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Bildende Kunst

Katharina Fritsch in den Deichtorhallen Hamburg

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Geschrieben von Claus Friede  -  Donnerstag, den 05. November 2009 um 18:23 Uhr
Katharina Fritsch in den Deichtorhallen Hamburg 4.5 out of 5 based on 88 votes.
Kunst und Kultur – kurz vorgestellt: Katharina Fritsch in den Deichtorhallen Hamburg

Die Werkschau mit Arbeiten von Katharina Fritsch in den Hamburger Deichtorhallen ist seit vielen Jahren die erste große Präsentation der Künstlerin in Deutschland.
Seit gut 25 Jahren arbeitet die 1956 in Essen geborene Künstlerin kontinuierlich an ihrem vorwiegend plastischem Werk. Der Schwerpunkt der Schau, mit insgesamt 13 große Ensembles und rund 100 Einzelwerken, liegt in den neueren und aktuellen Arbeiten, die seit dem Jahr 2000 entstanden sind. Nur wenige Werke aus den 80er und 90er Jahren bilden den Grundstock und Kontext auf dem Katharina Fritsch ihr aktuelles Schaffen aufbaut.

Auffallend sind insbesondere die großen Siebdrucke, die dem Werk einen „filmartigen“ Kontext verleihen. Durch die farbliche Reduktion und Überstrahlung - Fritsch hat ein minimalistisch geschultes Auge – werden die Leinwände wie großformatige Projektionen wahrgenommen. Die Motive sind Postkarten der 1960ger Jahre entnommen und zeigen Bildausschnitte von allgemeingültigen Codices und erfrischendem Humor. Somit entsteht bei den Betrachtern eine Art „kollektiver Biographie“, die bei jedem eine Erinnerung auslöst.
In verschiedenen Kojen präsentieren die Künstlerin und die Kuratoren der Ausstellung, Bice Curiger vom Kunsthaus Zürich und Robert Fleck von der Bundeskunsthalle in Bonn, eine Kombination aus Siebdrucken und Plastiken. Gerade bei diesem Arbeiten lassen sich sehr plausibel Rückschlüsse auf die frühen Werke Katharina Fritsch’ herstellen: So hat die Künstlerin in ihrer „Tischgesellschaft“ aus dem Jahr 1988 im großen, roten Tischtuch bereits die Siebdrucke inhaltlich und formal vorweggenommen.
Aber auch historische Bezüge und Zitate sind zu finden. So benutzt Fritsch eine Reihe von Abbildungen historischer Zeitungen aus dem 19. Jahrhundert und zitiert nicht nur damit die damalige Zeit, sondern auch Max Ernst, der sich des gleichen Materials in seinen Collagen bediente.

Die Ausstellung „Katharina Fritsch“ ist vom 6. November 2009 – 7. Februar 2010 zu sehen: Deichtorhallen Hamburg, Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg, www.deichtorhallen.de
Dienstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, montags geschlossen. Geschlossen: Heiligabend und Silvester Weiterhin geöffnet: 1. und. 2. Weihnachtsfeiertag 11:00 – 18:00 Uhr, Neujahr 13:00 – 18:00 Uhr
9,- Euro normal, ermäßigt 6,- Euro Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenlos.
Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Beiträgen von Bice Curiger, Milovan Farronato, Robert Fleck und Susanne Hudson im Hatje/Cantz-Verlag erschienen. (148 Seiten, 84 Abb., davon 58 farbig, 21,80 x 28,90 cm) ISBN 978-3-7757-2470-8 (Deutsch), ISBN 978-3-7757-2471-5 (Englisch), Preis in der Ausstellung: 29.80 € (Buchhandel 35.00 €)

Foto Head: Weisser Schirm, Hellgrüner Schirm, Violetter Schirm, Schwarzer Schirm, 2004. Kohlefaser, Aluminium, Lack. Je 120 x Ø 100 cm. Foto: Nic Tenwiggenhorn.
Fotos Galerie: Katharina Fritsch: Figurengruppe, 2006-2008. (St. Michael, Skelettfüsse, St. Nikolaus, Riese, Vase, St. Katharina, Torso, Madonnenfigur, Schlange). Polyester, Farbe. Installationsansicht: Deichtorhallen Hamburg, 2009 Foto: Andrej Dureika.
Katharina Fritsch: «Flussufer », 2009. Siebdruck, Kunststoff, Farbe. 1600 x 280 cm. Ausstellungsansicht Deichtorhallen, 2009. Foto: Wolfgang Neeb.
Katharina Fritsch. 3. Gartenskulptur (Skelettfüsse), 2006, Polyester, Farbe, 140 x 40 x 40 cm. 1. Foto (Rosengarten), 1977/2007, Siebdruck, Kunststoff, Farbe, 280 x 399 cm. Foto: Ivo Faber.
Katharina Fritsch. Im Vordergrund: Gehirn, 2009. Metall, Polyester, Farbe, Holz, 160 x 120 x 120 cm. Im Hintergrund: 4. Zeitungsillustration ("Szene im Schlangenkäfig des zoologischen Gartens zu London: Herausziehen einer bereits verschlungenen Boa aus dem Rachen einer Phytonschlange"), 2006. Siebdruck, Kunststoff, Farbe. , 134x 200 cm. Installationsansicht Kunsthaus Zürich. Foto: Ivo Faber.

Alle Fotos: © VG BILD KUNST, Bonn
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