Das Kapital“. Eine Hommage im Museum der Arbeit: Bei zu viel Text hilft vielleicht unser Kinderbuc...
Sabine Albrecht zu Neues Angebot der Kunstmeile Hamburg: Der 3-Tage-Kunstmeilenpass: Guten Tag,
ich suche nach einer Erklärun...

B.F.Schwarze zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo, Frau Lampert,
leider gibt es nicht ...

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Musik

„Dies ist keine Messe, es ist ein Familientreffen“ – die „jazzahead!“ in Bremen

Drucken
(280 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 30. April 2013 um 11:34 Uhr
„Dies ist keine Messe, es ist ein Familientreffen“ – die „jazzahead!“ in Bremen 4.6 out of 5 based on 280 votes.
„jazzahead!“ in Bremen

Sie ist eine der wichtigen Musikmessen Europas, vielleicht die wichtigste für Jazz: die „jazzahead!“ in Bremen.
„uniting-talents“ ist das Motto der Jazzmesse, die im achten Jahr stattfindet und sich Israel als Partnerland wählte. Das Land hat eine unglaublich vielseitige, lebhafte und auch noch unentdeckte Musikszene. Das konnten die Messemacher erleben als sie nach Israel eingeladen wurden. Israel hat nicht nur den großzügigsten Stand auf der Messe, sondern auch eine große Anzahl von namhaften und unbekannteren Künstlern zu bieten: Omer Klein, Avishai Cohen, Ari Erev und Daniel Zamir, um nur einige zu nennen.

Die beiden großen Festivals – Red Sea Jazz Festival und Tel Aviv Jazz Festival – waren durch ihre Programmmacher Dubi Lenz und Barak Weiss vertreten. „Für uns ist das eine wunderbare Gelegenheit auf die Vielfältigkeit der israelischen Jazzszene aufmerksam zu machen“, sagt Dubi Lenz und Barak Weiss fügt hinzu: „Deutschland ist für uns ein sehr wichtiger Partner!“ Die israelische Botschaft ist einer von vielen Unterstützern, auch wenn es für viele Musiker am Ende heißt: Reisekosten selbst bezahlen. Daran muss noch gearbeitet werden!

Die Konzerte am Eröffnungsabend der „jazzahead!“ sind bestens besucht. Besonders hat es mir Daniel Zamir angetan, der mit seinem Quartett im „Kulturzentrum Schlachthof“ eine großartige Stimmung kreiert. Überhaupt ist die Mischung aus Konzerten, Meeting-Panels, Vorträgen, Preisen und Messeständen gut gewählt. Die angenehme Größe der „jazzahead!“ sorgt dafür, dass Besucher nicht schon nach drei Stunden vollständig gerädert sind. Rückzugsorte und Chill-Lounges helfen die Atem- und Gehirnwege wieder frei zu machen.

Länder, Jazzvereinigungen, Labels und Festivals haben Stände über zwei Stockwerke verteilt, da stehen Musiker, Booker, Produzenten und Musikjournalisten und tauschen sich aus. Es scheint so, als kennt jeder jeden und wenn dem nicht einmal so ist, dann ist er trotzdem Familie.

Beim Stand des „12 Points Festivals“ aus dem irischen Dublin bleibe ich stehen. Die Idee des Festivals ist so gut wie überzeugend: Wie beim internationalen „Eurovision Song Contest“ werden aus 12 Ländern jeweils ein Jazzmusiker respektive eine Band eingeladen. Diese spielen dann auf dem „12 Points Festival“ mit anderen europäischen Musikern – alle zwei Jahre findet es in Irland statt, dazwischen in einer Partnerstadt – in diesem Jahr wieder in Dublin. So waren sie seit Gründung im Jahr 2007 bereits in Skopje, Göteborg und Porto. „Wir haben zusätzlich ein Mobilitätsprogramm – „12 Points +“ nennen wir das“, sagt Kenneth Killeen, einer der Macher und Tourmanager: „Die drei Musiker oder Bands, die am besten beim Publikum ankommen, werden dann ein Jahr lang auf Tour geschickt und spielen dann bei vielen Partnerfestivals“. Das ist eine europäische Jazzförderung der anderen, besonderen Art. Dafür bekommt ihr 12 Punkte!

