Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 941 Gäste online

Neue Kommentare

Giselheid Otto zu Dialog über Grenzen: Kunst aus Ost und West – Die Sammlung Riese: Lieber Herr Riese,
ich bin Michaelas Freun...

Willem van Rensenbrink zu „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”. Oder die Heimat des Zorns: Danke für den Tipp. Ein klarer Oscar-Kandidat!...
h. pöhls zu James Rosenquist. Eintauchen ins Bild – vom Plakatmaler zur Pop-Art-Ikone: war genauso beeindruckt. Gut beschrieben....
Gerd Kruse zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo Frau Lampert,
ich war durch meine He...

Herby Neubacher zu Elbphilharmonie: Das perfekte Buch zum Bau: Absolut richtig. Ich habe das gabnze Drama Elbphi...

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Literatur

Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Schriftsteller Uwe Friesel

Drucken
(55 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Montag, den 19. April 2010 um 09:13 Uhr
Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Schriftsteller Uwe Friesel 3.7 out of 5 based on 55 votes.
Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Schriftsteller Uwe Friesel

Uwe Friesel, Jahrgang 1939, ist Schriftsteller (u. a. Krimis, Romane, Hörspiele), Übersetzer (u. a. Nabokov, Updike) und Gründervater (u. a. AutorenEdition), also wahrlich ein Urgestein der deutschen Literatur.
Am 22. März wurde er zum Ehrenvorsitzenden des VS (Verband deutscher Schriftsteller) ernannt. Er lebte gut dreizehn Jahre in Italien, anschließend ungefähr dreizehn Jahre in Schweden und zog Anfang dieses Jahres, genau, als der Schnee am höchsten lag, nach Deutschland zurück.
Wieso eigentlich?

Uwe Friesel (UF): Weshalb man erst in Italien lebt, danach in Schweden – wie Gott in Frankreich, sozusagen – und schließlich trotzdem nach Deutschland zurückkehrt? Nun, ich bin weder Bestseller-Autor, noch werde ich jünger. Die Künstlersozialrente reicht bei Leibe nicht.

Dagmar Seifert (DS): Demnach ist das Leben für einen Künstler in Deutschland preiswerter als in Schweden?

UF: Also zumindest hier in Salzwedel ist zum Glück alles um ein gutes Drittel billiger als in der trendigen Metropole Stockholm. Bis hin zur Miete. Und Hamburg und Berlin sind per Bahn in knapp zwei Stunden erreichbar.
Ergeben hat sich das Ganze unter anderem, weil meine schwedische Lebenspartnerin Birgitta Sjöblom Ende letzten Jahres mir nichts, dir nichts ihre Jobs als Planerin von Kongressen und Designerin von Werbebroschüren für die Regierung einbüßte.
Fortan will sie nur noch mit großen Agenturen zusammenarbeiten. Mittlerweile hat Birgitta schon das Layout für fünf deutsche Bücher gemacht. Ein sechstes ist in Aussicht, ebenso die Gestaltung von Websites speziell für Schriftsteller und Künstler. Ich übernehme dabei den Text-Anteil.

DS: Also liegen für euch die besseren beruflichen Aussichten jetzt hier?

UF: Im Moment sieht es so aus. Wir haben begründete Hoffnung, weiterhin unsere Berufe ausüben zu können. Ein Schriftsteller legt ja auch nicht den Griffel aus der Hand, bloß weil er die fünfundsechzig passiert hat. Und Salzwedel ist ein so überraschend schönes Kleinod an mutig restaurierter mittelalterlicher Architektur, dass ich nur jedem Wendlandbesucher raten kann, die paar Kilometer von Lüchow aus noch zu fahren: schon wegen des weltberühmten Salzwedeler Baumkuchens.

DS: Der ersetzt demnach glatt die Kanelbullar. Was hast du überhaupt in Skandinavien gemacht?

UF: Na ja, gelebt. In Stockholm und auch auf Åland. Und bei der Gelegenheit natürlich geschrieben.


 

Home > Blog > Literatur > Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Schrifts...

Mehr auf KulturPort.De

„Shape of Water – Das Flüstern des Wassers”. Oder die Monster des Guillermo del Toro
 „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers”. Oder die Monster des Guillermo del Toro



Betörender Genre-Mix aus Märchen, Musical, Spionagethriller, Liebesgeschichte, Neo Noir. Guillermo del Toro verändert nachhaltig den magischen Kosmos von ‚L [ ... ]



Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd
 Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd



Gut Ding will Weile haben, heißt es. Manchmal erstaunlich lange Weile: Zum ersten Mal untersucht eine Ausstellung den Einfluss außereuropäischer Kunst auf das [ ... ]



„Alles Geld der Welt”. Die Kapitalismuskritik des Ridley Scott
 „Alles Geld der Welt”. Die Kapitalismuskritik des Ridley Scott



Elegantes Kidnapping-Drama als Psychogramm menschlicher Gier.
Rom, Juli 1973. „Bambino” nennen ihn die Prostituierten vom Piazza Farnese ironisch-mitleidig, [ ... ]



Machen sie mich schön, Madame d’Ora
 Machen sie mich schön, Madame d’Ora



Sie setzte mit großer Leidenschaft die schönen Dinge des Lebens in Szene: Die Mode. Die Kunst. Die feine Gesellschaft im Wien der K.u.k.-Monarchie und später  [ ... ]



Uri Korea – Ruhe in Beschleunigung
 Uri Korea – Ruhe in Beschleunigung



In den vergangenen Monaten machte Korea oft Schlagzeilen, aber immer war es Nordkorea, verbunden mit den Drohgebärden seines atomraketenverliebten Staatschefs K [ ... ]



„The Disaster Artist”. James Franco und der Kult um das Scheitern
 „The Disaster Artist”. James Franco und der Kult um das Scheitern



Vor vierzehn Jahren erlangte Tommy Wiseaus Leinwand-Epos „The Room” in Hollywood zweifelhafte Berühmtheit als „schlechtester Film aller Zeiten”. Lächer [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.