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Literatur

Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Schriftsteller Uwe Friesel

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Geschrieben von Dagmar Seifert  -  Montag, den 19. April 2010 um 10:13 Uhr
Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Schriftsteller Uwe Friesel 3.7 out of 5 based on 55 votes.
Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Schriftsteller Uwe Friesel

Uwe Friesel, Jahrgang 1939, ist Schriftsteller (u. a. Krimis, Romane, Hörspiele), Übersetzer (u. a. Nabokov, Updike) und Gründervater (u. a. AutorenEdition), also wahrlich ein Urgestein der deutschen Literatur.
Am 22. März wurde er zum Ehrenvorsitzenden des VS (Verband deutscher Schriftsteller) ernannt. Er lebte gut dreizehn Jahre in Italien, anschließend ungefähr dreizehn Jahre in Schweden und zog Anfang dieses Jahres, genau, als der Schnee am höchsten lag, nach Deutschland zurück.
Wieso eigentlich?

Uwe Friesel (UF): Weshalb man erst in Italien lebt, danach in Schweden – wie Gott in Frankreich, sozusagen – und schließlich trotzdem nach Deutschland zurückkehrt? Nun, ich bin weder Bestseller-Autor, noch werde ich jünger. Die Künstlersozialrente reicht bei Leibe nicht.

Dagmar Seifert (DS): Demnach ist das Leben für einen Künstler in Deutschland preiswerter als in Schweden?

UF: Also zumindest hier in Salzwedel ist zum Glück alles um ein gutes Drittel billiger als in der trendigen Metropole Stockholm. Bis hin zur Miete. Und Hamburg und Berlin sind per Bahn in knapp zwei Stunden erreichbar.
Ergeben hat sich das Ganze unter anderem, weil meine schwedische Lebenspartnerin Birgitta Sjöblom Ende letzten Jahres mir nichts, dir nichts ihre Jobs als Planerin von Kongressen und Designerin von Werbebroschüren für die Regierung einbüßte.
Fortan will sie nur noch mit großen Agenturen zusammenarbeiten. Mittlerweile hat Birgitta schon das Layout für fünf deutsche Bücher gemacht. Ein sechstes ist in Aussicht, ebenso die Gestaltung von Websites speziell für Schriftsteller und Künstler. Ich übernehme dabei den Text-Anteil.

DS: Also liegen für euch die besseren beruflichen Aussichten jetzt hier?

UF: Im Moment sieht es so aus. Wir haben begründete Hoffnung, weiterhin unsere Berufe ausüben zu können. Ein Schriftsteller legt ja auch nicht den Griffel aus der Hand, bloß weil er die fünfundsechzig passiert hat. Und Salzwedel ist ein so überraschend schönes Kleinod an mutig restaurierter mittelalterlicher Architektur, dass ich nur jedem Wendlandbesucher raten kann, die paar Kilometer von Lüchow aus noch zu fahren: schon wegen des weltberühmten Salzwedeler Baumkuchens.

DS: Der ersetzt demnach glatt die Kanelbullar. Was hast du überhaupt in Skandinavien gemacht?

UF: Na ja, gelebt. In Stockholm und auch auf Åland. Und bei der Gelegenheit natürlich geschrieben.


 

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