Zwischendurch geht der Besucher in ein Kurzkonzert: European Jazz Meeting Showcase Day im Borgward Saal. Es ist Samstag und um 15 Uhr spielt "Leon Gurvich Project". Die vier Stücke dauern insgesamt 30 Minuten, sind sehr fein ausgewählt und eröffnen den variationsbreiten Raum der vier Musiker. Gurvitch am Piano, manchmal auch mit Blockflöte und mit flauschigem Paukenstick musizierend, führt die Zuhörer durch unterschiedliche Klangräume seines Repertoires, ohne dabei seine Handschrift zu verlieren. Am Ende ist er umringt von Interessenten. „Können sie das auch für eine Bigband arrangieren?“, fragt jemand. So soll es sein!

Und Preise gab es auch auf der „jazzahead!“ zu verleihen: Der 8. jazzahead!-Skoda-Award ging an den Niederländer Han Bennink, ein Virtuose am Schlagzeug. Jazzjournalist Ralf Dombrowski erhielt den Preis für deutschen Jazzjournalismus. Gratulation!


Hinweis: Parallel zur „jazzahead!“ und darüberhinaus lohnt ein Besuch im Neuen Museum Weserburg. „Panorama“ präsentiert noch bis zum 2. Juni junge Videokunst aus Israel, kuratiert von Susanne Hinrichs. Weserburg – Museum für moderne Kunst, Teerhof 20 in 28199 Bremen. www.weserburg.de

Weitere Informationen:
www.jazzahead.de
www.12points.ie


Fotonachweis:
Header: Messebesucher. Foto: jazzahead
Galerie:
01. Plakatmotiv
02. Israeli Night: Daniel Zamir. Foto: © Ido Izsac
03. Leon Gurvitch. Foto: © Nikita Kret
04. Logo 12 Points Festival
05. Skoda Award-Gewinner Han Bennink. Foto: © Andreas Terlaak
06. Preis Jazz-Journalismus an Ralf Dombrowski. Foto: © Frank Pusch
 

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Blog > Musik > „Dies ist keine Messe, es ist ein Familient...

Mehr auf KulturPort.De

Studio Braun: „Der goldene Handschuh“ im Deutschen Schauspielhaus
 Studio Braun: „Der goldene Handschuh“ im Deutschen Schauspielhaus



Was Kult ist, muss nicht unbedingt gut sein. Heinz Strunk ist Kult und tut alles dafür, dass es so bleibt. Egal, auf welchem Niveau. Sein blutrünstiger Bestsel [ ... ]



Dschungelbuch für Kinder – ganz eng am Original
 Dschungelbuch für Kinder – ganz eng am Original



Das Hamburger Theater für Kinder im Allee Theater, das in dieser Spielzeit seinen 50. Geburtstag feiert, bezaubert mit einer fantastischen Version des „Dschun [ ... ]



„Detroit” – Kathryn Bigelows Blick zurück im Zorn
 „Detroit” – Kathryn Bigelows Blick zurück im Zorn



Furioser Politthriller als Chronik staatlich autorisierter Gewalt.
Detroit, 25. Juli 1967. Hinter der Bühne des legendären Fox-Theatres fiebern Leadsinger Lar [ ... ]



Kopf-Hörer 18
 Kopf-Hörer 18



Alexander M. Wagner ist 22 Jahre jung. Er brilliert bei TYXart mit Tschaikowskys b-Moll-Klavierkonzert und präsentiert seine eigene zweite Symphonie. Außerdem  [ ... ]



Andreas Brandhorst: „Das Erwachen“ – Maschinenintelligenz außer Kontrolle
 Andreas Brandhorst: „Das Erwachen“ – Maschinenintelligenz außer Kontrolle



Dieser Thriller hat es in sich. „Das Erwachen“ bestätigt all unsere Ängste und Befürchtungen: Maschinenintelligenz (MI) bemächtigt sich der Künstlichen  [ ... ]



All Johr Wedder – Schöne Bescherungen im Ohnsorg Theater
 All Johr Wedder – Schöne Bescherungen im Ohnsorg Theater



Oje, du Fröhliche! Das Ohnsorg Theater stimmt mit „All Johr wedder“, der plattdeutschen Fassung von Alan Ayckbourns „Schöne Bescherungen“, auf die Weih [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.